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Havelland „Wir lieben das Abstrakte“
Lokales Havelland „Wir lieben das Abstrakte“
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02:16 24.07.2015
Drei Malfreundinnen: Ingeborg Kretzschmar, Ursula Miegel und Ursula Rolapp. Quelle: Foto: Christin Schmidt
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Rathenow


Illusionen in Acryl, so nennen Ingeborg Kretzschmar, Ursula Miegel und Ursula Rolapp ihre Ausstellung, die ab Mittwoch im Rathenower Kulturzentrum zu sehen ist. Für die drei Frauen aus der Prignitz ist es die erste Ausstellung im Havelland und für die Kreisstadt sind die rund 40 Arbeiten eine fantasievolle Bereicherung. Bergseen, weite Felder, Wälder oder Gebirge – was genau der Betrachter sieht, entscheidet er selbst, die drei Künstlerinnen wollen nichts vorgeben. Stattdessen spielen sie mit Formen und Farben, mit Struktur und Pinselstrich, Licht und Schatten.

„Am liebsten lasse ich mich von der Natur inspirieren“, sagt Ursula Rolapp. Dass sie beim Malen etwas ganz anderes im Sinn hatten, als das, was die Besucher der Ausstellung vielleicht sehen, stört sie nicht. Im Gegenteil: „Der Betrachter kann und soll das Bild selbst interpretieren“, betont Ingeborg Kretzschmar.

Rund 40 Bilder haben die Künstlerinnen im Kulturzentrum aufgehangen. Quelle: Christin Schmidt

Vor etwa 15 Jahren erwachte bei den drei Freundinnen die Leidenschaft für die Malerei, der sie nun einen großen Teil ihrer Zeit widmen. Erst der Ruhestand ermöglichte die intensive Beschäftigung mit der Kunst, die nun einen hohen Stellenwert im Leben der drei hat und die Basis für die Freundschaft bildet. Die Grundkenntnisse brachten sie sich selbst bei bevor sie ihre Fähigkeiten gemeinsam durch Workshops und Kurse im In- und Ausland in verschiedenste Richtungen ausbauten.

Autodidaktisch und Workshops

„Wir sind auf der Suche nach unserem Stil“, sagt Ingeborg Kretzschmar. Dabei ist eines schon jetzt klar: Einfache „Blumenmaler“ sind sie nicht. „Wir lieben das Abstrakte“, betont Kretzschmar und fügt erklärend hinzu: „Wir wollen die Natur interpretieren und unsere Intentionen in die Bilder bringen. Dabei benutzen wir alle Tricks der Welt.“ Diese Tricks haben sie sich unter anderem in der Kreativoase in Gülpe zeigen lassen. Die Künstlerin und Wahl-Havelländerin Jordis Hammer hat den drei Frauen einige Techniken gezeigt. „Bei manchen Bildern sieht man durchaus ihre Handschrift“, verrät Ingeborg Kretzschmar.

Von der Natur inspiriert: Abstrakte Farbenspiele im Kulturzentrum. Quelle: Christin Schmidt

Drei Mal haben sie in den letzten zwei Jahren gemeinsam in der Prignitz ausgestellt, nun zeigen sie ihre Arbeiten zum ersten Mal im Havelland. Die Verbindung zum Kulturzentrum stellte die ehemalige Rathenowerin Ursula Miegel her. Ihre Schwester lebt noch in der havelländischen Kreisstadt und schlug vor, dass die drei auch hier ihre Bilder zeigen. Ein Anruf im Kulturzentrum genügte, die Arbeiten stießen dort auf Interesse.

Ab Mittwoch sind die Bilder der drei Damen aus der Prignitz im Wandelgang in der ersten Etage des Kulturzentrums zu sehen. Besucher, die sich auf diese Werke einlassen, dürften spannende Entdeckungen machen. Denn beim Betrachten eines Bildes sei es ähnlich wie beim Malen, „man muss sich darauf einlassen“, sagt Ingeborg Kretzschmar.

Von Christin Schmidt

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