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Lokales Havelland Wustermark Er ist der ehrenamtliche „Nachrichtenmann“ von Priort
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17:52 14.03.2019
René Schreiter an seinem ehrenamtlichen Arbeitsplatz. Quelle: Jens Wegener
Priort

 Als es René Schreiter 2003 mit seiner Familie von Potsdam nach Priort zog, dachte er nicht im Traum daran, mal die Zügel der örtlichen Zeitschrift „Priorter Nachrichten“ in den Händen zu halten. Der Historiker, der bei der Stiftung „Großes Waisenhaus“ in Potsdam arbeitet, wollte in dem Wustermarker Ortsteil in seiner Freizeit die Ruhe genießen, sich dem Garten und seinem großen Hobby, dem Sammeln von Zinnfiguren widmen. Aber dafür bleibt ihm wenig Zeit.

Priorter Nachrichten erscheinen vier Mal im Jahr

Seit 2007 ist René Schreiter in Priort nahezu jedem bekannt. Er gehört neben Maja Knopf, Sven Mylo, Grit Mantey und seiner Frau Jana Schreiter zum ehrenamtlichen Redaktionsteam der „Priorter Nachrichten“ und kümmert sich um Inhalt und Layout der viermal im Jahr erscheinenden 16-seitigen Ortszeitung. „Das kam alles per Zufall zustande. Ich wollte mich irgendwie einbringen ins Dorfleben und habe bei der Zeitung angefragt. Der damalige Layouter hatte sich beruflich verändert und ich war der einzige Bewerber“, erinnert sich Schreiter.

Er hatte in seiner Studentenzeit mal etwas Zeitungserfahrungen gesammelt. Inzwischen fällt ihm das Layouten nicht mehr schwer. Außerdem fand sich der „Zugezogene“ schnell zurecht in Priort. Er wurde Mitglied des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr und trat dem Heimatverein „Memoria“ bei.

Mitter der 1990er-Jahre aus der Versenkung geholt

„Die seit 1931 erscheinenden Priorter Nachrichten, damals noch reine Werbezeitschrift, hatte die örtliche SPD Mitte der 90er-Jahre aus der Versenkung geholt. Seit 2001 ist die Zeitung an den Heimatverein ’Memoria’ angedockt“, weiß René Schreiter. Finanziert wurde die Zeitung bis 2018 zur Hälfte von der Gemeinde Wustermark und von Memoria. Für 2019 habe die Gemeinde die Kosten von etwa 1200 Euro für die Auflage von 500 bis 600 Exemplaren übernommen. Gedruckt wird sie in einer Internet-Druckerei.

Oft geschehe das auf den letzten Drücker, weil viele Schreiber sich nicht so genau an die Abgabetermine halten würden. „Übrigens kann jeder interessierte Priorter sich gern melden, wenn er eine Geschichte schreiben will“, sagt Schreiter. Ob Geschichtliches, Ankündigungen für Veranstaltungen oder Meinungen zur kommunalen Politik – all das findet in der Zeitung einen Platz. Dazu kommen kurze Porträts und Anzeigen von örtlichen Firmen. Zu den Aufgaben des Chefs gehört es nicht nur, für den Zeitungsinhalt zu sorgen, sondern auch für die Verteilung. „Wir haben jetzt etwa zehn Freiwillige, die die gedruckten Exemplare in die Briefkästen stecken, die mit einem entsprechenden Aufkleber versehen sind.“

Wenig Resonanz von den Priortern

Drei bis vier Tage im Quartal wendet René Schreiter auf, um die Zeitung fertig zu machen. „Die vielen Redaktionssitzungen sind nicht mitgerechnet“, sagt er und fügt hinzu: „Mir macht die Sache großen Spaß, sonst würde ich es nicht tun. Man bekommt mit, was im Dorf passiert. Schade ist nur, dass wir relativ wenig Resonanz von den Priortern erhalten.“

Künftig will sich René Schreiter noch intensiver mit der Kommunalpolitik beschäftigen. Er kandidiert als Parteiloser auf der Liste der Linken für den Ortsbeirat und die Gemeindevertretung.

Von Jens Wegener

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