Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland „Wirbelwind“ ist jetzt eine musikalische Kita
Lokales Havelland „Wirbelwind“ ist jetzt eine musikalische Kita
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:39 03.08.2016
Gefeiert wurde am Dienstag in der Falkenrehder Kita. Quelle: Jens Wegener
Anzeige
Falkenrehde

Den Platz an der Hauswand der Falkenrehder Kita „Wirbelwind“ für das kleine, nahezu quadratische Emailleschild hatte Kita-Leiterin Iris Insel schon lange ausgesucht. Jetzt endlich kann sie es anbauen lassen, denn seit Dienstag darf sich der Falkenrehder Kindergarten musikalische Kita nennen. Die erste im Bereich der Stadt Ketzin/Havel und den Ortsteilen. Nach außen zu erkennen sein wird das an dem Carusos-Zertifikat, das Carina Zutz im Auftrag des Deutschen Chorverbandes überreichte.

Es singt und klingt fast den ganzen Tag in den Räumen von „Wirbelwind“. Nicht zu vergessen das Tanzen. „Alle 53 Kinder sind je nach Alter mehr oder weniger eingebunden. Natürlich auch die Erzieherinnen, denn die müssen die vielen Liedtexte halbwegs beherrschen“, erzählt Iris Insel.

Sie war es, die die Initiative ihrer Vorgängerin aufgegriffen und einen Antrag an den Deutschen Chorverband gestellt hatte, um das Zertifikat zu bekommen. „Eine Kita setzt eher auf Sport, andere forschen und experimentieren, und wir setzten auf Singen und Tanzen“, so die Leiterin. Alle im siebenköpfigen Erzieherteam zogen und ziehen mit, engagieren sich, haben die Lieder für die Kinder mit ausgesucht. Carusos gibt es nämlich nicht einfach so, wie Carina Zutz vom Chorverband erklärt: „Insgesamt 40 Lieder müssen die Kinder verteilt auf alle Altersgruppen singen, darunter auch einige in Fremdsprachen.“ Selbst Kita-Leiterin Iris Insel war überrascht, wie schnell die Kinder zum Beispiel die englischen Texte nachsingen konnten. Zu den besonders aktiven kleinen Sängern gehören Elias Radoy (5), Lucien Trenkel (5) und Chealsy Engbertz (4). „Ich übe Singen jeden Tag zu Hause“, sagte Elias. Ein Lieblingslied hat er noch nicht.

Zwischen April bis Juli war Beraterin Carina Zutz dreimal in der Kita Falkenrehde, um zu helfen, um Tipps und Anregungen zu geben. „Das Wichtigste ist neben der Freude am Singen, dass die Kinder nicht in zu tiefen Tonlagen singen. Das könnte im schlimmsten Fall sogar die kindliche Stimme schädigen. Deshalb müssen die Erzieherinnen höher singen, als sie es normalerweise tun würden“, so die Expertin. Das Carusos-Zertifikat (Nachfolger des Felix) habe der Deutsche Chorverband aber auch ins Leben gerufen, um mehr Kinder für das Singen zu begeistern, in der Hoffnung auf einen größeren Zulauf für die Chöre.

In der Falkenrehder Kita jedenfalls ist inzwischen der gesamte Tagesablauf auf Singen und Tanzen abgestimmt. Jede Gruppe trällert – die ersten Liedchen schon im Morgenkreis. „Wenn wir Bücher angucken und da kommt ein Traktor vor, dann singen wir ein Lied über einen Traktor“, sagt Iris Insel. Sogar einige Instrumente wie Triangel, Glockenspiel, Blockflöte und ein Keyboard werden hin und wieder mit eingebaut.

Von Jens Wegener

Havelland Serie „MAZ zu Hause in Kienberg“ - Etwas abgelegen, aber mit viel Grün

Im Rahmen der Serie MAZ zu Hause in...“ haben wir uns diesmal in Kienberg umgeschaut. Der Nauener Ortsteil liegt im Norden des Stadtgebietes, etwas abseits von der B 273. Dort gibt es eine recht gut ausgelastete Kita, einen Sport- und einen Feuerwehr-Förderverein. Allerdings fehlt es an einer Einkaufseinrichtung.

03.08.2016

Das Bürgerbegehren zum Rathenower Rathaus-Standort geht in die entscheidende Phase. Noch eine Woche haben Initiatorin Andrea Grün und ihre Mitstreiter Zeit, Unterschriften für den Verbleib der Verwaltung im jetzigen Rathausgebäude zu sammeln. Am 24. August werden die Stadtverordneten über das Ergebnis der Aktion beraten.

03.08.2016
Havelland Flüchtling Tshsin Suleman betet für seine Familie - Rathenower Jesiden erinnern an IS-Genozid

Am 3. August jährt sich der Genozid am Volk der Jesiden zum zweiten Mal. Auch in Rathenow trauern jesidische Familien um Angehörige und Freunde, die Opfer des IS wurden. Mehr als 3.200 von ihnen sind noch immer in IS-Gefangenschaft. Darunter vier Brüder und eine Schwester von Tahsin Suleman. Der 28-Jährige lebt in Rathenow und betet für seine Familie.

03.08.2016
Anzeige