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Wustermark Reitanlage mit Besamungsstation für Westernpferde geplant
Lokales Havelland Wustermark Reitanlage mit Besamungsstation für Westernpferde geplant
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18:40 27.02.2019
Ria Vikum Weitz hat viele Jahre als Westernreiterin und Pferdetrainerin gearbeitet. Quelle: privat
Dyrotz

„In der 1950er-Jahren hat es in Wustermark eine Besamungsstelle für Pferde gegeben“, erinnert sich Gemeindevertreter Manfred Rettke, der nach der Wende viele Jahre Bürgermeister in Wustermark war. Jetzt könnte eine solche Einrichtung im Gemeindeteil Dyrotz entstehen.

Das Ehepaar Ria Vikum Weitz und André Weitz, dass seit 2015 in der Kietzstraße eine landwirtschaftliche Hofstelle mit Pferden betreibt, hat die Umnutzung und Erweiterung zu einer Zucht- und Reitanlage sowie einer EU-Besamungsstation beantragt. Dabei geht es ausschließlich um die Spezialrasse Quarter Horses, also Westernpferde.

Zucht- und Reitanlage soll entstehen

„Wir wollen aus der bisher privat geführten Ranch in Dyrotz eine Gesellschaft machen und mit diversen Baumaßnahmen einen Hauptstützpunkt für die Zucht und Ausbildung von Quarter Horses in Brandenburg werden“, sagt André Weitz.

Einige Zuchterfolge können Ria Vikum Weitz und ihr Mann André schon vorweisen. Quelle: privat

Um diese Leistungen fachgerecht anbieten zu können, habe sich Inhaberin Ria Vikum Weitz nach langjähriger Arbeit als Pferdetrainerin und Westernreiterin zum Besamungswart ausbilden lassen. Ihnen zur Seite steht zudem Vater Günter Weitz, der sich als Agraringenieur um die Führung des landwirtschaftlichen Betriebes kümmern soll.

Grundstück liegt im Außenbereich

Während der Wustermarker Ortsbeirat das Ansinnen von Familie Weitz einstimmig zugestimmt hat, gab es Dienstagabend im Wustermarker Bauausschuss viele offene Fragen, so dass am Ende nicht über den Antrag abgestimmt wurde. Bis zur Gemeindevertretersitzung am 12. März soll Klarheit herrschen, so dass dann ein Votum abgegeben wird.

Ein Problem: Die betroffenen Grundstücke liegen im Außenbereich. Dort ist ein Vorhaben nur zulässig, wenn öffentliche Belange nicht entgegenstehen, die ausreichende Erschließung gesichert ist und es sich um ein privilegiertes Vorhaben handelt.

Einige offene Fragen

Außerdem, und darauf zielten vor allem die Fragen von Gemeindevertreter Thomas Karrei (Grüne) ab, dürfe das Vorhaben nur einen untergeordneten Teil (maximal zehn Prozent) der Gesamtbetriebsfläche einnehmen.

Quarter Horses sind sehr große Tiere. Quelle: privat

„Da wir von etwa 70.000 Quadratmetern ausgehen und 14.000 Quadratmeter mit einer Halle, Ställen und Unterständen bebaut werden soll, sehe ich diese untergeordnete Rolle nicht“, so Karrei. Unklar ist aus seiner Sicht auch, ob die Anzahl der Pferde dem vorgegebenen Mindestfreiraum von 5000 Quadratmetern pro Tier gerecht wird.

Gegenüber der MAZ sagte André Weitz dazu: „Es werden alle Vorgaben erfüllt, auch mit der Fläche. Wir planen etwa 30 Tiere, eigene Zuchtpferde, Pensionspferde sowie Tiere die besamt werden.“

Von Jens Wegener

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