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Wustermark Gesundheitszentrum im Olympischen Dorf geplant
Lokales Havelland Wustermark Gesundheitszentrum im Olympischen Dorf geplant
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19:49 04.12.2018
Ein erster Entwurf vom künftigen Seniorenpflegezentrum Wustermark. Die Dachformen sollen auf jeden Fall noch verändert werden. Quelle: privat
Wustermark

„Wenn es gelingt, alle Pläne, die wir gemeinsam mit der Havelland Kliniken Unternehmensgruppe haben, umzusetzen, dann kann die Gemeinde Wustermark nur gewinnen. Wir sind auf der medizinischen Überholspur“, sagte Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) im Sozialausschuss am Montagabend. Anschließend sprachen sich die Ausschussmitglieder einstimmig für eine Kooperation der Gemeinde mit der Havelland Kliniken Unternehmensgruppe aus. Entscheiden werden die Wustermarker Gemeindevertreter am 18. Dezember.

Klar ist: In den boomenden Gemeinde Wustermark, die in absehbarer Zeit die 10000 Einwohner-Marke überschreitet, sollen und müssen die ambulanten medizinischen Angebote und die im Pflegebereich verbessert werden. Dazu soll es ein enges Zusammenwirken mit der Havelland Klinken Gruppe geben, ähnlich wie es bereits die Stadt Premnitz praktiziert.

Start mit Seniorenpflegezentrum

Wesentliche Bestandteile des Engagements erläuterte Kliniken-Geschäftsführer Jörg Grigoleit. „Wir bauen ein Seniorenpflegezentrum in Wustermark, wollen ein Gesundheits- und Familienzentrum im Ortsteil Elstal, möglichst im Olympischen Dorf, einrichten und in Elstal eine Rettungswache etablieren.“ Außerdem sei daran gedacht, im derzeitigen Haus mit den Praxen der Allgemeinmediziner Harald und Undine Schultz im Mühlenweg in Wustermark das Angebot mit Sprechstunden von Fachärzten zu erweitern.

Für das Seniorenpflegezentrum in der Brandenburger Straße in Wustermark sind die Voraussetzungen längst geschaffen: Vor zwei Jahren hat die Kliniken-Gruppe das Areal gekauft. Jetzt liegen erste Entwürfe zur Gestaltung des Gebäudes vor, wie Burkhard Krüger, zweiter Geschäftsführer der Wohn- und Pflegezentrum Havelland GmbH (WPZ) erklärte.

Die Wohn- und Pflegezentrum Havelland GmbH

Die Wohn- und Pflegezentrum Havelland GmbH (WPZ) verfügt im Landkreis Havelland über etwa 700 Betreuungsplätze in den Städten Rathenow, Premnitz und Nauen, wobei der Schwerpunkt in Rathenow liegt.

Diese gliedern sich auf in Seniorenpflegezentrum Fontanepark Rathenow 223 Plätze, Seniorenpflegezentrum Stadtforst Rathenow 205 Plätze, Kurzzeitpflegepension Rathenow 12 Plätze, Tagespflege Rathenow 20 Plätze sowie Seniorengemeinschaft Parkidyll in Rathenow mit 13 Plätzen.

In Premnitz im Seniorenpflegezentrum gibt es 96 Plätze, in der Tagespflege Premnitz 18 Plätze.

Im Seniorenpflegezentrum Nauen stehen 69 Plätze zur Verfügung.

Außerdem hat die WPZ in Rathenow und Falkensee 113 barrierefreie und betreute Wohnungen.

Demnach sind 79 Pflegeplätze auf zwei Etagen vorgesehen, darunter auch 18 Plätze für Kurzzeitpflege, die es in der Gemeinde Wustermark bisher überhaupt nicht gibt. Das Gebäude sollen in H-Form entstehen, so dass Platz für einen Innenhof und für eine Begegnungsstätte mit viel Glas sein wird. „Noch sind wir für Ideen offen“, sagte Krüger. Ende nächsten Jahres könnte Baubeginn sein.

Sichtkontakt zum Brunnenplatz gefordert

Einen Vorschlag, der von mehreren Ausschussmitgliedern kam, nahm Krüger gleich auf. Gewünscht wird, dass es zwischen dem Eingangsbereich mit Begegnungsstätte des Seniorenzentrums und dem Brunnenplatz, der zur neuen Ortsmitte umgestaltet werden soll, einen Sichtkontakt geben soll. „Ob das wegen der Grundstücksgröße und den Maßen des neuen Gebäudes möglich ist, werden wir prüfen“, so Burkhard Krüger.

Nach dem Vorbild eines in Premnitz im Vorjahr eröffneten Gebäudes ist ein Gesundheits- und Familienzentrum in Elstal geplant.

Das Gesundheits- und Familienzentrum in Premnitz Quelle: privat

Darin integriert werden sollen möglichst viele Fachärzte (besonders gewünscht ist ein Kinderarzt), eine Apotheke, ein Sanitätshaus, eine Physiotherapie, ein Hörakustiker und Betreuungsangebote zum Beispiel zur Sturzprävention oder Herzinfarktaufklärung. „Wir werden das kommende Jahr dazu brauchen, um mit den Eigentümern der Flächen im Olympischen Dorf und den Behörden zu klären, wo in dem denkmalgeschützten Ensemble so ein Zentrum möglich ist“, sagte Jörg Grigoleit. Außerdem müsse mit der Kassenärztlichen Vereinigung geklärt werden, welche Ärzte dort hinkommen können. „Darauf haben wir nur geringen Einfluss. Ich rechne damit, dass frühestens Mitte 2022 die ersten Abschnitte des neuen Zentrums fertig sein könnten“, erklärte der Havelland Kliniken-Geschäftsführer.

Rettungswache am Dyrotzer Ring möglich

Bei der Entscheidung, eine Rettungswache im Elstal zu schaffen, hat der Landkreis Havelland das letzte Wort, weil der verantwortlich ist für den Rettungsdienst im Havelland, erklärte Jörg Grigoleit. Man sei mit der Gemeinde Wustermark aber bereits in positiven Gesprächen, was einen möglichen Standort angehe. Favorit ist ein gemeindeeigenes 2000 Quadratmeter-Grundstück am Dyrotzer Ring in Elstal. Grundsätzlich sei eine solche Bebauung an der Stelle zulässig, so Grigoleit.

„Bei dem Vorhaben geht es um Lebensrettung. Für alle Einwohner der Gemeinde wäre es von Vorteil, wenn der Rettungswagen nicht in 15 sondern in fünf Minuten vor Ort sein kann“, argumentierte Holger Schreiber.

Von Jens Wegener

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