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Wustermark Erika Jeske kümmert sich ehrenamtlich um drei Senioren-Gruppen
Lokales Havelland Wustermark Erika Jeske kümmert sich ehrenamtlich um drei Senioren-Gruppen
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19:09 06.02.2019
Stricken, tanzen und kochen – überall mischt Erika Jeske in Wustermark mit. Quelle: Tanja M. Marotzke
Wustermark

Wenn auf jemanden das Sprichwort von den Rentnern, die niemals Zeit haben, zutrifft, dann auf Erika Jeske. Die Wustermarkerin ist kaum zuhause, weil sie sich in der Gemeinde mittlerweile um drei Gruppen älterer Menschen kümmert. Ehrenamtlich.

Stricken, tanzen, kochen und Karten spielen, wobei sie Letzteres privat macht, gehören bei Erika Jeske zum wöchentlichen Standard-Programm. Überall hat sie entweder den Hut auf oder unterstützt die Verantwortlichen. „Lange ruhig sitzen und vielleicht noch allein, das kann ich nicht. Außerdem wäre es doch langweilig“, sagt die 76-Jährige.

Die Strickgruppe war der Anfang

Dabei ist Erika Jeske mehr oder weniger per Zufall in diese Aufgaben hinein gerutscht. Sie erinnert sich: „Vor 13 Jahren, im Alter von 63, habe ich die Arbeit als Reinigungskraft bei der Sparkasse und im Wustermarker Rathaus beendet und bin in den Ruhestand gegangen.“ Neben der Pflege ihres Mannes wollte sie sich aber noch beschäftigen. So landete sie bei der Strickgruppe im Pfarrhaus in Wustermark. Und als die dortige Leiterin aufgehört hat, hieß es: „Die Erika, die macht das schon.“

Es dauerte nicht lange, als sie sich einer zweiten Gruppe, die sich regelmäßig in der Bürgerbegegnungsstätte Wustermark tritt, anschloss. Erzählen, Kaffee trinken und Lieder singen – das liegt ihr. Auch dort verabschiedete sich die Leiterin, weil sie aus Wustermark wegzog. Wieder wurde Erika die Führungsrolle übertragen.

Auch beim Seniorentanz ist sie dabei

Nach dem Tod ihres Mannes blieb etwas mehr Zeit für ihr nächstes Hobby – das Tanzen. „Ich bin in die Aula der Grundschule gegangen, habe dort einfach mitgemacht“, sagt Erika Jeske. Sie traf auf Wustermarks Ortsvorsteher Roland Mende, mit dem sie inzwischen ein gutes Team bildet und diesen Seniorentanz regelmäßig organisiert. „Bei mir melden sich die Leute telefonisch an, und ich gebe die Liste dann weiter“, erklärt sie. In der kommenden Woche am Valentinstag ist wieder so ein Tanznachmittag, diesmal ein Faschingstanz. Ähnlich läuft es mit dem monatlichen Frühstück für Senioren in der Begegnungsstätte. „Ohne Dorothea Döring und Erika Jeskes Hilfe könnten wir das nicht machen. Die ist überall, auch beim Frühjahrs- und Herbstputz auf dem Friedhof oder wenn es um das Organisieren von Dampferfahrten oder Ausflüge zum Polenmarkt geht“, sagt Roland Mende.

Schon als junge Frau hat sich Erika Jeske in der Gemeinde Wustermark ehrenamtlich engagiert. Nach der Geburt ihres Sohnes Klaus-Dieter im Jahr 1961 kümmerte sie sich Mitte der 60er-Jahre um ältere, allein stehende Frauen. „Einkaufen, Saubermachen, Erzählen“, mehr war es ja nicht“, sagt sie ganz bescheiden. Doch für die insgesamt drei Frauen war Erika Jeske die einzig verbliebene Bezugsperson. Auch ihre Mutter hat Erika Jeske in den 80er-Jahre zuhause bis zuletzt gepflegt.

Gemeinsames Kochen bei ihr zuhause

Derzeit fühlt sich die 76-Jährige noch sehr fit, kann die ehrenamtliche Arbeit koordinieren und verkraften. Es gibt sogar Freiraum zum Kochen. Aber natürlich nicht allein. „Einmal im Monat treffen sich bei mir etwa zwölf ältere Leute. Wir legen vorher ein Gericht fest, jeder bringt was mit und dann geht es gemeinsam los“, beschreibt sie. Ihr Lieblingsgericht sind Rinderrouladen, gefüllt mit Speck und Zwiebeln. „Aber es geht auch nichts über einen richtigen Kohlrübeneintopf“, sagt die Wustermarkerin.

Von Jens Wegener

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