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Wustermark Erste Ideen für „neuen“ Brunnenplatz
Lokales Havelland Wustermark Erste Ideen für „neuen“ Brunnenplatz
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19:51 26.10.2018
Ähnlich wie in der österreichischen Gemeinde Mils könnte vielleicht auch das Wustermarker Ortszentrum aussehen. Quelle: privat
Wustermark

Neu ist die Idee, am Wustermarker Brunnenplatz eine modern gestaltete Ortsmitte zu schaffen, nicht. Trotzdem haben die Wustermarker Sozialdemokraten jetzt den bereits im Vorjahr aufgekommenen Gedanken mehrerer Parteien aufgenommen und die Sache wieder angestoßen. Und zwar nicht nur mit Worten, sondern sie haben, in Person von Andreas Wilczek, bereits erste Vorstellungen entwickelt, wie so ein Zentrum in Wustermark aussehen könnte. Die SPD nennt das „Projekt Wustano“.

Vorbild ist ein Gemeinde in Österreich

Unter dem Titel verberge sich der Wunsch, „dass der Brunnenplatz zu einem Zentrum in der Gemeinde wird, das zum Verweilen einlädt“, sagt SPD-Vorsitzende Christina Hanschke. Und ihr Parteikollege und Fraktionsvorsitzender Manfred Rettke findet: „Wir brauchen mehr Plätze in der Gemeinde, wo Jung und Alt zusammenkommen.“

Also haben sie Vorstandsmitglied Andreas Wilczek gebeten, sich über die Gestaltung des Areals hinter dem Rewe-Markt Gedanken zu machen. „Ich habe recherchiert und Kontakte nach Österreich aufgebaut, wo in der Gemeinde Mils bei Innsbruck nach meiner Meinung eine Variante der Ortsmitte geschaffen wurde, die auch hier bei uns denkbar wäre.“

Mit schließbarem Membrandach

Demnach könnten im Zuge einer Neugestaltung überdachte Flächen entstehen, so dass eine Nutzung auch bei schlechtem Wetter möglich ist. „Mit einem Membrandach, das bei Bedarf schließbar ist, entsteht ein geschützter Bereich zum Beispiel für Märkte oder kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte“, so Wilczek.

Eine Konstruktion aus Holz und Glas wäre denkbar. Quelle: privat

Aus Sicht der SPD wäre auf dem Platz rings um den Brunnen ein Café sinnvoll und es könnte dort ein Wochenmarkt abgehalten werden. Beides würde passen, da in unmittelbarer Umgebung der Landkreis Havelland ein Wohn- und Pflegezentrum bauen lässt.

Kritische Stimmen zur Tiefgarage

Genau dieser neue Gebäudekomplex, der noch nicht steht, ist für viele Wustermarker Gemeindevertreter, neben der Kostenfrage, ein Grund, warum man sich mit dem Brunnenplatz derzeit nicht beschäftigen will. „Lassen Sie uns doch erstmal abwarten, wie das Seniorenzentrum im Ensemble mit den vorhandenen Gebäuden und dem Platz aussieht und welche Bedürfnisse es möglicherweise seitens der künftigen Bewohner dort gibt“, sagte Thomas Türk von den Grünen.

Wustermarks Ortsvorsteher Roland Mende (parteilos) befürwortet die Umgestaltung des Platzes, ist aber gegen große Baumaßnahmen, denn: „Das können wir uns nicht leisten.“ Die Kritik vieler Gemeindevertreter an den Ideen der SPD richtet sich vor allem gegen eine mögliche Tiefgarage. Die würde zwar zur Entlastung des Parkplatzes am Rathaus beitragen, verschlinge aber enorm viel Geld.

Andere Großprojekte in Wustermark

Die Gemeinde Wustermark hat derzeit mehrere Großprojekte vor der Brust, die eine höhere Priorität haben, sagte Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos). Dazu zählen der Erweiterungsbau der Grundschule Wustermark, die Dreifeldsporthalle im künftigen Schulzentrum Elstal, neue Feuerwehrfahrzeuge, bauliche Veränderungen von Gerätehäusern, den Kitas „Spatzennest“ und „Sonnenschein“ sowie die Sanierung des Herrenhauses in Buchow-Karpzow.

Schließlich verständigten sich die Gemeindevertreter darauf, im nächsten Sommer die Diskussion um den Wustermarker Brunnenplatz wieder aufzunehmen. Dann soll in einem nächsten Schritt dazu ein Bürgerdialog beginnen.

Von Jens Wegener

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