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Wustermark baut zuerst den Hort

Schulerweiterung Wustermark baut zuerst den Hort

Ein neues Schulhaus, einen Hort und möglicherweise eine Turnhalle auf dem Areal der Grundschule Wustermark auf einen Schlag zu bauen, davon haben sich die Gemeindevertreter verabschiedet. Es soll zwar ein Gesamtplan erarbeitet werden, aber zuerst soll jetzt der Hort entstehen.

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Auf dem Areal der Grundschule Wustermark soll zuerst ein Hort gebaut werden.
 

Quelle: Tanja M. Marotzke

Wustermark.  Die bauliche Erweiterung der Grundschule Wustermark gerät ins Stocken. Nachdem das Bildungsministerium die Umwandlung der Otto-Lilienthal-Grundschule in eine verlässliche Halbtagsgrundschule (VHG) mit Ganztagsangebot vorerst abgelehnt hat, hoben die Gemeindevertreter nun ihren Beschluss zur Schulerweiterung von Ende April jetzt wieder auf und fassten einen neuen, der eine wesentliche Änderung beinhaltet. Festgelegt wurde nun eine Reihenfolge der neu zu bauenden Gebäude. Vorrang hat dabei ein Hort für etwa 160 Kinder. Der muss bis Juni 2018 fertig sein, weil dann der Mietvertrag der Gemeinde für das bisher als Hort genutzte Haus in der Hamburger Straße endet. Einig sind sich die Kommunalpolitiker aller Fraktionen auch darin, dass dieser Hort, und später auch ein neues Schulhaus, in Modulbauweise erfolgen soll, weil man damit gegenüber der Massivbauweise Kosten sparen kann und schneller fertig wird.

Etwa sieben Millionen Euro, so die Schätzung eines Architekten, wird Wustermark in die Schulerweiterung der Grundschule investieren müssen. Bei einem derzeitigen Schuldenstand von etwa elf Millionen Euro könne sich das die Gemeinde eigentlich gar nicht leisten, so Oliver Kreuels (CDU). Schon gar nicht, weil im Moment nicht klar ist, „welche Anforderungen das Ministerium künftig an eine verlässliche Halbtagsschule stellen wird“. Deshalb soll vor der Entscheidung zum Bau eines neuen Schulhauses noch einmal das Raumkonzept der Grundschule auf den Prüfstand. Lehrer, Gemeindevertreter und Verwaltung werden dazu eine Arbeitsgruppe bilden. Klar ist, dass auch ohne den Wandel zu einer verlässlichen Halbtagsschule die Angebote in der Grundschule verbessert werden sollen. „Wir müssen ein Zeichen setzen und zeigen, dass uns die Entwicklung der Schule wichtig ist“, hatte Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) noch einmal betont. Allerdings räumte auch er ein, dass ein Kredit über sieben Millionen Euro derzeit nicht gewollt ist.

Also gehen die Wustermarker nun schrittweise vor. Erst Hort, dann Schulgebäude, dann eventuell eine Turnhalle. Wobei die Rangfolge zwischen Schulgebäude und Halle noch veränderbar sei, sollte das Ministerium für eine verlässliche Halbtagsschule eine Turnhalle fordern, so die Gemeindevertreter.

Um den engen Zeitplan zumindest für den Hortbau einzuhalten, beauftragt die Gemeinde einen Generalplaner, damit es nur einen Ansprechpartner für alle Belange dieses Komplexes inklusive der Außenanlagen und Medienanschlüsse gibt. Es soll ein Plan für den Gesamtkomplex mit allen geplanten Gebäuden in Absprache mit dem Unteren Denkmalbehörde (das Schulgebäude steht unter Denkmalschutz) erstellt werden. „Wann Sie dann welche Schritte umsetzen, liegt ganz bei Ihnen“, versicherte Rechtsanwalt Martin Düwel, der das Verfahren für die Gemeinde begleitet, den Gemeindevertretern.

Von Jens Wegener

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