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Wustermark Fotovoltaikanlagen neben Bahngleisen geplant
Lokales Havelland Wustermark Fotovoltaikanlagen neben Bahngleisen geplant
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17:22 10.10.2018
So ähnlich könnte die Fotovoltaikanlage an der Bahntrasse bei Wustermark aussehen. Quelle: Sunfarming
Wustermark

Zwei Freiflächen-Fotovoltaikanlagen will das Unternehmen Naturstrom auf der Gemarkung Wustermark errichten. Die größere von beiden soll auf einer Fläche von 12,4 Hektar (die Deponie Fuchsberg ist ausgenommen) östlich entlang der Bahntrasse Priort-Wustermark entstehen und eine Leistung von 7 Megawatt Peak haben. Bei der kleineren, auf einer Fläche von etwa 3 Hektar südöstlich der Bahntrasse Priort-Wustermark, wäre eine Stromerzeugung von 2 MWp möglich. Das Vorhaben stellte Torsten Leske von der Firma Naturstrom Dienstagabend im Wustermarker Bauausschuss vor.

Ein „Bonbon“ für die Gemeinde

Die Voraussetzungen für diese Anlagen seien an beiden Standorten günstig, die Förderfähigkeit des Bundes (möglichst solche Anlagen neben Bahntrassen anzulegen) wäre erfüllt. „Außerdem haben wir inzwischen das Okay der beiden betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe und der privaten Flächeneigentümer, sagte Leske.

Ein „Bonbon“ für die Gemeinde Wustermark hatte er auch noch im Gepäck: Naturstrom werde über 25 Jahre eine kleine Summe dafür zahlen, dass Fläche mit Solarmodulen überbaut wird. „Wir reden dabei über etwa 100 Euro pro Hektar und Jahr. Das Geld soll für ökologische Projekte in der Gemeinde eingesetzt werden.“ Natürlich müsste Naturstrom auch Grün-Ausgleichsmaßnahmen, möglichst in der Gemeinde Wustermark, übernehmen. Außerdem sei beabsichtigt, die Anlagen einzuzäunen.

Verwaltung ist ausgelastet

Da die Flächen derzeit vor allem landwirtschaftlich genutzt werden und das auch so im Flächennutzungsplan (FNP) der Gemeinde Wustermark so verankert ist, ist ein Bebauungsplanverfahren und die Änderung des FNPs notwendig. „Unsere Verwaltung ist jetzt schon mit den anstehenden Bauvorhaben voll ausgelastet. Dieses Projekt würde dazu führen, dass andere Sachen zurückgestellt werden müssten“, erklärte Ausschussvorsitzender Matthias Kunze (SPD).

Er enthielt sich am Ende der Stimme, wie weitere drei Ausschussmitglieder, so dass die eine Ja-Stimme des Abgeordneten Thomas Karrei (Grüne) entscheidend für das Votum zugunsten des Projektes war. Die Gemeindevertreter werden abschließend am 23. Oktober über den Aufstellungsbeschluss zu den beiden vorhabenbezogenen Bebauungsplänen für die Fotovoltaikanlagen entscheiden.

Mehrere kleine Bedenken

Grundsätzlich sehen die Bauausschussmitglieder das Aufstellen von Solarmodulen in der Gemeinde positiv. Kleinere Bedenken gab es an den konkreten Standorten. So sorgt sich Christian Bommer (WWG) wegen der Nähe einer Anlage zu Wohngebäuden in Dyrotz und Tobias Bank (Linke) wegen der möglichen Zerstörung einer kleinen naturbelassenen Fläche, auf der „sich Kraniche niederlassen und Frösche leben“.

Von Jens Wegener

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