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Havelland Willkommen bei den Profis: 14 Kfz-Mechatroniker freigesprochen
Lokales Havelland Willkommen bei den Profis: 14 Kfz-Mechatroniker freigesprochen
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16:15 14.02.2019
Kreishandwerksmeister Michael Ziesecke gratuliert Karen Reuther zu ihrem guten Abschluss. Quelle: Andreas Kaatz
Nauen

Für die beiden Besten der diesjährigen Winterprüfung der Kfz-Mechatroniker im Havelland gab es einen Ehrenstift des Oberstufenzentrums in Kobaltblau, auf Seide gebettet. „Gut geeignet zum Unterschreiben des Meister- oder Studienvertrages“, gab OSZ-Leiter Eckhard Vierjahn den frischgebackenen Gesellen Karen Reuther und Tim Hechtfisch als Tipp mit auf den weiteren Lebensweg.

Die beiden haben in den Räumen der Kreishandwerkerschaft gemeinsam mit elf weiteren Azubis ihre Gesellenbriefe erhalten. Insgesamt waren 19 Lehrlinge zur Prüfung angetreten. 14 schafften den Abschluss, fünf müssen die Prüfung wiederholen. Vier Mal gab es die Note „3“ und neun Mal die Note „4“. Als einzige hat Karen Reuther mit „2“ bestanden.

Zu den Gratulanten gehörte Kreishandwerksmeister Michael Ziesecke. „Um wirklich auch langfristigen Erfolg zu haben, muss man den eigenen Schweinehund überwinden und lernen. Und so freut es mich ganz besonders, Sie heute hier freisprechen zu können“, sagte er. Gleichzeitig stellte er fest, dass es Prüfungsergebnisse wie vor zehn Jahren heute nicht mehr gibt. „Die Auszubildenden werden immer weniger und die Abschlüsse immer schlechter.“Ein Problem, dem man sich stellen müsse, denn das Handwerk werde auch in Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte benötigen.

Glückwünsche kamen auch vom CDU-Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler. Er hofft, dass die Gesellen im Land bleiben, denn „in Brandenburg und auch im Havelland wird jede Hand gebraucht“. Er appellierte sowohl an die Absolventen als auch an die Betriebe, großen Wert auf die ständige Weiterbildung zu legen.

Das hat auch Karen Reuther vor. Die 20-Jährige will ein Studium zum Maschinenbau-Ingenieur machen, arbeitet bis dahin in ihrem Ausbildungsbetrieb ACM Auto-Service Mosolf in Etzin weiter. Doch wie kam sie zu diesem Beruf? „Mein Vater ist Techniker und hat damals immer interessante Geschichte erzählt. Und so fand ich die Technik total faszinierend“, sagte sie. Später will sie einmal als Gutachterin oder Prüf-Ingenieurin arbeiten.

Tim Hechtfisch wurde ebenfalls von seinem Ausbildungsbetrieb, der Autoservice Seelke GmbH, übernommen und kann sich gut vorstellen, später mal seinen Meister oder ein Studium zu machen. „Da bin ich offen.“

Von Andreas Kaatz

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