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Wolsier hat die schnellste Wehr

Rhinow Wolsier hat die schnellste Wehr

Am Samstag hatten die Kameraden der Rhinower Feuerwehr zum traditionellen Herbstfest eingeladen. Schon am Vormittag traten zwölf Teams aus dem Havelland um den Titel des Kreismeisters 2016 an. Am Nachmittag wurde der Wettkampf um den Otto Lilienthal Cup im „Löschangriff nass ausgetragen.“ Und dann gab es noch eine besondere Auszeichnung.

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Teamarbeit im Kampf um den Kreismeistertitel der Damen.

Quelle: Christin Schmidt

Rhinow. Die Wolsierer Frauen machten es vor, ihre Männer legten nach. Die Teams der 1934 gegründeten Wehr aus dem Ländchen Rhinow beendeten die Kreismeisterschaft am Samstag in Rhinow gleich mit zwei Titeln. Die Wolsierer Frauen absolvierten den „Löschangriff nass“ in nur 35 Sekunden und verwiesen damit die Mannschaften aus Rhinow (47,53 Sekunden) und Wagenitz (54 Sekunden) auf die Plätze. Die vierte Frauenmannschaft, das Team aus Selbelang, wurde wegen eines Fehlers am Saugkorn disqualifiziert.

Die Männer aus Wolsier setzten sich mit einer sehr guten Zeit von 26,24 Sekunden gegen die Teams aus Selbelang (29,67 Sekunden) und Klein Behnitz (32,92) durch. Ebenfalls angetreten waren Paulinenau, Priort, Nitzahn/Rhinow, Vietznitz, Gülpe und Nennhausen sowie außer der Wertung das Team Havelland. Bei Temperaturen von bis zu 30 Grad lieferten sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Havelland spannende Wettkämpfe in Rhinow. Dabei ging es nicht nur um den Titel des Kreismeisters 2016.

Ein Höhepunkt im Rahmen der 800-Jahr-Feierlichkeiten

Traditionell hatten die Rhinower zum Herbstfest eingeladen – was sich angesichts der Temperaturen eher wie ein Sommerfest anfühlte. Und zum Herbstfest in Rhinow gehört auch der Kampf um den Otto-Lilienthal-Cup. Den gewannen die Rhinower Frauen in der DIN Klasse, also mit einer gestellten Pumpe. In der Wertung mit eigener Pumpe aus DDR-Zeiten traten nur die Frauen aus Selbelang an. Bei den Männern siegte in der DIN-Wertung das Team Havelland mit 23,22 Sekunden. Die Mannschaft aus Brunn belegte Platz Eins mit 31,62 Sekunden in der Wertung mit eigener DDR-Pumpe.

Beim „Löschangriff nass“ bewiesen auch die Frauen Geschicklichkeit, Power und Schnelligkeit

Beim „Löschangriff nass“ bewiesen auch die Frauen Geschicklichkeit, Power und Schnelligkeit.

Quelle: Ch. Schmidt

Wie Rhinows Bürgermeister Stefan Schneider erklärte, reiht sich die Veranstaltung als weiterer Höhepunkt im Rahmen der 800-Jahr-Feierlichkeiten anlässlich des runden Jubiläums der Kleinstadt ein. Ein wichtiger Termin also für die Rhinower Kameraden, die sich dementsprechend gut auf diesen Tag vorbereitet hatten und für beste Bedingungen sorgten.

Optimale Bedingungen, aber recht geringe Beteiligung

Der Rasen auf dem Sportgelände war akkurat gemäht, die Versorgung üppig, das Wetter optimal und die Stimmung bestens. Nur die Beteiligung der Kreismeisterschaften war mit acht Männer- und lediglich vier Frauenmannschaften geringer als in den vergangenen Jahren. Dabei gilt der Wettkampf als Qualifizierung für die Landesmeisterschaften im nächsten Jahr.

Jeder Handgriff muss sitzen und Schnelligkeit ist gefragt, denn jede Sekunde zählt beim „Löschangriff nass“

Jeder Handgriff muss sitzen und Schnelligkeit ist gefragt, denn jede Sekunde zählt beim „Löschangriff nass“.

Quelle: Ch. Schmidt

Uwe Schulze, Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes Brandenburg, und Rhinows Amtsdirektor Jens Aasmann, die den Wettkampftag am Vormittag eröffneten, nutzten die Gelegenheit, um sechs Kameraden aus Rhinow zu ehren. Für ihre Verdienste als Wertungsrichter auf Kreis-, Landes- und Bundesebene durften sie sich von Uwe Schulze eine Ehrennadel anstecken lassen. Unter den Ausgezeichneten war auch Bürgermeister Stefan Schneider, der als aktives Mitglieder der Feuerwehr sogar auf internationaler Ebene bei Weltmeisterschaften und der Feuerwehr Olympiade als Wertungsrichter tätig war.

Mit einem Kuss zum Sieg

„Diese Auszeichnung gibt es noch nicht lange und die Rhinower Kameraden sind die ersten in der Region, die sich diese verdient haben“, lobte Schulze. Er verfolgte mit seiner Frau und zahlreichen Zuschauern die Wettkämpfe. Die Gäste hatten sogar die Möglichkeit, sich das Spektakel aus der Luft anzuschauen. Für den Blick aus der Vogelperspektive luden die Kameraden zu einer Fahrt mit der Drehleiter ein.

Das Frauenteam aus Selbelang bemühte sich zwar, schied in der Kreismeisterschaft aber  auf Grund eines Fehlers aus

Das Frauenteam aus Selbelang bemühte sich zwar, schied in der Kreismeisterschaft aber auf Grund eines Fehlers aus.

Quelle: Ch. Schmidt

Wie üblich war das Herbstfest ein Spektakel für die ganze Familie. Der Nachwuchs saß auf den Bänken und feuerte Mutti oder Vati an. Für das gewisse Quäntchen Glück holte sich eine Frau aus Wolsier kurz vor dem Start von Sohnemann noch einen Kuss ab und ließ sich über die Schulter spucken. Wie das Ergebnis zeigt, hat das Ritual in jedem Fall nicht geschadet. Auch viele Großeltern waren gekommen, um die Läufe hautnah mitzuverfolgen oder sich über die Arbeit der Feuerwehr zu informieren. Am Abend klang das Herbstfest mit Tanz und Musik aus.

Für Feuerwehr-Nachwuchs ist in Klein Behnitz gesorgt

Für Feuerwehr-Nachwuchs ist in Klein Behnitz gesorgt.

Quelle: Ch. Schmidt

Von Christin Schmidt

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