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Havelland PWG stellt 60 Wohnungen für Flüchtlinge
Lokales Havelland PWG stellt 60 Wohnungen für Flüchtlinge
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00:30 19.11.2015
Khaled Ibrahim (Mitte) aus Syrien hat mit seiner Frau und zwei Kindern eine Wohnung in der Johannes-R.-Becher-Straße bezogen. Hier mit zwei Sozialarbeiterinnen und einem Vertreter der PWG. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Der Landkreis Havelland sucht händeringend nach Unterkünften für Asylbewerber. Die Stadt Premnitz hat ihm ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen konnte. Die Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft (PWG), ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadt, hat mit dem Kreis vertraglich geregelt, dass sie im Laufe eines Jahres 60 Wohnungen für Flüchtlinge zur Verfügung stellen wird. Sie sollen vorrangig für Familien sein. Im Juni ging es los. Wie PWG-Geschäftsführer Dietmar Kästner berichtet, sind auf dieses Basis bislang 16 Wohnungen an den Landkreis vermietet. Darin untergebracht sind 64 Personen, etwa die Hälfte von ihnen sind Kinder. Die Flüchtlinge stammen aus Syrien, Serbien, Russland, Kenia und Albanien. Die aktuelle Bedarfsmeldung des Kreises kündigt je zwei Familien aus Syrien und Afghanistan an.

Auf Familien mit vielen Kindern gar nicht mehr eingestellt

Khaled Ibrahim, seine Frau Raghad Hajjo und die beiden kleinen Kinder Hayma und Ahmadyaman haben am letzten Mittwoch eine Wohnung an der Johannes-R.-Becher-Straße bezogen. Sie stammen aus der syrischen Stadt Aleppo und kamen direkt aus der Erstaufnahmestelle in Eisenhüttenstadt nach Premnitz. Die hochschwangere Frau wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Einmal war schon eine Familie mit fünf Kindern dabei. „Wir sind auf so große Familien gar nicht mehr eingestellt“, sagt Geschäftsführer Dietmar Kästner. Im genannten Fall sei zufällig gerade eine große Wohnung frei gewesen. Für eine andere Familie mit vier Kindern habe die PWG zwei Wohnungen zusammengefügt, weil deren Lage es möglich machte.

„Wir halten die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen für das richtige Konzept“, sagt der Premnitzer Bürgermeister Roy Wallenta. Deshalb sei es sinnvoll, die Asylbewerber in Wohnquartieren zu integrieren, so weit das machbar sei. Der Stadt sei vom Landkreis weiterer Bedarf gemeldet worden, teilt der Bürgermeister mit. Weil man die Errichtung einer zweiten Gemeinschaftsunterkunft in der Stadt aber nicht als anzustrebendes Ziel betrachtet habe, seien die Wohnungen angeboten worden.

Für Flüchtlinge eine Hausordnung in ihrer jeweiligen Landessprache

Es gebe auch infrastrukturelle Probleme, sagt PWG-Chef Dietmar Kästner. In Kitas und Schulen seien nur ganz wenige freie Plätze vorhanden. Gerade bei neu eintreffenden Flüchtlingen komme es zudem vor, dass sie mit einfachsten Problemen nicht zurecht kommen. Mülltrennung zum Beispiel. So wäre man bei der PWG froh, wenn der eine oder andere freiwillige Helfer sich melden würde. „Vom Landkreis haben wir verlangt“, erklärt Dietmar Kästner, „dass alle Flüchtlinge eine Hausordnung in ihrer Landessprache kriegen.“ Sie müssten schließlich lesen können, was ihre Pflichten seien.

Von Bernd Geske

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