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Wustermark Fluchttreppen am Rathaus sind fertig
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19:00 11.10.2018
An beiden Giebeln des Wustermarker Rathauses gibt es jetzt Fluchttreppen. Quelle: Jens Wegener
Wustermark

Sie sind nicht schön, aber nützlich – die beiden riesigen Treppen an beiden Giebeln des Wustermarker Rathauses. Mitarbeiter der Verwaltung und Besucher können ab jetzt aus den beiden oberen Geschossen im Fall eines Feuers relativ problemlos über die stählernen Treppen ins Freie gelangen. Rund 350 000 Euro haben die Treppen und alle anderen Umbauarbeiten gekostet. 260 000 Euro kommen aus den über viele Jahre angesammelten Mieteinnahmen des von der Ketziner Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft verwalteten Gebäude. 90 000 Euro steuert die Gemeinde aus dem Haushalt bei. Der Baubeginn hatte sich von Frühjahr 2017 bis August 2018 verzögert.

Mängel 2016 festgestellt

Zum Anbau war die Gemeinde gezwungen, nachdem das Bauordnungsamt im Sommer 2016 bei einer Kontrolle festgestellt hatte, dass das 1994 erbaute Verwaltungsgebäude, in dem sich im vorderen Teil auch eine Sparkasse befindet, über keine zusätzlichen Rettungswege verfügt. Erschwerend hinzu kam, dass die Wustermarker Feuerwehr keine Drehleiter hat, um im Ernstfall Menschen aus den oberen Stocken bergen zu können. Also durften Ausschuss- und Gemeindevertretersitzungen nicht mehr im Konferenzraum 3. Obergeschoss abgehalten werden.

Neues Nutzungskonzept fürs Dachgeschoss

Diese Einschränkungen sind nun Geschichte. Die nächste Sitzung der Wustermarker Gemeindevertreter am 23. Oktober wird wieder an ursprünglicher Stelle stattfinden, sagt Bürgermeister Holger Schreiber.

Parallel zur Herstellung der Rettungswege hat die Verwaltung ein neues Nutzungskonzept für das Dachgeschoss des Rathauses erarbeitet. Das war möglich und nötig, weil der frühere Hauptnutzer – die Sozialstation Wustermark – im Sommer 2016 ausgezogen war.

Gemeindebibliothek zieht ein

Der Konferenzraum wurde von 77 auf 105 Quadratmeter erweitert, so dass es jetzt 75 Sitzplätze gibt. Neu eingerichtet wird die Gemeindebibliothek auf einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern. Bisher sind die Bücher in einem Raum in der Oberschule Elstal untergebracht. Dieser Standort im Rathaus für die Gemeindebibliothek sei für viele Wustermarker Einwohner viel besser zu erreichen, als der in Elstal, war die einheitliche Meinung der Verwaltung und der Gemeindevertreter. „Wenn in den nächstren Tagen die Freigabe der Fluchtwege erfolgt ist, wird die Bibliothek umziehen“, sagt Michael Bertleff von der Wustermarker Bauverwaltung.

Außerdem gibt es unterm Dach zwei neue Räume. Einer ist für die Wustermarker Schiedsperson und dessen Sprechstunden vorgesehnen, in dem anderen könnte der Ortsvorsteher sein Büro einrichten. Auf der anderen Seite stehen neben dem großen Konferenzraum noch Sanitärräume, eine Küche und Lagerräume zur Verfügung.

Grundsätzlich dürfen sich die Verwaltungsmitarbeiter in den oberern Geschossen jetzt nicht nur sicherer fühlen , sondern sich auch über lichtdurchflutete Flure freuen.

Von Jens Wegener

Die Polizei sucht Zeugen, die am Mittwoch, 3. Oktober, gegen 15.30 Uhr die Sprengung eines Mülleimers für Hundekot in Elstal beobachtet haben.

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