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Wustermark Karls plant provisorische Parkplätze
Lokales Havelland Wustermark Karls plant provisorische Parkplätze
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12:08 15.06.2018
Der Chef von Karls Erdbeerhof Robert Dahl Quelle: privat
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Elstal

An Wochenenden in den Sommerferien werden die Parkplätze bei Karls Erlebnisdorf regelmäßig knapp. Im schlimmsten Fall stehen dann die Autos bis auf die B 5. Lange Staus. Alles schon gehabt. Im April wurden 600 neue Parkplätze eingerichtet. Bei ganz großem Andrang könnte es trotzdem noch eng werden.

Um das zu verhindern, sprach Unternehmens-Chef Robert Dahl persönlich im Ortsbeirat Elstal vor: „Bei den Vorbereitungen zum Abriss der Löwen-Kasernen sind wir auf den asphaltierten Exerzierplatz gestoßen, der sich unserer Meinung nach gut als Behelfsparkplatz eignen würde“, sagte Dahl in der Sitzung.

Der Antrag auf Genehmigung für das Vorhaben „Befristete Herstellung eines Ausweichparkplatzes für Pkw“ ist bereits eingereicht. Für eine Genehmigung ist auch eine Stellungnahme der Gemeinde erforderlich. Der Ortsbeirat sprach sich jetzt für die Pläne aus, bat aber um eine klare Beschilderung, damit in Zukunft der Weg in die Döberitzer Heide nicht mehr zugeparkt wird. Der provisorische Parkplatz soll so lange betrieben werden, bis in etwa zwei Jahren ausreichend Parkplätze an der Nordflanke des Grundstücks fertig werden.

Der Ortsbeirat Elstal ist für den Behelfsparkplatz

Robert Dahl nutzte den Termin in Elstal, um die weiteren Pläne rund um das Erlebnisdorf zu skizzieren. Auf dem ehemaligen Kasernengelände soll in den kommenden Jahren für rund 100 Millionen Euro ein Freizeitpark mit Ferienhäusern entstehen. Weil es dem Unternehmer bei der Umsetzung nicht schnell genug gehen kann, lässt er schon mal die Arbeiten durchführen, die im Vorfeld durchgeführt werden können.

„Der Abrissantrag für die Kasernen ist gestellt, aber noch nicht genehmigt. Vor einem Abriss müssen alle Zauneidechsen eingesammelt und umgesiedelt werden. Damit haben wir bereits begonnen“, sagt Dahl. Seit vier Wochen werden die kleinen Reptilien eingefangen und auf einem eingezäunten Grundstück der Sielmann-Stiftung wieder ausgesetzt.

Fledermäuse erhalten Ausweichquartier in einem alten Bunker

Auch Fledermäusen dienen die leer stehenden Kasernen als Quartier. Vor dem Abriss müssen sie deshalb vergrämt werden und ebenfalls eine neue Heimat finden. Ein vierstöckiger Bunker auf dem Gelände soll deshalb stehen bleiben und als Fledermaushotel hergerichtet werden – inklusive Infrarotkameras und geplanter Liveübertragung in die künftigen Ferienhäuser. Läuft alles nach Plan, dann könnte gegen Ende August mit dem Abriss begonnen werden.

Eine Straße wird tiefergelegt

Der entstehende Freizeitpark soll in Zukunft über eine kleine Flaniermeile – die Erdbeerpromenade – an das Erlebnisdorf angeschlossen werden. Das heißt, viele Fußgänger müssen die Straße kreuzen, die in die Döberitzer Heide führt. Um Staus für Autos und Fußgänger zu vermeiden, soll die Straße nach Dahls Vorstellungen auf Höhe der Promenade tiefergelegt werden.

70 bis 80 Wohnungen für Mitarbeiter sollen entstehen

Auch über das geplante Feriendorf kann der Unternehmer Neues berichten: Ursprünglich war ein zentraler, vier Hektar großer See in Form einer Erdbeere vorgesehen. Nun sollen die Ferienhäuser an breite Kanäle mit Natur nahen Ufern angeschlossen werden. Die kleinen Wasserstraßen sollen kreuz und quer über gesamte Gelände verlaufen.

Um die Lärmbelästigung durch die B 5 möglichst gering zu halten, sollen die Ferienhäuser im südlichen Bereich des Kasernengeländes entstehen, mit Blick in die Döberitzer Heide. In der Nähe der B 5 sind Parkplätze geplant. Zwischen den Parkplätzen und Ferienhäusern möchte Dahl Mehrfamilienhäuser für seine Mitarbeiter errichten. „Die Wohnsituation in Elstal ist jetzt schon angespannt. Deshalb planen wir dort 70 bis 80 Wohnungen für unsere Mitarbeiter“, sagt Dahl.

Von Ralf Stork

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