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Wustermark Zuschuss für zwei neue Bürgerbusse in Aussicht
Lokales Havelland Wustermark Zuschuss für zwei neue Bürgerbusse in Aussicht
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15:43 07.12.2018
Der Bürgerbus Brieselang ist genauso wie der in Dallgow in die Jahre gekommen. Quelle: Andreas Kaatz
Havelland

Gespannt blicken Gerhard Franzen und Hans-Joachim Rapp auf Montag, den 10. Dezember. Beide sind Vorsitzende eines Bürgerbusvereins, – der eine in Dallgow-Döberitz, der andere in Brieselang. Sie hoffen, dass die Mitglieder des Kreistags Havelland der Beschlussvorlage 0378/18 zustimmen, so wie es bereits die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und des Kreisausschusses getan haben.

Wäre das der Fall, hätten beide Vereine einen großen Schritt hin zu einem neuen Bürgerbus für ihre Gemeinden gemacht. In dem Kreistagsbeschluss geht es unter anderem um einen Zuschuss des Landkreises von jeweils 60.000 Euro zur Anschaffung dieser Fahrzeuge. Insgesamt kosten diese jeweils etwa 120.000 Euro, die andere Hälfte wollen die Gemeinden Dallgow-Döberitz und Brieselang aus ihren Haushalten beisteuern.

Niederflurfahrzeuge müssen es sein

Beide derzeitigen Bürgerbusse haben einen hohen Kilometerstand und sind wegen ihres Alters inzwischen stark reparaturanfällig, was Kosten verursacht. Gerhard Franzen: „Wir transportierten 2018 rund 7500 Fahrgäste. Zwölf der 32 Vereinsmitglieder steuern ehrenamtlich diesen Bus in Dallgow.“ Leider stehe der Bus oft in der Werkstatt.

Einige der Vereinsmitglieder vom Bürgerbus Dallgow-Döberitz. Quelle: privat

Ähnlich ist es in Brieselang. Dort werden bis Jahresende etwa 9000 Leute den Bürgerbus genutzt haben. Von den 40 Vereinsmitgliedern sitzen 17 am Steuer, sagt Vereinschef Hans-Joachim Rapp. Er weiß, warum der neue Bus, ein VW T6 mit acht Sitzen plus Fahrer, so teuer ist: „Wir müssen künftig ein Niederflurfahrzeug einsetzen, damit der Einstieg ebenerdig erfolgen kann, auch Rollstuhlfahrer problemlos mitkommen.“

Und Gerhard Franzen ergänzt: „Es gibt nur eine Firma in Österreich, die ein solches Fahrzeug anbietet, denn der originale VW muss umgebaut werden.“ Einige der Brieselanger und Dallgower Busfahrer haben sich ein solches Fahrzeug in Niedersachsen bei einem Bürgerbusverein bereits angeschaut und mit der Auslieferungsfirma gesprochen, so dass im Fall des Zuschusses des Kreises und der jeweiligen Gemeinde die beiden Busse bestellt und im Frühjahr 2019 geliefert werden könnten.

Fahrgastinformationen ermöglichen bessere Orientierung

Ebenfalls freuen könnte sich die Gemeinde Wustermark, wenn der Kreistag am Montag zusätzliche Mittel für Investitionen in die Infrastruktur des ÖPNV freigibt. In Aussicht steht ein Zuschuss von 52.800 Euro für zwei dynamische Fahrgastinformationen auf den Bahnhöfen Wustermark und Elstal. Der Eigenanteil der Gemeinde wäre dann noch rund 24.000 Euro.

Fahrgastzahlen sind sprunghaft gestiegen

Die Bahnhöfe Wustermark und Elstal haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr zu hoch frequentierten Umsteigebahnhöfen entwickelt. Durch die Attraktivität des Outletcenters und von Karls Erlebnis-Dorf ist die Anzahl der Fahrgäste in letzter Zeit sprunghaft gestiegen. Weil dort sehr viele verschiedene Buslinien verkehren, soll es Besuchern leichterfallen, sich mit Hilfe der dynamischen Fahrgastinformationen zu orientieren.

Das Mitglied im Wirtschaftsförderungsausschuss des Kreistages Tobias Bank (Linke) aus Wustermark begrüßt die Anschaffung solch elektronischer Anzeigen, „auch, weil das auf einen Beschluss unserer Fraktion in der Gemeindevertretung von Wustermark im Jahr 2016 zurückgeht.“

Beim Umsteigen zwischen Bus und Bahn würden sich an beiden Umsteigebahnhöfen teilweise unangenehme Szenen abspielen, wenn Leute zum Bus oder Zug rennen und dabei stürzen oder rücksichtslos sind. „Zudem wäre es gut, wenn Verspätungen und die Gleisnummern angezeigt werden.“

Von Jens Wegener

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