Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wustermark Laufen und Jesse Owens im Kopf
Lokales Havelland Wustermark Laufen und Jesse Owens im Kopf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:09 03.06.2018
Einige Staffelläufer der Falkenseer Lessing-Grundschule. Quelle: Jerome Müller
Elstal

„Wie tolerant kann Sport sein?“ Unter dieser Überschrift stand Samstag der 8. Jesse-Owens-Lauf im Olympischen Dorf in Elstal. Ehemalige und aktuelle Schüler, Studierende, Eltern und Lehrer kamen zusammen, um in gemischten Zehnerteams an dem Staffellauf teilzunehmen. Initiiert haben das Projekt Schüler des Dallgower Marie-Curie-Gymnasiums, die sich in der Arbeitsgruppe „Tolerantes MCG“ zusammenfinden.

„Wir möchten ein Zeichen für Toleranz setzen und den Sport nutzen, um Leute zusammenzubringen“, erklärte Benjamina Silbermann, die zum dritten Mal an der Organisation des Jesse-Owens-Laufes beteiligt war. Den historischen Ort hält die Schülerin des Dallgower Gymnasiums für prädestiniert, um Werte wie Fairness, Courage, Weltoffenheit und Freude an Vielfalt zu vermitteln.

Der Mut des Jesse Owens

Jesse Owens hatte als Afroamerikaner den Mut, trotz Diskriminierung dunkelhäutiger und jüdischer Sportler durch die Nationalsozialisten an den Spielen teilzunehmen.“ Hatte er den Sommerspielen 1936 in Berlin zunächst fernbleiben wollen, gewann er schließlich vor den Augen Adolf Hitlers vier Goldmedaillen. Seine Freundschaft mit dem deutschen Weitspringer Luz Long, die er während der Spiele entwickelte, bleibt unvergessen. An diese erinnerte auch die Ausstellung „Der weite Sprung“ in der Turnhalle des Olympischen Dorfes.

„Wir haben uns in der Schule über die Geschichte des Ortes unterhalten“, erzählte Andrea Wallstab, Lehrerin an der Falkenseer Lessing-Grundschule. Ihr Sohn hatte 2006 den ersten Jesse-Owens-Lauf ins Leben gerufen. Jule aus Falkensee erinnert sich noch gut: „Ich bin bereits damals als Grundschülerin mitgelaufen.“

Jeder kann mitlaufen

Auch die jüngsten Teilnehmer hatten Spaß. „Ganz so schnell wie er war ich nicht, aber toll, am gleichen Ort wie Jesse Owens gelaufen zu sein“, sagte einer der Schüler. Und sein Nachbar ergänzte: „Ich finde es super, dass hier nicht nur die Schnellsten mitlaufen dürfen.

Auch für den Popchor des MCG, „Radiant Voices“, war es etwas Besonderes, im Olympischen Dorf aufzutreten. „Vor einigen Jahren haben wir eine Exkursion hierher gemacht“, erinnerte sich eine Schülerin. Ein Aufritt an diesem Ort sei „natürlich etwas Spezielles“. Neben dem Schülerchor sorgten die Showkids Berlin, die Bands Treptow, Lane of Lion, Karl Giebe & Band und Skamarley sowie das Tanzensemble Regenbogen und das Musical Rathenow für ein abwechslungsreiches Programm. An Aktions – und Informationsständen, wie dem des Jugendforums Falkensee oder der Hochschulgruppe Unicef, kamen die Besucher miteinander ins Gespräch oder genossen das kulinarische Angebot.

Vorbereitungen für nächstes Jahr beginnen

„Die Veranstaltung bedarf einer langen Vorbereitung“, sagte Benjamina Silbermann. Daher gehe es schon bald an die Überlegungen für das nächste Jahr. In gewohnt sportlicher Manier stellte die Schülerin stellvertretend für ihre engagierte Arbeitsgruppe fest: „Nach dem Lauf ist vor dem Lauf.“

Von Jerome Müller

16 Eiskünstler aus Deutschland, die zuvor in Halbfinal-Wettbewerben im ganzen Land gekürt worden waren, traten am Wochenende im Outletcenter in Elstal im Kampf um die Gunst der Gäste gegeneinander an, um den besten einheimischen Gelati-Hersteller zu ermitteln.

04.06.2018

Wasser im Keller, feuchte Wände und überflutete Wiesen – einige Bewohner von Wustermark und Hoppenrade bekommen die Auswirkungen der „Bautätigkeit“ eines Bibers im Pelsterlakegraben zu spüren. Die errichteten Dämme verhindern den Abfluss des Wassers. Deshalb soll der Biber nun weg.

29.05.2018
Wustermark Güterverkehrszentrum Wustermark - Neues Bürogebäude bei Colossus eingeweiht

Das Unternehmens Colossus-Logistics mit derzeit 40 Mitarbeitern hat im Binnenhafen Wustermark einen modernen Firmensitz bezogen. Damit endet ein Provisorium in Bürocontainern. Und schon geht es um die Erweiterung des Hafens.

25.05.2018