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Wustermark Tagesmutter findet keine passenden Räume
Lokales Havelland Wustermark Tagesmutter findet keine passenden Räume
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17:12 11.02.2019
Eileen Fröhlich würde gern als Tagesmutter in der Gemeinde Wustermark arbeiten. Quelle: privat
Wustermark

Weil es in der Gemeinde Wustermark nicht genügend Kitaplätze gibt, um alle Anfragen von Eltern zu befriedigen, heißt eine Alternative Tagesmütter (oder -väter). Also dachte die Elstalerin Eileen Fröhlich, sie wird als künftige Tagesmutter mit offenen Armen im Rathaus empfangen, wenn sie ihre Dienste in der Gemeinde anbietet.

Doch ganz so euphorisch war der Empfang im Bürgerservice im Rathaus in der vergangenen Woche nicht. „Man hat mir gesagt, dass der Landkreis für Tagesmütter zuständig sei und nicht die Kommune. Dann habe ich noch einen Zettel mit Kontakten zu fünf Wohnungsgesellschaften bekommen, wo ich mich um Räume bemühen soll. Das war’s“, sagt die enttäuschte Elstalerin.

Gemeinde kann nicht helfen

Derzeit absolviert Eileen Fröhlich, die selbst Mutter von vier Kindern ist, eine 160-stündige Ausbildung zur Tagesmutter in Berlin. Nur kann sie als Tagesmutter nach Abschluss der Ausbildung nicht in ihren eigenen Haus arbeiten, sie braucht andere Räume. „Bei vier Kindern ist nicht ausreichend Platz, um tagsüber fremde Kinder hier zu betreuen“, erklärt die junge Frau.

Schon im Vorfeld ihres Wustermarker Rathausbesuches hatte sie sich bei diversen Wohnungsgesellschaften in der Region nach Räumen erkundigt –vergebliche Müh. Es gibt bestimmte bauliche Voraussetzungen für die Kinderbetreuung, zum Beispiel bei den Toiletten oder der Sicherheit. Eileen Fröhlich würde gern mit den zu betreuenden Kindern auch in einem Garten spielen. Aber im Moment scheint es in der Gemeinde Wustermark solche Räumlichkeiten nicht zu geben.

Enger Wohnungsmarkt

„In unserer Gemeinde ist die Situation am Wohnungsmarkt bezüglich geeigneter Wohnungen derzeit sehr schwierig. Daher können wir nur bedingt unterstützen“, sagt Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) und ergänzt: „Eigene kommunale Objekte, die zur Kindertagespflege geeignet sind, stehen derzeit nicht zur Verfügung.“ Künftig werde man bei Entwicklungen wie im Olympischen Dorf gemeinsam mit den Wohnungsbauunternehmen im Fokus haben, wie die Gemeinde solche Angebote der Kindertagespflege unterstützen kann. Dies geschehe aber immer in Abstimmung mit dem Landkreis, der für die Tagespflegemütter zuständig ist.

Ketzin bietet finanzielle Anreize

Also erkundigte sich die Elstalerin in ihrer Nachbargemeinde Dallgow-Döberitz. „Dort hat man zwei mögliche Wohnungen für Tagesmütter in Aussicht gestellt. Es wird jetzt geprüft“, so Eileen Fröhlich.

Eine weitere Alternative wäre Ketzin/Havel. Dort sucht man Tagesmütter nicht nur mit Anzeigen auf der Homepage und in der örtlichen Presse, sondern hat finanzielle Anreize geschaffen, wie Bürgermeister Bernd Lück erklärt: „Über das, was der Landkreis als Mietzuschuss für Räume zahlt, bieten wir 2000 Euro als Einmalzahlung und jährlich dann einen Zuschuss von 1000 Euro für die Tagesmütter an.“ Die Breuninger-Stiftung stelle außerdem im Stadtkern von Ketzin kostengünstige Räume zur Verfügung.

Gemeindevertreter beraten über Kinderbetreuung

In der Wustermarker Gemeindevertretersitzung am Dienstag ab 18.30 Uhr im Konferenzraum des Rathauses wird es unter anderem um die Problematik Kita-Plätze und Kinderbetreuung gehen. Dazu liegen mehrere Anträge von Fraktionen vor. So fordern die Linken unter anderem, dass sich die Gemeindeverwaltung parallel zum Werben um neue Kita-Erzieherinnen auch „aktiv um die Ansiedlung von Tagesmüttern bemühen soll.“

Von Jens Wegener

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