Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wustermark Awo Potsdam soll neue Kita in Elstal bauen
Lokales Havelland Wustermark Awo Potsdam soll neue Kita in Elstal bauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:17 09.08.2018
Die Priorter Kita soll größer werden. Quelle: Jens Wegener
Wustermark

Aus Wustermarker Sicht steht jetzt fest: Die neue Kindertagesstätte mit etwa 100 Plätzen, die in Elstal-Ost entstehen soll, wird vom Verein Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Potsdam gebaut. Betreiber der Einrichtung wird das Sozialpädagogische Institut Berlin „Walter May“, Niederlassung Brandenburg Nord-West (SPI). Eine entsprechende Empfehlung hat die Gemeindeverwaltung an den Landkreis Havelland geschickt, der als Träger der Jugendhilfe seine Stellungnahme dazu abgeben muss.

Fünf Angebote waren eingegangen

Die weiteren Abstimmungen zwischen Landkreis, Gemeinde und Betreiber sowie Investor sollen zeitnah erfolgen, „um die Voraussetzungen für einen geordneten Bau und Betrieb sowie für den Fördermittelabruf zu schaffen“, sagt Nicole Mühlhausen von der Gemeindeverwaltung.

Dass in Elstal eine neue Kita gebaut werden muss, ist unstrittig. Auch sind sich die Gemeindevertreter längst einig geworden, einem freien Träger diese Aufgabe zu übertragen.

Kindereinrichtungen in der Gemeinde

In den fünf Wustermarker Kindereinrichtungen werden etwa 600 Kinder betreut, dazu noch etwa 30 bei Tagesmüttern.

Die kommunalen Einrichtungen sind die Kita „Zwergenburg“ in Priort, die Kitas „Sonnenschein“ und „Kiefernwichtel“ in Elstal sowie die Kita „Spatzennest“ in Wustermark. Außerdem gibt es die Evangelisch-freikirchliche Kita „Kinderland“ in Elstal.

Neben dem Neubau einer Kita in freier Trägerschaft in Elstal sollen die bestehenden Einrichtungen saniert und teils erweitert werden.

Der Kosten- und Zeitfaktor war dafür entscheidend, denn die Verwaltung sei mit dem Erweiterungsbau der Grundschule, der Entwicklung des Schulzentrums Elstal und Projekten wie dem Olympischen Dorf oder Karls Erdbeerland an der Kapazitätsgrenze, hat Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) mehrfach betont.

Vor dem Votum im Gemeindeparlament hatte es ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren für den Bau und den Betrieb einer Kita gegeben. Fünf Angebote waren eingereicht worden. Davon bezogen sich drei auf den Bau und den Betrieb der Kita sowie jeweils einer auf den Bau oder den Betrieb.

Eltern sollen bei der Gestaltung der neuen Kita einbezogen werden

In einem Workshop, zu dem zwei Gemeindevertreter jeder Fraktion und auch fraktionslose Mitglieder und Verwaltungsmitarbeiter eingeladen waren, konnten sich alle fünf Bewerber vorstellen. „Am Ende entschieden sich die Workshopteilnehmer einstimmig für das Konsortium Awo Potsdam und SPI“, so Mühlhausen.

Ausschlaggebende Faktoren für diese Empfehlung seien der Erfahrungsschatz im Bau und Betrieb von Kitas in Brandenburg, die beabsichtigte Einbeziehung von Eltern und Kindern in die inhaltliche und bauliche Gestaltung der Einrichtung, die gute Ergänzung zu bestehenden Angeboten in der Gemeinde, die Gemeinnützigkeit des Investors, bei dem der Fokus nicht auf Rendite liege und dass der Betreiber eine eigene Fachschule für Erzieher unterhalte und es dadurch Vorteile bei der Fachkräftegewinnung geben könne, so Mühlhausen.

Von Jens Wegener

Die Bahnlinie RB 21 von Wustermark nach Potsdam ist derzeit gesperrt, weil bei Priort links und rechts neben den Gleisen ein Feuer ausgebrochen ist.

08.08.2018

In mehreren Abschnitten in der Neuen Siedlung in Wustermark müssen sich Fußgänger über Rasenflächen quälen oder die Straßenseite wechseln, um sicher voran zu kommen. Anwohner fordern den Bau weiterer Gehwege.

07.08.2018

Die Kommunalaufsicht des Landkreises bemängelt den Namen des im Frühjahr gegründeten losen Gremiums in Wustermark, weil es nicht demokratisch gewählt wurde. Ein neuer Name steht noch nicht fest.

05.08.2018