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Wustermark Die erste Stele steht
Lokales Havelland Wustermark Die erste Stele steht
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09:29 28.09.2018
Der erste Stele in Elstal umrahmt von Werner Moschall, Holger Schreiber, Ingrid Schönefeld und Tobias Bank. Quelle: Jens Wegener
Elstal

Der Zeitpunkt passt zu hundert Prozent: Kurz vor den Feierlichkeiten am Samstag und Sonntag zum 100. Geburtstag von Elstal steht die erste Stele, die über die Geschichte der Siedlung Auskunft gibt. Donnerstagabend hat der Verein Historia Elstal die graue Säule aus Stahl sozusagen freigegeben. Mitarbeiter des Wustermarker Bauhofes hatten sie zuvor am Karl-Liebknecht-Platz aufgestellt.

„Wir freuen uns sehr, dass es noch vor dem Fest geklappt hat und darüber, dass damit der Anstoß für möglichst viele weitere Stelen im Ortsteil Elstal gegeben ist“, sagte der Vereinsvorsitzende Werner Moschall.

Gemeinde Wustermark hat unterstützt

Die Idee, Informationen zur Historie Elstals über Stelen an jedermann weiterzugeben, hatte Vereinsmitglied Tobias Bank. „Irgendwann hatten wir mal jungen Leute im Ort gefragt, ob sie wüssten, warum der Karl-Liebknecht-Platz so heißt. Jetzt können sie alles auf der Stele nachlesen“, so Bank.

Nachdem im Vereinsvorstand von Historia alle von den Stelen begeistert waren, trug man die Sache Bürgermeister Holger Schreiber vor. Auch der steht der Sache positiv gegenüber: „Das ist eine gute Grundlage, um bestimmte Punkte bei Führungen durch Elstal anzusteuern.“ Die Gemeinde und der Verein kratzten knapp 2500 Euro zusammen und ließen das erste Exemplar anfertigen.

Vier Geschichten und Fotos abgebildet

Inhaltlich sind auf der ersten Stele vier Punkte beschrieben und bebildert: Die Geschichte der Eisenbahnersiedlung, der Kirche, des Karl-Liebknecht-Platzes und über Karl-Liebknecht selbst. „Kaum einer weiß, dass unser Gebiet Anfang des 20. Jahrhunderts zum Wahlkreis Liebknechts, der Potsdam, Spandau und das Osthavelland umfasste, gehörte, als er für den Reichstag kandidierte. Damals gab es zwar Elstal noch nicht, aber Liebknecht ist in Buchow-Karpzow aufgetreten und soll in Dyrotz mal eine Autopanne gehabt haben“, sagte Tobias Bank.

Weitere Tafeln geplant

Je nach Finanzlage des Vereins Historia und der Gemeinde sollen nach und nach weitere Stelen aufgestellt werden. Holger Schreiber: „Wir haben schon mit Robert Dahl vom Erlebnis-Dorf und der Firma Terraplan – Investor im Olympischen Dorf – diesbezüglich gesprochen.“

Von Jens Wegener

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