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Wustermark Auf dem Weg zur Barrierefreiheit
Lokales Havelland Wustermark Auf dem Weg zur Barrierefreiheit
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14:33 11.01.2019
Ins Wustermarker Rathaus zu kommen, ist für Rollstuhlfahrer kein Problem. Dort gibt es breite Türen und einen Fahrstuhl. Quelle: Tanja M. Marotzke
Wustermark

Wer als Rollstuhlfahrer in die Bürgerbegegnungsstätte im Mühlenweg in Wustermark möchte, hat es schwer. Seitlich über die Terrasse klappt das vielleicht, ansonsten ist schon eine Stufe ein großes Hindernis, das ohne fremde Hilfe nicht zu meistern ist. „Bei vielen öffentlichen Gebäuden in der Gemeinde ist das ähnlich, also die Barrierefreiheit leider noch nicht gegeben“, beklagt Linken-Fraktionschef Tobias Bank. Damit sei ein uneingeschränkter Zugang nicht gewährleistet. Dies stehe im Widerspruch zum Gleichbehandlungsgesetz und zur seit 2009 geltenden UN-Behindertenrechtskonvention, so Bank weiter.

Antrag der Linken fand große Mehrheit

Das soll sich so schnell wie möglich ändern. Deshalb haben die Linken einen entsprechenden Antrag ins Wustermarker Gemeindeparlament eingebracht, der auch eine breite Mehrheit fand. Als erster Schritt ist die Gemeindeverwaltung beauftragt worden, eine Liste mit den Gebäuden zu erstellen, die „nach DIN-Norm 18040-1 nicht barrierefrei sind und welche diesbezüglichen Mängel sie aufweisen“, heißt es in dem Antrag.

Gebäude-Liste wird erstellt

In der Folge soll eine Aufstellung der Umbaukosten- und möglichen Umbauvarianten erfolgen. Spätestens im vierten Quartal will der zuständige Ausschuss für Bauen und Wirtschaft der Gemeindevertretung darüber beraten, um dann ein „Programm zur Schaffung weitestgehender Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden der Gemeinde“ erarbeiten, so Tobias Bank. In Wustermark tätige Vereine der Selbsthilfe von Menschen mit Behinderungen wie der Blinden- und Sehbehindertenverband sollen dabei einbezogen werden.

Von Jens Wegener

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