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Wustermark Die Linke fordert schnelleren Ausbau der Lehrter Bahn-Strecke
Lokales Havelland Wustermark Die Linke fordert schnelleren Ausbau der Lehrter Bahn-Strecke
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21:51 28.11.2018
Am Bahnhof Wustermark hält der RE 4. Quelle: Tanja M. Marotzke
Wustermark

„Es ist absolut inakzeptabel, dass der komplette Ausbau der Stammstrecke der Lehrter Bahn erst 2034 fertiggestellt werden soll. Das heißt doch, dass es vorher keine Taktverdichtung für den RE 4 geben wird. Für die Berufspendler in Wustermark, Elstal und Dallgow wird jetzt eine spürbare Verbesserung gebraucht und nicht erst in 15 Jahren.“

So reagieren der Wustermarker Gemeindevertreter und Kreistagsabgeordnete der Linken Tobias Bank und der Fraktionsvorsitzende der Linken in der Stadtverordnetenversammlung Rathenow Daniel Golze auf den kürzlich veröffentlichten Planungsstand zum Ausbau der Lehrter Stammstrecke zwischen Berlin und Hannover.

Zwei Bauabschnitte sind geplant

Leider würden die Planungen für den Ausbau der Lehrter Bahn, der in zwei Bauabschnitten erfolgen sollen, extrem langsam voran gehen. Der erste Bauabschnitt betreffe ein Teilstück zwischen Oebisfelde und Bindfelde außerhalb des Havellandes und sehe vor allem die Elektrifizierung und den Ausbau für Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h vor.

Das solle 2024 fertig sein, so Bank. Erst danach werde in einem zweiten Abschnitt damit begonnen, den gleistechnischen Lückenschluss zwischen Bamme und Ribbeck zu schließen.

Parallel zu bauen, wird gefordert

Dieses fehlende Stück sei der Grund, dass auf der Strecke zwischen Rathenow und Berlin über Wustermark, Nennhausen und Buschow keine dichtere Taktung möglich ist, da sich Fern-, Regional- und Güterverkehr die Gleise teilen müssen“, erklärt Daniel Golze.

Für die Linken ist es aber nicht hinnehmbar, dass mit der Fertigstellung erst 2034 zu rechnen ist. „Wir haben daher von den Verantwortlichen der Deutschen Bahn gefordert, die Planungen beider Bauabschnitte parallel voranzutreiben, anstatt nacheinander. So könnte das Vorhaben schneller abgeschlossen werden.“

Aktuelle Bevölkerungszahlen berücksichtigen

Außerdem erwarte die Linke von der Deutschen Bahn, dass sie sich beim Ausbaustandard an den prognostizierten Bevölkerungszahlen für 2030 orientiere und nicht am Ist-Zustand, so Tobias Bank. „Die Gefahr, dass die Kapazitäten nach der Fertigstellung wieder dem Bedarf hinterher hinken, ist einfach zu groß. Doppel- und Fehlplanungen können wir uns beim Ausbau der öffentlichen Infrastruktur nicht leisten.“

Von Jens Wegener

Der Elstaler Tobias Bank ist historisch interessiert und sammelt vieles aus DDR-Zeiten. Nun zeigt er in Priort seine Sammlung von Arbeitsschutzplakaten. Die bewegen sich zwischen Agitation und Aufklärung.

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