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Havelland Wilbos Welt ist eine Scheibe
Lokales Havelland Wilbos Welt ist eine Scheibe
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17:53 06.08.2016
Gekonnt springt Wilbo (7) von Norbert Behns Bein ab und fängt seine geliebte Frisbee-Scheibe. Quelle: Laura Sander
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Nauen

Mit einem Affenzahn fegt Wilbo über den Nauener Trainingsplatz – die Frisbeescheibe immer im Blick. Im richtigen Moment setzt er zum Sprung an und schnappt zu. Geschmeidig landet er auf dem weichen Gras und rennt mit seiner Beute zu Besitzer und Trainingspartner Norbert Behn zurück. Zur Belohnung gibt es gleich den nächsten Wurf, den der kleine Wildfang mit einem Absprung von Behns Oberschenkel in rund anderthalb Metern Höhe fängt.

Frisbee-Europameister

„Pro Training spielen wir zwei Runden, die je nach Wetterlage nicht länger als fünf Minuten dauern sollten“, erklärt Behn, der mit Jack Russel Terrier Wilbo zwei Mal Vize- und einmal Europameister in der Micro-Dog-Klasse geworden ist. Und tatsächlich schnauft der kleine Hund bereits nach wenigen Durchläufen vor Anstrengung. „Von alleine aufhören, würde er nicht – da muss man schon aufpassen, um ihn nicht zu überanstrengen. Generell müssen alle Hunde, die diese Sportart betreiben, kerngesund sein, vor allem aber dürfen sie keine Probleme mit ihren Gelenken haben“, so der Spandauer, der für den Hunde-Frisbee-Sport ebenfalls einiges Können an den Tag legen muss. „Es geht um das Zusammenspiel von Mensch und Hund. Die Wurftechnik ist genauso elementar, wie die Reaktion des Hundes“, erklärt Behn, der mit Wilbo vor zwei Jahren an der Hunde-Frisbee-Weltmeisterschaft im US-Bundesstaat Tennessee teilgenommen hat.

Beim Training ist auch Nachwuchstalent Homer nicht zu halten. Quelle: Laura Sander

Behns Nachwuchstalent ist der elf Monate alte Homer – ebenfalls ein Jack Russel Terrier. „Richtig mit dem Training beginnen, sollte man erst, wenn der Hund ausgewachsen ist. Zu hoch springen darf Homer also noch nicht – er ist aber schon jetzt schneller als Wilbo in seiner Topform“, so Behn begeistert.

Sportpfoten

Seit zwei Jahren ist der Spandauer Mitglied im Verein Sportpfoten Berlin-Brandenburg und ist seither einmal in der Woche auf dem Hundeplatz im Nauener 1. Eierhorstweg. „Auf dem Gelände trainiert eigentlich der Hundesportverein Nauen. Nachdem wir jedoch unseren Platz in Brieselang wegen einer Nachbarschaftsstreitigkeit verloren haben, sind wir hier untergekommen – zum Glück, denn es gefällt uns wirklich sehr“, sagt Vorstandsmitglied Karsten Kurda, der mit seinen Hunden Ginger und Zelda in der Sportart Rally Obedience aktiv ist. „Drei bis vier Mal im Jahr nehmen wir an Wettkämpfen teil und trainieren regelmäßig einmal in der Woche. „Rally Obedience ist eine relativ neue Sportart aus den USA, die die Bindung zwischen Mensch und Hund stärken soll“, so Kurda. Befehle, wie „Sitz“, „Platz“ und „Bleib“, werden mit Richtungswechseln, Winkeln, Slalom und Hürden kombiniert. Die Leistung des Mensch-Hund-Teams wird nach Punkten und Zeit bewertet. „Rally Obedience ist eine Hundesportart für die ganze Familie. Selbst Menschen und Hunde mit einer körperlichen Behinderung können sie ausüben und an Turnieren teilnehmen – die Übungen werden einfach angepasst“, so Carola Schonert, die gemeinsam mit Sigrun Pugge außerdem Ansprechpartnerin für die Sektion Alltagstraining ist. „Für Hunde ist der menschliche Alltag eben nicht natürlich und daher trainieren wir mit ihnen Dinge, wie Leinenführigkeit, Spielen mit Kontrolle und die Reaktion auf andere Hunde“, so Schonert, die ihre Hunde Aris und Nico aus nicht artgerechter Haltung übernommen hat und sich daher auskennt. „Der Verein hat mittlerweile rund 30 Mitglieder aus Falkensee, Dallgow, Brieselang oder Berlin. Jeder, der Interesse sowie einen geimpften und versicherten Hund hat, kann bei uns mitmachen“, so Carola Schonert. „Schwierigen Fällen empfehle ich allerdings erst einmal einen Einzeltrainer. Das kann die Gruppe einfach nicht leisten.“

Trainingszeiten

Hunde-Frisbee unter der Anleitung von Trainer Norbert Behn findet samstags von 15 bis 16.30 Uhr statt.

Rally Obedience wird am Sonntag von 11 bis 13 Uhr trainiert.

Dienstags von 18 bis 19 Uhr wird unter der Aufsicht von Carola Schonert und Sigrun Pugge der Alltag geübt.

Außerdem bietet der Verein noch den Hundesport Obedience sowie ein spezielles Tricktraining an.

Weitere Infos gibt es auf der Vereinshomepage www.sportpfoten.de.

Für Norbert Behn, Wilbo und Homer ist die erste Trainingseinheit derweil beendet. Nach einer kurzen Verschnaufpause und einem erfrischenden Bad im Planschbecken sind die beiden Sportskanonen auch schon bereit für Runde zwei. Aufgeregt treten sie von einer Pfote auf die andere und signalisieren ihrem Herrchen mit lauem Gebell, dass es losgehen kann. Lachend schüttelt Behn den Kopf und lässt die Frisbeescheibe durch die Luft sausen.

Von Laura Sander

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