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Wustermark Extrabus für spezielle Touren
Lokales Havelland Wustermark Extrabus für spezielle Touren
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12:19 15.05.2018
Georg Ladwig startet in Wustermark ein Mietwagenunternehmen. Quelle: Ralf Stork
Wustermark

Vor dem Haus von Georg Ladwig in Wustermark steht ein nigelnagelneuer Mercedes-Kleinbus. Der Name des Unternehmens prangt groß auf der Fahrertür: Extrabus.

Der etwas andere Mietwagen

Wenn alles gut läuft, wird Georg Ladwig in den kommenden Jahren darin sehr, sehr viel Zeit verbringen. „Der Bus ist ab jetzt mein Arbeitsplatz“, sagt Georg Ladwig. Der 45-Jährige hat sich in diesen Tagen mit einem Mietwagenunternehmen selbstständig gemacht – mit ihm als Fahrer. Bei der Umsetzung seines Plans hat ihm der Lotsendienst im Havelland geholfen, auf den er durch einen Aushang aufmerksam geworden war.

Vom Prinzip her ist Ladwigs Mietwagen also so etwas Ähnliches wie ein Taxi. Nur, dass man es nicht heranwinken, sondern nur telefonisch ordern kann, und dass statt Taxameter nach Wegstreckenzähler gefahren wird. Der Fahrpreis wird vorab pauschal vereinbart oder kilometergenau abgerechnet.

Viele Ideen für den Anfang

Georg Ladwig kann mit seinem Auto zum Beispiel Familien zum Flughafen kutschieren oder Patienten zum Arzt. „Ich kann mir auch einen Schülerfahrdienst vorstellen, bei dem ich regelmäßig Kinder aus den Dörfern zur Schule und wieder zurück fahre“, sagt der Wustermarker.

Zu seinem Bus – überhaupt zu seinem Mietwagenunternehmen – ist er auf eher verschlungenen Wegen gekommen: Ganz früher hat er mal Werkzeugmacher gelernt, dann Geschichte und Politik studiert und anschließend als Produktmanager Fachkonferenzen, zum Beispiel zu den Themen Radikale Technologien und Geschäftsmodelle, organisiert.

Sinnfrage gestellt

Zuletzt war er bei einem Berliner Start Up angestellt. Eine gut bezahlte Stelle mit einer offiziellen Berufsbezeichnung, die aus sechs aneinandergereihten englischen Wörtern bestand, unter denen sich nur die wenigsten konkret etwas vorstellen können: Director Competence Center IT & Engineering Products.

„Das war ein guter Job, aber irgendwann habe ich gemerkt, dass ich was anderes, Konkretes machen will“, sagt Georg Ladwig.

Die Sinnfrage. Am Ende hängt er also den Job an den Nagel, weil er lieber Rentner von Wustermark nach Nauen fährt, als die meiste Zeit hinterm Computer zu sitzen? Ja. Beziehungsweise ja, auch. „Die Fahrten hier im Havelland sind das Tagesgeschäft. Es gibt aber noch zwei weitere Sparten“, sagt Ladwig.

Leidenschaftlicher Motorradfahrer

Der frisch gebackene Gründer ist selbst leidenschaftlicher Motorradfahrer und hat in früheren Jahren schon Workshops für Motorrad fahrende Führungskräfte organisiert. Etwas Ähnliches plant er nun auch für sein eigenes neues Unternehmen: „In den Wintermonaten möchte ich einwöchige Motorradtrips auf Mallorca und Madeira anbieten“, sagt er. Er kümmert sich um die komplette Organisation der Reise, an der dann selbstverständlich auch Nicht-Führungskräfte teilnehmen können.

Auch die dritte Sparte seines Unternehmens hat mit Motorrädern zu tun: „Früher gab es mehrere Autozüge, mit denen Biker und ihre Räder bequem zum Ausgangspunkt ihrer Motorradtour gelangen konnten. Das gibt es kaum noch“, hat Georg Ladwig beobachtet.

Wer heute zum Motorradfahren nach Italien oder Portugal will, hat ein logistisches Problem. Entweder er fährt selbst mit dem Motorrad und ist schon ganz gerädert, bevor die eigentliche Tour überhaupt losgeht. Oder er muss sich für viel Geld vor Ort ein Motorrad ausleihen.

Georg Ladwig will eine Alternative dazu anbieten: „Ich kann bis zu sechs Motorradfahrer mit dem Kleinbus direkt zum Ziel fahren.“ Der Mercedes hat eine extra starke Anhängerkupplung für den Motorradanhänger, sodass Räder und Biker ganz entspannt und ohne Wehwehchen im Urlaubsgebiet ankommen könnten.

Wenn alles gut läuft, will Georg Ladwig sich irgendwann in der näheren Zukunft noch einen zweiten Bus anschaffen und einen Fahrer einstellen.

Schließlich müssen die Schüler ja zur Schule und die Patienten auch zum Arzt gebracht werden können, auch wenn gerade ein paar Biker und ihre Räder auf dem langen Weg nach Italien sind.

Weitere Informationen im Internet unter www.extrabus.de

Von Ralf Stork

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