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Erweiterung der Grundschule fraglich

Wustermarker Gemeindevertreter entscheiden Erweiterung der Grundschule fraglich

Nachdem das Bildungsministerium die Genehmigung für eine verlässliche Halbtagsgrundschule Wustermark für das Schuljahr 2015/16 nicht erteilt hat, steht der geplante Erweiterungsbau wieder zur Diskussion. Jedenfalls aus Sicht der Zählgemeinschaft. Am Dienstag müssen sich die Gemeindevertreter positionieren.

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Der Pausenhof der Wustermarker Grundschule.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Wustermark. Ob die Wustermarker Grundschule „Otto Lilienthal“ zeitnah ein ergänzendes Schulgebäude bekommt oder nicht, das entscheidet sich Dienstagabend. Die Gemeindevertreter stimmen dann über eine Sache ab, die eigentlich längst geklärt war. Schon Ende April war der Beschluss zur Schulerweiterung gefasst worden. Das heißt, ein neues Schulhaus und ein Hortgebäude sollten im Zuge des ab August geplanten Wandels in eine verlässliche Halbtagsschule entstehen. Nur machte das Bildungsministerium der Gemeinde Wustermark einen dicken Strich durch die Rechnung. Die Halbtagsschule kommt erstmal nicht (MAZ berichtete). Minister Günter Baaske hatte alle acht Anträge von Kommunen in Brandenburg zur Änderung der Schulform abgelehnt. Das Ministerium wolle zunächst die bisherige Arbeit der Schulen mit Ganztagsangeboten komplett erfassen. Auf Grundlage der Ergebnisse werde dann eine Konzeption zur weiteren Arbeit der Ganztagsschulen erstellt, so die Begründung.

Der Schock sitzt immer noch tief in Wustermark. Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) spricht von „einem Tiefschlag für die Gemeinde und für sich persönlich“, zumal das Votum des Bildungsministeriums nicht nachvollziehbar sei. Trotzdem aber, so Schreiber im jüngsten Bildungsausschuss, „brauchen wir die Schulerweiterung, denn wir müssen unsere Grundschule mit zusätzlichen Angeboten attraktiver machen und die Voraussetzungen schaffen, um für das Schuljahr 2016/17 den Antrag auf verlässliche Halbtagsschule erneut stellen zu können.“ Es gab bereits erste Gespräche mit dem Humanistischen Freidenkerbund Havelland. Man wolle solche Dinge wie „Hausaufgaben und mehr“ sowie das gesunde Frühstück „Gesund in den Tag“ ab August anbieten, so der Bürgermeister.

Während die Mitglieder des Wustermarker Bildungsausschusses das Investitionsvorhaben Schulhaus und Hort einstimmig unterstützten, sagte der Bauausschuss mehrheitlich nein. „Wir sehen die Notwendigkeit einer Schulerweiterung im Moment nicht, weil nicht klar ist, wie das Ministerium künftig mit den Anträgen zur Halbtagsschule umgehen wird, welche Anforderungen gestellt werden“, argumentierte Oliver Kreuels für die Zählgemeinschaft aus CDU, SPD und Grünen. Bei den vielen Investitionen, die Wustermark in nächster Zeit leisten müsste, „sollten wir erstmal abwarten, was in Potsdam entscheiden wird.“

Schülerzahlen steigen

Vor allem durch Zuzug von Eltern mit Kindern ist in Wustermark eine positive Tendenz hinsichtlich der Entwicklung der Schülerzahlen bereits zum Schuljahr 2015/2016 zu verzeichnen.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Schülerzahl von 353 Kindern auf 362 gestiegen.

Laut Gemeindeverwaltung lassen zudem die derzeit in der Gemeinde Wustermark gemeldeten Kinder im Alter von 0 bis 5 Jahren auf Sicht eine höhere Anzahl von Grundschülern erwarten.

Mit der Erschließung weiterer Wohnbaugebiete (zum Beispiel Kiefernsiedlung West, Heidesiedlung und Olympisches Dorf Elstal) sei eine kontinuierliche Dreizügigkeit mit einer höheren Schüleranzahl je Klasse der Grundschule realistisch.

Klar sei lediglich, so Kreuels (CDU) weiter, dass ein Hortgebäude ab Juni 2018 gebraucht werde, wenn der Mietvertrag der Gemeinde mit dem Eigentümer des jetzigen Hortes endet. Er befürwortete zwar die von der Gemeindeverwaltung vorgeschlagene Modulbauweise für den neuen Hort, beklagte allerdings die nach ersten Schätzungen zu gering ausfallenden Einsparungen gegenüber einer Massivbauweise. „Im Normalfall ist es 20 bis 30 Prozent günstiger mit Modulen zu bauen.“ Warum die Gemeindeverwaltung lediglich fünf Prozent veranschlagt habe, könne er sich nicht erklären.

Die Zählgemeinschaft werde auch zum Bau einer von der Verwaltung ins Auge gefassten Einfeldsporthalle für die Grundschule aus Kostengründen nein sagen, kündigte der Christdemokrat an.

Von Jens Wegener

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