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Wustermark Im Olympischen Dorf kann jetzt gebaut werden
Lokales Havelland Wustermark Im Olympischen Dorf kann jetzt gebaut werden
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09:43 01.03.2019
Die Baustelle „Speisehaus der Nationen“ im Olympischen Dorf aus der Vogelperspektive. Quelle: privat
Elstal

Der Startschuss für den Baubeginn im ehemaligen Olympischen Dorf in Elstal ist gefallen. „Wir haben die Baugenehmigung für das Speisehaus der Nationen von der Unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Havelland Ende Januar bekommen und können jetzt loslegen“, sagt Erik Roßnagel, Geschäftsführer der Terraplan Baudenkmalsanierungsgesellschaft.

Das Unternehmen aus Nürnberg ist Hauptinvestor auf dem insgesamt 55 Hektar großen Areal, kümmert sich vor allem um den ersten Bauabschnitt.

Zwei Tiefgaragen entstehen

In den Monaten zuvor waren bereits Erschließungsarbeiten erfolgt, Bäume mussten gefällt und Gebäude entkernt werden. Jetzt sind Arbeiter mit dem Bau der Tiefgarage Nord (nord-westlich des Speisehauses gelegen) beschäftigt.

Viele Erdarbeiten wurden schon erledigt. Quelle: privat

Handwerker hatten im Vorfeld den Boden in diesem Bereich großflächig abgetragen. „Ebenfalls gehen die Arbeiten im Innenhof des Speisehauses voran. Dort entsteht die zweite Tiefgarage mit 43 Stellplätzen für Pkws“, erklärt Roßnagel.

Erste Straße heißt „Jesse-Owens-Ring“

Die Gemeinde Wustermark hat schon den ersten Straßennamen vergeben: die Straße, die zwischen den Neubauten verläuft, heißt in Gedenken an den erfolgreichsten Sportler der Olympischen Spiele 1936 „Jesse- Owens-Ring“.

Nicht nur in den Außenbereichen beginnt die Verwandlung. Nachdem im Inneren des Speisehauses bereits Abbrucharbeiten an der nichtstatischen Konstruktion und Sandstrahlarbeiten erledigt wurden, lief im Kellergeschoss des Denkmals die Betonsanierung an.

Westlich des Speisehauses, so Roßnagel, würden voraussichtlich ab Ende 2021 die ersten Bewohner in neue Townhouses und in Wohnungen in

So sollen einige der neuen Häuser im Olympischen Dorf aussehen. Quelle: privat

Mehrfamilienhäusern mit bis zu 95 Quadratmetern einziehen. Die Bauanträge für die Gebäude hat Terraplan eingereicht. Außerdem entstehe dort in zwei Häusern Betreutes Wohnen, eine Tagespflege sowie eine Wohngemeinschaft für Demenzkranke. „Diese wird in Kooperation mit der Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege GmbH in Nauen geplant und realisiert“, sagt Roßnagel.

Förderung des Bundes war Voraussetzung

Das Speisehaus der Nationen, im ältesten noch erhaltenen Olympischen Dorf der Welt, ist „ein Gebäude mit der Dimension der ’Queen Mary’, gestrandet auf einer Wiese im Havelland“, so der Geschäftsführer. Dort sollen nach Sanierung im Ost- und Westflügel insgesamt 115 Wohnungen entstehen. Der Ostflügel, ein Großteil des Westflügels und der Neubauten wurden bereits verkauft.

Soziale Durchmischung ist das Ziel

In der Gartenstadt Olympisches Dorf von 1936 (G.O.L.D.) sollen Bewohner aller Einkommens- und Altersklassen ein Zuhause finden.

Es gibt Wohnungen und Townhouses mit Größen von 45 bis 200 Quadratmetern.

Gemeinschaftsbereiche im Inneren des Speisehaus und in den Außenanlagen bieten als Begegnungsstätten Raum für Austausch und Kommunikation.

Seit Beginn der Planung bis heute sind sechs Jahre vergangen. Hürden gab es auf diesem Weg einige zu überwinden. „Besonders die Abstimmungen mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege sowie dem Archäologischen Landesmuseum in Bezug auf den geplanten Anbau an den Westflügel des Speisehauses waren sehr intensiv, aber auch konstruktiv. Letztendlich führten all diese Abstimmungen zu einem positiven Ergebnis“, blickt Roßnagel zurück.

Ohne die Förderung des Bundes für das Olympische Dorf als nationales Premiumprojekt des Städtebaus, wäre der Schritt von der Idee zur Umsetzung nicht möglich gewesen, unterstreicht der Terraplan-Chef.

Von Jens Wegener

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