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Havelland Wiemers organisieren ihr letztes Dachsbergfest
Lokales Havelland Wiemers organisieren ihr letztes Dachsbergfest
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06:30 26.08.2016
Christiane und Ulrich Wiemer organisieren an diesem Wochenende ihr letztes Dachsbergfest. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

An diesem Wochenende geht wahrscheinlich in Premnitzl eine Ära zu Ende. Das 37. Dachsbergfest, das am Freitag um 19 Uhr auf dem Rondell am See beginnt, wird wohl das letzte sein. Der Bürgerverein hatte langfristig angekündigt, dass er sich aus personellen Gründen nicht mehr zur Organisation in der Lage sieht. Den letzten Anstoß zu dieser Entscheidung hatte die Mitteilung des Ehepaars Wiemer gegeben, 2016 zum letzten Mal die Gesamtleitung zu übernehmen.

Seit 1998 ist Ulrich Wiemer der Org.-Chef des Dachsbergfestes gewesen. Ebenso lange hatte seine Frau Christiane ihm zur Seite gestanden und als Vorsitzende des Festkomitees alle Unterschriften geleistet. Jetzt, da er 72 Jahre ist und sie bald 67 wird, wollen sie sich die große Aufgabe nicht mehr aufladen. „Es hat Spaß gemacht“, sagt Christiane Wiemer, „und es ist auch nicht so, dass wir unzufrieden sind.“ Es sei für sie aber immer anstrengend gewesen und nunmehr einfach so, dass sie beide in ihrem nicht mehr taufrischen Alter etwas ruhiger treten müssen. Völlig klar: So ein Stadtfest, das über drei Tage geht, ist gerade für die Gesamtverantwortlichen eine Mammutbelastung. Die Händler wollen aufbauen, die Toiletten kommen oder der Gastronomie sind passgenau ihre Stellflächen zuzuweisen – immer musste (und wollte) Ulrich Wiemer mit dabei sein. Nicht selten ging es bis 3.30 Uhr in der Nacht, doch am nächsten Tag war schon morgens um 9 oder 10 Uhr wieder seine Anwesenheit gefragt.

2009 hatte Ulrich Wiemer schon einmal die Cheforganisation abgegeben

Eigentlich hatte Ulrich Wiemer schon nach dem Dachsbergfest 2009 die Cheforganisation abgegeben. Andere hatten sich bereit erklärt, diese Tätigkeit zu übernehmen. Er wirkte weiter im Festkomitee mit, um seine Erfahrungen einzubringen. Nach einem Zwischenspiel fiel dann aber vor dem Fest 2012 die Entscheidung, dass es besser ist, wenn er wieder die Gesamtleitung übernimmt. Schon damals hatte er aus Altersgründen aufhören wollen, und er ist in den sieben Jahren nicht jünger geworden, darum sagt er heute: „Dieses Mal ist ganz bestimmt zu 100 Prozent Schluss.“

Es sei ganz bestimmt nicht so, dass sie vieles alleine machen, teilen die Wiemers mit. Die anderen Mitglieder des Bürgervereins helfen und bei der Organisation seien seit Jahr und Tag die Stadtverwaltung, der Siedlerverein, die Freiwilligen Feuerwehren von Premnitz und Döberitz, der Jugendklub Preju, die Arbeitsförderungsgesellschaft Premnitz (AFP) und die Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft (PWG) mit von der Partie. Schüler der 12. Klassen der Bürgelschule Rathenow seien beim Losverkauf und an Getränkeständen im Einsatz.

Party vom 26. bis 28. August

Vom 26. bis 28. August findet auf dem Gelände am Premnitzer See das 37. Dachsbergfest statt.

Anfang des Jahres hatte der Bürgerverein Premnitz die Stadtverwaltung darüber informiert, dass er ab 2017 die Organisation des Festes nicht mehr übernehmen wird.

1997 hatten Bürgerverein und Werbegemeinschaft Premnitz die Organisation des Dachsbergfestes übernommen. Ein Jahr später gab die Werbegemeinschaft auf.

1998 begann Ulrich Wiemer als Gesamtleiter des Festes.

Bis zu 120 Sponsoren konnten manchmal geworben werden. In diesem Jahr sind es mehr als 90 gewesen.

„Früher haben wir noch selbst gegrillt“, blickt Ulrich Wiemer zurück, „riesige Mengen von Bratwürsten haben wir unter die Leute gebracht und Unmengen Getränke verkauft.“ Weil es aber nicht mehr so viele freiwillige Helfer wie früher gebe, würden die Gastronomiestände seit einigen Jahren schon verpachtet. Hervorragende Kulturprogramme habe es gegeben, erinnert er. Die Puhdys, Karat und Sweet seien schon da gewesen. Sagenhaft dankbar seien sie den Sponsoren.

Ob sie traurig sind, wenn es kein Dachsbergfest mehr gibt? „Es wird in Premnitz auch in Zukunft ein Sommefest geben“, ist Ulrich Wiemer ganz sicher, „es wird wohl einen anderen Namen haben und vielleicht nahe der Buga-Havelpromenade stattfinden.“ Falls jemand Ratschäge brauche, seine Frau und er seien immer ansprechbar.

Von Bernd Geske

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