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Havelland Wo Schwarz-Weiß nicht farblos ist
Lokales Havelland Wo Schwarz-Weiß nicht farblos ist
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11:53 27.02.2018
Ein bisschen Farbe ist immer dabei: Blick in die Schönwalder Ausstellung von Birgit Wehmhoyer. Quelle: Marlies Schnaibel
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Schönwalde-Glien

Der Sogwirkung dieser Bilder kann sich der Betrachter schwer entziehen. Birgit Wehmhoyer zeigt ihre großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien erstmals im Havelland, seit Sonnabend sind sie in der Galerie des Kreativ-Vereins von Schönwalde-Glien zu sehen.

Birgit Wehmhoyer zeigt in der Galerie des Schönwalder Kreativ-Vereins aktuell der Öffentlichkeit ihre großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien. Die Künstlerin aus der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover mag Strukturen und fotografiert mit Hintersinn. Die MAZ hat sich die Schau angesehen.

Die Besucher der Vernissage ließen sich von der magischen Wirkung der Bilder gefangen nehmen, kamen mit der Künstlerin aus Hannover schnell ins Gespräch.

Der Kontakt zum Kreativ-Verein war über den Dallgower Autoren Uwe Kirsch zustande gekommen. Er hatte in der Galerie des Hauses im vergangenen Jahr aus seinem neuesten Buch gelesen und die Galeriebetreiber auf Birgit Wehmhoyer aufmerksam gemacht.

Kirsch, gebürtig in Hannover, hatte die Fotografin erst vor einiger Zeit über Facebook kennengelernt, war angetan von den fotografischen Arbeiten und empfahl sie weiter.

Gefühl für Abstraktion

„Fotografie... mit dem Gefühl für Abstraktion“ ist die Ausstellung überschrieben. Schnell ist klar, was gemeint ist. Birgit Wehmhoyer mag Strukturen, sie nimmt die Dinge, die uns umgeben und entschlüsselt die grafischen Strukturen in ihnen, entdeckt so neue Sichten und lässt beim Betrachter viel Raum für Assoziationen. Auch über die Beziehungen zwischen den gezeigten Bildern selbst.

Langzeitbelichtung im Tunnel

Das Interesse der Fotografin gilt dabei der Schweiz-Weiß-Fotografie, auch wenn sie in jeder Ausstellung immer ein Farbfoto einbaut. In Schönwalde ist es die Langzeitbelichtung aus einem Autotunnel, in dem die Rücklichter eines Autos zu roten Streifen werden.

Fotos im Havelland und in Spandau

Birgit Wehmhoyer hat eine besondere Vorliebe für Brücken, hat in Hannover ihre raue Lieblingsbrücke immer wieder fotografiert – mal bei Hochwasser, mal bei beim Herbstanfang. Sie hat ihre Reise zur Ausstellungseröffnung auch genutzt, um das Umfeld zu erkunden. „Ich habe hier zwei Tage nur fotografiert“, schwärmt sie von den Motiven – etwa am Kanal und unter den Brücken von Spandau.

„Die Begegnung mit Strukturen, sei es in der Stadt oder der Natur, fotografiere ich aus meiner Denkweise heraus. Die Motive sind für mich schon beim Aufeinandertreffen monochrom“, sagt sie über ihre Herangehensweise.

Ihre Motive entstehen zuerst im Kopf. „Überschreitung von Grenzen bei der Perspektive sowie die Aktion, die ein Motiv immer fordert, machen die Fotografien aus.“

Auf Fotografie folgt Malerei

Die Ausstellung mit Fotografie von Birgit Wehmhoyer wird im Kreativ-haus von Schönwalde-Glien bis zum 1. April gezeigt.

Geöffnet ist dienstags und mittwochs von 15 bis 17 Uhr, donnerstags von 15 bis 21 Uhr und sonntags von 10 bis 12 Uhr.

Als nächstes stellt sich in der Galerie die Malgruppe des Vereins vor, sie zeigt ab 7. April die Ergebnisse ihrer jüngsten Malreise.

Und so ist das flach liegende Getreide mehr als ein Feld, es mutet an wie ein dichter Schwarm von Fischen. Stärke und Präsenz strahlt das großformatige Bild aus, für das die Fotografin eine Ansammlung von Metall-Uhrenarmbänder fotografierte. Wie ein Dom wirken die aufragenden Maispflanzen.

Birgit Wehmhoyer, 1965 in der Nähe von Hannover geboren, hat vor einigen Jahren ihren Beruf in der Automobilindustrie an den Nagel gehängt und sich ganz der Fotografie verschrieben.

Von Marlies Schnaibel

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