Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wustermark Nahverkehrsplan: Vorsichtiger Optimismus im Havelland
Lokales Havelland Wustermark Nahverkehrsplan: Vorsichtiger Optimismus im Havelland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:26 31.08.2018
Von Brieselang pendeln viele nach Berlin. Quelle: Tanja M. Marotzke
Wustermark

Der neue Landesnahverkehrsplan bringe zwar keinen Durchbruch im Wustermarker Sinne aber „die Aussagen der Ministerin stimmen uns hoffnungsvoll, noch eine Lösung für einen Haltepunkt Wustermark auf der künftigen Regionalbahnlinie 21 zu bekommen.“ So bewertet Maria Zunke von der Bürgerinitiative „Nicht ohne Wustermark“ den am Donnerstag von Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) vorgestellten Landesnahverkehrsplan.

Darin steht derzeit, dass die RB 21 ab Dezember 2022 über Priort und Elstal nach Spandau beziehungsweise Potsdam fahren wird. Wohl aber ohne Halt in Wustermark, weil es nach Auffassung des Ministeriums betriebstechnisch nicht möglich sei.

Moderationsverfahren beginnt

Wegen der starken Proteste aus Wustermark kündigte die Ministerin ein Moderationsverfahren mit dem Ziel an, eine „vernünftige Lösung zu finden“. Moderator dieses Verfahrens wird Bahnexperte Hans Leister sein, der früher selbst Bahn-Manager war. „Wir haben bereits eine Einladung für die Auftaktveranstaltung erhalten. Sie wird in der kommenden Woche in Wustermark sein“, so Zunke.

Sollte die Regionalbahn 21 künftig an Wustermark vorbeifahren, sind Gleisumbauten und ein neuer Bahnsteig in Elstal nötig. Der Prüfer soll die tatsächlichen Kosten dieser Maßnahmen ermitteln. Sind diese zu hoch, würde der Umbau nicht erfolgen, hatte die Ministerin angekündigt. Dem Prüfer obliege es auch, Lösungen zur Anbindung Wustermarks zu finden.

Sinneswandel oder Winkelzug?

Da es seitens des planenden Ministeriums bisher nie fachliche Gespräche, sondern eher eine Abwehr gegen Verbesserungsvorschläge aus Wustemark gegeben habe, „freuen wir uns über den Sinneswandel. Wir haben jetzt die Hoffnung, dass die Formulierung im Landesnahverkehrsplan nicht nur ein Winkelzug ist, um am Ende an der bisherigen Planung festzuhalten. Zumal die derzeitigen Hinderungsgründe für die Beibehaltung des Halts in Wustermark, aufgrund einer schon im Vorfeld gestarteten Ausschreibung, vom Ministerium selbst verschuldet sind“, erklärt Zunke.

In der Summe halbherzig

Aus Brieselang kommt eine verhaltene Reaktion. Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU): „Grundsätzlich ist der neue Nahverkehrsplan ein Schritt in die richtige Richtung. Alles, was zu einer Verbesserung beitragen kann, ist gut.“ Allerdings sei es in der Summe halbherzig und nicht konsequent genug. Seit 15 Jahren habe sich das Bahn-Angebot kontinuierlich verschlechtert. So seien schon in den 90er-Jahren drei Züge pro Stunde gefahren, und auch Doppelstockzüge habe es damals bereits gegeben. „Das Land hat dem Bevölkerungszuwachs im Havelland bisher nicht Rechnung getragen.“

Von Jens Wegener

Jürgen Scholz ist für weitere sechs Jahre zum Chef der Wustermarker Feuerwehr bestellt worden. Auch sein Stellvertreter René Jahn erhielt erneut das Vertrauen der Kameraden.

31.08.2018

Die Rail & Logistik Center GmbH hat den Rangierbahnhof Wustermark in Elstal vor zehn Jahren gekauft und wieder zu einer Drehscheibe im Schienenverkehr entwickelt

29.08.2018

Bei der am Dienstag im Havelkanal bei Buchow-Karpzow gefundenen Wasserleiche handelt es sich um eine 29-jährige Frau. Sie stammte aus Polen und hatte bei Rostock gearbeitet.

29.08.2018