Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Wohngemeinschaft in Groß Behnitz

Projekt für Demenzkranke Wohngemeinschaft in Groß Behnitz

Ein Projekt, bei dem sieben Demenzkranke so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können, entwickelt derzeit die Nauener Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege GmbH mit zwei Privatleuten in Groß Behnitz. Dort entsteht ab Frühjahr 2016 eine Wohngemeinschaft.

Voriger Artikel
Wasser- und Bodenverband Nauen zieht um
Nächster Artikel
Berauscht unterwegs

Es wird ein Gemeinschaftswerk mit vielen Beteiligten.

Quelle: Andreas Kaatz

Nauen. Ein besonderes Projekt soll ab nächstem Jahr in Groß Behnitz, direkt gegenüber dem Landgut A. Borsig, entstehen. In dem Gebäude, das anstelle des alten Pfarrhauses errichtet worden ist, wird im März/April eine Wohngemeinschaft für Demenzkranke entstehen. Sieben Frauen und Männer sollen dort ein neues Zuhause erhalten. Jeder bekommt ein eigenes Zimmer, die anderen Räume wie Wohnzimmer mit Essküche oder drei Bäder werden gemeinsam genutzt. Die Wohnungen können zudem mit eigenen Möbeln und Bildern eingerichtet werden.

Auch Cornelia Lange hat sich das im Bau befindliche Gebäude schon einmal angesehen. „Meine Mutter ist derzeit in der Sozialstation in Nauen. Ich würde sie gern hierher holen“, sagt die Groß Behnitzerin, die sich wünscht, dass die Möglichkeit einer Betreuung direkt im Dorf schon damals bestanden hätte.

Seit einem Jahr laufen die Vorbereitungen für das Projekt, das die Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege GmbH gemeinsam mit zwei Privatleuten umsetzt. Christian Graetz und Jens Lenz wollten aus dem Gebäude eigentlich ein Doppelhaus machen und mit ihren Familien dort einziehen. Dann änderten sich die Pläne und sie kamen mit Geschäftsführer Werner Futterlieb von der Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege GmbH ins Gespräch. Schnell wurde man sich einig, denn Futterlieb hat es sich auf die Fahnen geschrieben, künftig auch in kleinen Dörfern Wohnungen anzubieten, damit die Menschen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können. Die Pflegebedürftigkeit soll dadurch hinausgeschoben werden.

„Das Leben soll hier so normal wie möglich weitergehen. Die Menschen können sich in einem gemütlichen und überschaubaren Bereich zu Hause fühlen“, sagt Futterlieb, der sich noch mehr solcher Projekte wünscht und dabei auch Kommunalpolitiker, Dorfgemeinschaften oder Kirchen in der Pflicht sieht. „Wir brauchen dringend Wohnungen in den Dörfern. Denn künftig werden wir mehr und mehr Menschen mit Demenz unter uns haben“, sagt er. Mittlerweile gibt es schon eine Warteliste für solche Wohnformen.

In Groß Behnitz ist Wohnen mit Pflege und Betreuung geplant. Zwei Betreuer werden ständig vor Ort sein, heißt es. Die Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege GmbH wird das Haus insgesamt von den Eigentümern mieten und an die Bewohner untervermieten. Zudem bietet das Gemeinschaftswerk auch die ambulante Pflege an. „Die Wohngemeinschaft ist aber auch interessant, weil wir den Angehörigen eine Mitsprache geben“, sagt Antje Witt, Standortleiterin des Gemeinschaftswerkes in Nauen. Ehepartner oder Kinder können und sollen mitwirken bei der Organisation des WG-Lebens.

Demnächst wird in der Dammstraße in Nauen eine Wohnung für zehn Demenzkranke entstehen. Ein weiteres Projekt ist eventuell in Wachow geplant.

Von Andreas Kaatz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg