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Havelland Wildwuchs raus für freie Sicht
Lokales Havelland Wildwuchs raus für freie Sicht
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20:30 19.08.2014
Soll während der Bundesgartenschau eine von acht Stationen der Parkroute sein: das Seeufer in Groß Behnitz. Quelle: Konrad Radon
Groß Behnitz

Der Park am östlichen Seeufer in Groß Behnitz soll nach Möglichkeit noch dieses Jahr umgestaltet und an den Ursprungszustand angepasst werden. Denn in der Vergangenheit haben sich nicht nur die mehr als 200 Jahre alten Platanen und die rund 80-jährigen Sumpfzypressen prächtig entwickelt, sondern auch viele mehr oder weniger große Erlen, die da nicht hingehören. Dieser Wildwuchs – entstanden nach 1945 – soll nach Vorstellung von Michael Stober, Besitzer des Landgutes A. Borsig, verschwinden. Zudem sind Neupflanzungen und Pflegeschnitte geplant. Damit würde man dem Originalzustand des Parks, der auf Peter Graf von Itzenplitz zurückgeht, wieder etwas näher kommen.

Eine Entscheidung, die Stober aber nicht allein treffen kann. Einerseits, da es sich beim Park um ein Gartendenkmal handelt und andererseits gehört ihm nur der kleinere Teil der Fläche. Der größere ist Eigentum der Stadt Nauen. Die wird möglicherweise in der nächsten Stadtverordnetensitzung darüber befinden – vorausgesetzt, der Ortsbeirat Groß Behnitz hat bis dahin schon darüber beraten. Stober müsste jedoch auch alle Kosten für die Umgestaltung übernehmen. Im Bauausschuss forderte Dirk Peters (SPD) zudem, dass der Kommune auch durch die spätere Pflege keine Kosten entstehen dürften: „Ich befürchte, die Dienstleistungsgesellschaft pflegt den Park und die Stadt kriegt die Rechnung.“

Laut Stober sei der Landkreis auf ihn und die Stadt zugekommen mit dem Wunsch, den Park in die Route aufzunehmen. Im Februar gab es eine Begehung unter anderem mit Vertretern des Naturschutzes, der Denkmalpflege und der Stadt Nauen. Nun hofft er auf eine Genehmigung. „Im Grunde sollte es dieses Jahr umgesetzt werden, wenn die Vegetationsperiode beendet ist“, so der Landgutbesitzer. Dann würden auch wieder alte Sichtachsen hergestellt, so dass es anschließend einen freien Blick auf den See gäbe.

Parkanlage am Seeufer

Das Landgut A. Borsig in Groß Behnitz ist einer der Außenstandorte der Bundesgartenschau im nächsten Jahr. Hauptstandorte der Buga sind Rathenow, Premnitz, Brandenburg/Havel, Amt Rhinow/Stölln, Havelberg.

Die Parkanlage am östlichen Seeufer in Groß Behnitz wird in die „Parkroute“ des Landkreises Havelland aufgenommen. Außerdem gehören dazu auch die Landschaftsanlagen in Senzke, Friesack, Wagenitz, Nennhausen, Kleßen, Stölln und Ribbeck.

Vorbehaltlich der Genehmigung sol- len in Groß Behnitz unter anderem rund 60 kleine und große Bäume ent- fernt werden – meist Erlen. Es sind Neupflanzungen geplant und Rückschnitte. Der Originalzustand des Parks kann in etwa anhand alter Pläne und des Baumalters bestimmt werden.
Angelegt wurde der Park am Seeufer einst von Gutsbesitzer Peter Graf von Itzenplitz, der von 1769 bis 1934 gelebt hat. Er war von 1795 bis 1804 Landrat des havelländischen Kreises.

Grundlage für das Konzept ist eine Diplomarbeit aus den 90er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. „Auf Grund des Alters der Bäume konnte man rekonstruieren, wie der Park einst ausgesehen hat“, so Stober. Zur Buga sollen die repräsentativsten Bäume auf der Fläche, zu denen auch eine Blutbuche gehört, mit Schildern versehen werden. Außerdem ist vorgesehen, dass in der Parkanlage Großplastiken aufgestellt werden. „Mehrere Künstler haben sich schon beworben“, so Stober. Im Frühjahr will er gemeinsam mit der Stadt Nauen geeignete Plastiken auswählen.

Von Andreas Kaatz

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