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Gemeinde muss sich entscheiden

Standort für Asylheim in Wustermark noch unklar Gemeinde muss sich entscheiden

Über mögliche Standorte für ein Asylheim in Wustermark wurde am Montagabend in der Bürgerbegegnungsstätte mit interessierten Einwohnern gesprochen. Eingeladen hatten der SPD-Ortsverein und der CDU-Gemeindeverband. Der Landkreis will eine schnelle Entscheidung.

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Großer Informationsbedarf: Proppevoll war der Raum in der Bürgerbegegnungsstätte.

Quelle: Andreas Kaatz

Wustermark. Der Wustermarker CDU-Chef Halvor Adrian machte gleich zu Beginn der Einwohnerversammlung deutlich: „Wir reden hier nur über das Wie, nicht über das Ob.“ Die lokale SPD und CDU hatten gemeinsam zu der Veranstaltung zur Flüchtlingsproblematik in die Bürgerbegegnungsstätte eingeladen. Denn auch in dieser Gemeinde sollen Asylbewerber untergebracht werden. Von 220 ist derzeit die Rede. Offen ist aber noch, wo die Unterkunft stehen soll. Dass es Redebedarf gibt, zeigte jedenfalls die große Resonanz. Rund 100 Leute kamen, wollten mehr wissen als nur Gerüchte. Denn weder der Landkreis, noch die Gemeinde hatten bisher zu einer Infoveranstaltung geladen.

Beim Landkreis würde man sich indes wünschen, dass die Wustermarker endlich zu Stuhle kommen. „Es ist zu lange in Wustermark nichts entschieden worden. Dadurch ist ein großer Druck entstanden“, kritisierte der havelländische SPD-Chef Martin Gorholt. Er war gemeinsam mit Michael Koch, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, gekommen, um auf Fragen zu antworten. Solange die Gemeinde sich nicht für einen Standort entscheidet, so lange sind auch dem Landkreis die Hände gebunden. Vier mögliche Standorte gibt es, darunter zwei Vorzugsvarianten. Diese beiden Flächen befinden sich an der L 204, gegenüber der Wustermarker Feuerwehr, sowie zwischen Bahnlinie und Schule. Für letzteres Areal müsste jedoch ein Bebauungsplan geändert werden. Darüber will die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 28. September beraten.

Adrian sprach sich dafür aus, das man „endlich zu Potte kommen muss“, was die Standortwahl betrifft. Anderseits sollten auch noch Alternativen ins Auge gefasst werden wie etwa im Demex-Park. Oliver Kreuels (CDU) jedenfalls hält Sammelunterkünfte an sich für sehr problematisch und findet es schon gar nicht gut, wenn eine solche für 220 Leute in der Nähe der Schule steht. „Das sollte man den Kindern nicht jeden Tag vor Augen führen“, meinte er.

Kreuels spricht sich wie andere auch eher für kleinere Einheiten aus. Das aber wird es angesichts der zunehmenden Flüchtlingszahlen nicht geben können, hieß es von den Kreispolitikern, und auch keinen Verteilungsschlüssel. Weitere Fragen, die die Wustermarker hatten, drehten sich beispielsweise um die Sicherheit. Einige zweifelten die Kriminalitätsstatistik an, wonach es um die Heime herum nicht mehr Vorfälle gibt als anderswo. Zudem wollte man wissen, warum nicht die Kasernen in Elstal für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden könnten. Koch verwies auf deren schlechten Zustand: „Da wachsen schon die Birken aus den Dächern.“ Zudem befürchtet eine Unternehmerin, dass sie für ihre Firma mit Schwerlastverkehr nachträglich Auflagen erhalten könnte, wenn unweit davon ein Asylheim entsteht.

Gorholt geht davon aus, dass im März/April 2016 das Heim bezugsfertig sein könnte, „aber nur, wenn jetzt schnell entschieden wird“.

Von Andreas Kaatz

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