Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Wustermark ist Vorreiter beim Ökostrom
Lokales Havelland Wustermark ist Vorreiter beim Ökostrom
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:34 10.01.2015
Die Grundschule Wustermark soll eine moderne Heizungsanlage erhalten, die auch das Rathaus versorgen kann. Quelle: Jens Wegener
Wustermark

Seit 1. Januar bezieht die Gemeinde Wustermark Ökostrom. „Damit haben wir eine Vorbildfunktion für andere Kommunen im Havelland," sagt Tobias Bank, Vorsitzender der Linksfraktion in Wustermark. Wohl wissend, dass die Gemeinde zwar eine Stromallianz mit sieben Kommunen im Havelland geschlossen hat, die anderen sich aber alle für konventionell erzeugten Strom entschieden haben. Bank hofft, dass die beteiligten Gemeinden noch umdenken, denn wie sich bei der Stromauktion herausstellte, ist der Ökostrom nur geringfügig teurer. „In Wustermark macht das bei den Jahreskosten für Strom im kommunalen Bereich von etwa 250.000 Euro gerade mal 400 Euro aus“, bestätigt Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos).

Aus Sicht der Wustermarker ist es für die Verbesserung der Kohlendioxid-Bilanz der Kommune unerlässlich, auf Ökostrom zu setzen. Deshalb ist der auch Bestandteil des Klimaschutzkonzeptes, das die Gemeindevertreter kurz vor Jahresende beschlossen haben.

Heftige Diskussionen

Vorausgegangen waren teils heftige Diskussionen und eine Entscheidung mit nur einer Stimme Mehrheit. „Umso mehr freue ich mich“, so Tobias Bank, „dass unsere beiden Anträge zum Klimaschutz und zum Ökostrom durchgegangen sind. Die Einsparungen beim kommunalen Energieverbrauch werden künftig allen Bürgern zugute kommen und zusätzlich leistet Wustermark seinen Beitrag zum Umweltschutz.“

Bank lobt die zweijährige Arbeit der Lenkungsgruppe Klima, in der Fachleute aus der Gemeindeverwaltung und die Experten der beauftragten Deutschen Stadt- und Grundstücksgesellschaft (DSK) sowie der Firma Seecon mitgewirkt und das mehr als 150 Seiten starke Klimakonzept erarbeitet haben.

65 Prozent aus Fördermitteln

45.000 Euro hat das Papier gekostet, 65 Prozent wurden mit Fördermitteln bezahlt. Jetzt besitze Wustermark einen Handlungskatalog für die nächsten zehn bis 15 Jahre, sagt Jens Kroischke von der Gemeindeverwaltung.

Weitere Möglichkeiten der Energieeinsparungen

Bei der Straßenbeleuchtung geht es um die Umrüstung auf energiesparende Leuchtmittel wie LED.
Bei kommunalen Gebäuden sollen zunächst einige mit sehr hohen Verbrauch herausgesucht werden, um sie energetisch zu sanieren.
Bei privaten Gebäuden will man sich zunächst auf große Wohnblöcke konzentrieren, weil dort das größte Sparpotenzial besteht.
Die Gemeinde beabsichtigt, neue Dienstfahrzeuge möglichst mit Elektromotoren anzuschaffen.

Als eines der ersten baulichen Projekte soll bis 2018 ein Nahwärmenetz zwischen der Grundschule Wustermark, der Bürgerbegegnungsstätte Am Mühlenweg und dem Rathaus geschaffen werden. Wenn die Schule eine neue Heizungsanlage bekommt, wird auch ein Blockheizkraftwerk entstehen, über das diese kommunalen Gebäude mit Wärme versorgt werden, so Kroischke.
Auch die privaten Haushalte in Wustermark würden profitieren können. Zunächst ermöglicht die Gemeinde in diesem Jahr punktuelle Beratungstage im Rathaus. „Dabei soll es noch nicht um konkrete Maßnahmen an bestimmten Häusern gehen, sondern um Informationen, wo man für welche Dinge Fördermittel bekommen kann“, so Kroischke.

Wohnprojekt im Olympischen Dorf

Ein Vorzeigeobjekt in Sachen umweltschonende Heizungen könnte das Wohnprojekt im Olympische Dorf in Elstal werden. Wenn der potenzielle Investor Terraplan dort wirklich Häuser errichtet und das Speisehaus der Nationen saniert – die Entscheidung wird Ende 2015/Anfang 2016 fallen – kann auch dort ein Nahwärmenetz entstehen. Der Vorteil sei, so Kroischke, dass im Olympischen Dorf sowieso alle Medien neu verlegt werden müssen, weil nichts da sei. „Wir sind mit Terraplan im Gespräch. Die Firma hat schon signalisiert, dass sie das Heizungsprojekt umsetzen würde.“

Von Jens Wegener

Havelland Allein 2015 sollen 5,5 Millionen Euro investiert werden - Nauener Klinik wird modernisiert

Knapp 9 Millionen Euro hat die Havelland Kliniken Unternehmensgruppe in das Ende 2014 fertiggestellte Seniorenpflegezentrum an der Ketziner Straße investiert. Und sie will auch weiterhin Geld ausgeben am Standort Nauen. Das kündigte Geschäftsführer Jörg Grigoleit am Mittwoch an. Im Blickfeld steht jetzt das Krankenhaus selbst.

10.01.2015
Havelland Buga-Gelände putzt sich raus - Letzter Schliff für Weinberg und Optikpark

Der Weinberg und der Optikpark – die beiden Areale, auf denen sich ab dem 18. April in Rathenow die Bundesgartenschau abspielen wird – erhalten derzeit den letzten Schliff. Bänke und Papierkörbe werden aufgestellt, auf kahlen Restflächen wird Rollrasen verlegt und auf dem Weinberg nehmen die letzten Beete Gestalt an.

08.01.2015
Havelland 150.000 Ausleihen im letzten Jahr - vor allem Krimis sind der Renner - Falkenseer Bibliothek immer beliebter

Fast zehn Prozent mehr Ausleihen – hinter der Falkenseer Bibliothek liegt ein gutes Jahr. 150.000 Mal gingen Bücher, DVDs, Zeitschriften, Comics, CDs, Blu-rays, DS-, Wii- und Playstation-Spiele und Gesellschaftsspiele über die Ausleihtheke. Das spricht für ein attraktives Angebot, das den 9588 angemeldeten Nutzern zur Verfügung steht.

10.01.2015