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Wustermark Fernab der eigenen Familie Sicherheit erfahren
Lokales Havelland Wustermark Fernab der eigenen Familie Sicherheit erfahren
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00:24 02.12.2018
Der große Kletterturm ist marode und seit September abgesperrt. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Kindswohlgefährdung, Vernachlässigung, psychische oder körperliche Gewalt – es hat viele Gründe, warum Kinder und Jugendliche aus ihren Familien geholt und in den stationären Einrichtungen des Falkenseer ASB untergebracht werden.

Probleme, die die Familien nicht alleine lösen können

„Oftmals sind es jedoch alltägliche Probleme, die die Familien nicht mehr selber lösen können. Die Eltern arbeiten viel, sind selten Zuhause und die Kinder müssen früh lernen, alleine klarzukommen“, weiß Thomas Girnth, der die stationären Hilfen zur Erziehung seit eineinhalb Jahren leitet.

Jahrelang lief das Kind nebenbei und plötzlich funktioniert es nicht mehr, schwänzt die Schule, lässt sich nichts mehr sagen oder ist tagelang einfach verschwunden. „Die Kinder laufen so lange unter dem Radar und fühlen sich, wenn dann die ,fürsorgliche Belagerung’ der Eltern einsetzt, bedrängt. Die Jüngeren freuen sich über die Aufmerksamkeit, die Älteren sind eher genervt“, so Girnth.

Explosive Mischung

Wechselnde Familienverhältnisse, wie eine Scheidung oder ein neuer Partner im Leben eines Elternteils, Probleme in der Schule, wie Mobbing oder eine Lernschwäche, ergeben ebenfalls eine explosive Mischung. „Es können auch Krisen im Leben der Eltern sein. Alles bricht zusammen und dann überfordert die Erziehung schnell“, so Girnth.

Thomas Girnth leitet seit eineinhalb Jahren die stationären Hilfen. Quelle: Laura Sander

Neben Überforderung und Vernachlässigung gebe es natürlich auch akute Fälle, wie die Drogen- oder Alkoholsucht eines Elternteils oder körperliche Gewalt, die den Kindern und Jugendlichen widerfährt. Das seien jedoch die Ausnahmen, spricht Girnth aus Erfahrung.

Hilfe annehmen

Der erste Schritt sei es in jedem Fall Hilfe anzunehmen, auch wenn in vielen Fällen erst einmal das Jugendamt über die Unterbringung der Kinder bestimmt. „Egal, wie groß die Probleme sind, im Regelfall sind Kinder nicht glücklich darüber, ihr Elternhaus verlassen zu müssen. Unsere Erzieher versuchen, die Kinder aufzufangen und ihnen ein Gefühl von Sicherheit zu geben“, so Thomas Girnth.

Leser spenden Sterntaler

Liebe Leser, Sie können auch 2018 wieder dafür sorgen, dass die MAZ-Weihnachts-Aktion ein voller Erfolg wird.

Wenn Sie spenden wollen, nutzen Sie bitte das Konto bei der Mittel-brandenburgischen Sparkasse, IBAN: DE 14 1605 0000 1000 5224 20.

Bitte das Kennwort „Sterntaler“ nicht vergessen.

Alle Spenden fließen in voller Höhe komplett in die Anschaffung neuer Spielgeräte. Bislang kamen rund 430 Euro zusammen.

Falls Sie eine Spendenquittung benötigen, vermerken Sie das bitte beim Überweisen.

Wiederkehrende Tagesabläufe, regelmäßiges Essen und der tägliche Schulbesuch soll den Kindern und Jugendlichen, die aus unsicheren Lebenssituationen kommen, dabei helfen sich zu stabilisieren.

Erst dann könne mit der Aufarbeitung der Eltern-Kind-Beziehung begonnen werden. „Die Rückführung in die Familien ist unser Hauptziel, vor allem bei den Jüngeren. Jugendliche, die zu uns kommen, gehen eher in die Selbstständigkeit“, sagt Thomas Girnth. Sie leben zunächst einige Zeit im betreuten Einzelwohnen und lernen dort, sich im Alltag zurechtzufinden und was es bedeutet für die eigenen vier Wände verantwortlich zu sein.

Jedes Kind trägt sein eigenes Päckchen

Fest steht: Jedes Kind trägt sein eigenes Päckchen mit sich. Den Spaß am Spielen haben die meisten darüber trotzdem nicht verloren. Deswegen, liebe Leser, helfen Sie mit, ihnen eine große Freude zu machen. Für den in die Jahre gekommene Spielplatz auf dem ASB-Gelände in der Ruppiner Straße werden dringend neue Spielgeräte, wie ein Trampolin oder ein Kletterturm, gebraucht.

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Von Laura Sander

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