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Wustermark Junge Seeadler beringt
Lokales Havelland Wustermark Junge Seeadler beringt
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17:35 27.06.2018
Horst Köpke und einer der jungen Seeadler. Quelle: Sielmann Stiftung/Sebastian Hennigs
Elstal

Das hat geklappt: Der langjährige Horstbetreuer Horst Köpke und sein Kollege Heino Kasper, ehrenamtlicher Beringer im Landkreis Havelland, haben in der vergangenen Woche drei junge Seeadler in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide erfolgreich beringt. Die drei Jungvögel haben jeweils einen Farbring und einen Nummernring angelegt bekommen und sind jetzt in der Beringungszentrale Hiddensee registriert.

Horstbetreuer unterwegs

„Die Beringung der jungen Seeadler ist immer wieder ein kleines Abenteuer. Wir freuen uns, dass sie wieder gelungen ist. Anhand der Ringe können wir das Verhalten und den weiteren Lebensweg der großen Greifvögel nachverfolgen und daraus wichtige Fakten über die Entwicklung der Seeadler erfahren“, erklärt Horst Köpke, ehrenamtlicher Horstbetreuer der Heinz Sielmann Stiftung.

20 Jahre in der Döberitzer Heide

Der gebürtige Mecklenburger ist seit Schülertagen von Greifvögeln fasziniert und widmet sich seit Jahrzehnten ihrer Beobachtung. Seit 2006 kümmert er sich um die Beringung der jungen Seeadler, seit 1997 ist das Seeadlerpaar registriert, das er regelmäßig in der Döberitzer Heide beobachtet.

Geschützter Platz

Bis zu dreimal in der Woche späht er von einem geschützten Platz in angemessener Entfernung mehrere Stunden geduldig mit dem Fernglas zum Seeadler-Horst und dokumentiert seine Beobachtungen. Er kennt den Zustand des Horstes, weiß, ob und wann das Seeadlerpaar brütet, zählt die Jungvögel und kennt ihre Verfassung. Dabei hat er unter anderem schon erleben können, wie das Seeadlerweibchen einen Frischling erbeutet oder ein Fuchs sich aus den Klauen des großen Vogels befreit.

Jungvögel gut entwickelt

In diesem Jahr haben sich die jungen Greifvögel gut entwickelt. Sie sind jetzt etwa neun Wochen alt. Alle drei wirken kräftig und gesund. Ihr Federkleid ist schon fast vollständig ausgebildet. Im Durchschnitt werden zwei Jungvögel pro Saison ausgebrütet und erwachsen.

Flügge sind sie ab etwa zwölf Wochen, doch meistens verlassen sie erst zur nächsten Brutsaison endgültig das elterliche Nest und ziehen in ein eigenes Revier, hat Köpke beobachtet. Der neue Standort kann Hunderte von Kilometern entfernt liegen. Anhand der Beringung kann man ihren Weg individuell verfolgen. Auch wenn ein Seeadler tot oder krank aufgefunden wird, erkennt man anhand der Beringung seine Herkunft und sein Alter.

Heide als Vogelschutzgebiet

Die Gebiete „Döberitzer Heide“ und „Ferbitzer Bruch“ auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz „Döberitz“ am westlichen Rand von Berlin stehen seit 1997 bzw. 1996 unter Naturschutz und sind zugleich Vogelschutzgebiet von internationaler Bedeutung, so genannte Special Protected Areas (SPA).

In rund dreihundert Jahren, davon mehr als einhundert Jahren intensiver, militärischer Nutzung hat sich hier in der Heide eine Landschaft von außergewöhnlicher Schönheit und hohem naturschutzfachlichen Wert bis in unsere Zeit hinübergerettet. Besiedlung und Landwirtschaft blieben weitgehend fern. Es entstand ein Mosaik wertvoller, weitgehend unzerschnittener Lebensräume mit Trockenrasen, Heiden, Mooren, Laubmischwäldern, Feuchtwiesen, Röhrichten und Gewässern, Flugsandfeldern und Binnendünen.

Ziegenmelker fühlt sich wohl

Diese abwechslungsreiche Landschaft beheimatet viele, teilweise sehr seltene Vogelarten – neben dem Seeadler auch Fischadler, Ziegenmelker und Wiedehopf, aber auch andere seltene Tiere wie zum Beispiel den Fischotter sowie seltene Pflanzen, unter anderem Sumpfknabenkraut, Lungenenzian, Sonnentau und die Astlose Graslilie.

Von Elisabeth Fleisch

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