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Wustermark Richtfest für vier Mehrfamilienhäuser aus Holz
Lokales Havelland Wustermark Richtfest für vier Mehrfamilienhäuser aus Holz
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18:09 27.08.2018
Die Richtkrone hängt über einem Gebäude in der Elstaler Puschkinstraße. Quelle: Tanja M. Marotzke
Elstal

„Wir sind auf dem Holzweg“, sagte Stefan Degen, Geschäftsführer der Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH beim Richtfest am Montagvormittag in der Elstaler Eisenbahnersiedlung. Damit meinte er die Bauweise der vier neuen Mehrfamilienhäuser, die derzeit an der Ecke Schulstraße/Puschkinstraße und im Kiefernweg entstehen.

Insgesamt werden es 24 Mietwohnungen sein, die ersten 17 sind noch in diesem Jahr bezugsfertig, so Unternehmenssprecherin Manuela Damianakis. Der Mietpreis soll bei 10 Euro pro Quadratmeter liegen.

Denkmalschutzauflagen sind zu berücksichtigen

Die Dreigeschosser werden in Massivholzbauweise errichtet. Man setzte auf Holz als Hauptbaustoff, werde leimfrei arbeiten, auch die Dämmung werde mit Holzfaser gemacht, Holzparkett verlegt. „Das Holz bleibt auch nach außen hin sichtbar“, so der Geschäftsführer.

Aufgrund der Lage in der denkmalgeschützten Siedlung, die die Deutsche Wohnen bereits in den Jahren 2013 bis 2017 saniert hat, mussten bei der Planung der neuen Häuser einige Denkmalschutzauflagen beachtet werden. Unter anderem werden die Außenwände an die Putzfassaden der historischen Nachbargebäude angepasst. Genauso aber müsse auch eine Unterscheidbarkeit zu den Bestandsgebäuden gewährleistet werden, so Degen.

Schneider: Wohnungen in allen Preissegmenten schaffen

Mit ihrem Engagement für die Eisenbahnersiedlung in Elstal setze die Deutsche Wohnen Maßstäbe für die Sanierung denkmalgeschützter Wohnungen und jetzt auch mit Neubauten in Holzbauweise, unterstrich Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) und ergänzte: „Ich begrüße den Einsatz von nachhaltigen Baustoffen, wozu auch Holz zählt.“

In der Schulstraße stehen zwei der neuen Häuser. Quelle: Tanja M. Marotzke

Sie bezeichnete die Deutsche Wohnen als „zuverlässigen und leistungsfähigen Partner“, der dazu beitrage, den angespannten Wohnungsmarkt im Berliner Umland zu entlasten.

Wobei Schneider betonte, dass eine gute Mischung von Wohnungen in allen Preissegmenten gefragt sei. Und weil es in Brandenburg unterschiedliche Meinungen zur Wohnbauweise mit Holz gäbe, halte sie es für wichtig und richtig, dass die Deutsche Wohnen sich das zertifizieren lassen wolle.

Der hohe Stellenwert, den die Eisenbahnersiedlung Elstal in der Gemeinde Wustermark inne hat, zeigte sich Montag darin, dass acht Gemeindevertreter oder Ortsbeiratsmitglieder sich die Zeit genommen hatten, dem Richtfest beizuwohnen.

Gelungene Symbiose aus Alt und Neu

Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) freute sich über „eine sehr gute Ensembleergänzung mit den vier Neubauten. „Die Symbiose aus Alt und Neu ist mehr als gelungen.“ Er lobte das Engagement der Deutschen Wohnen, ohne die es die Eisenbahnersiedlung heute wohl kaum noch geben würde. „Es gab noch vor einigen Jahren einen Leerstand von 70 Prozent. Die zerfallene Siedlung taugte vielleicht noch dazu, dort Kriegsfilme zu drehen. Heute haben wir mit dem sanierten Ensemble am Karl-Liebknecht-Platz einen der schönsten Plätze in Brandenburg“.

Gleichzeitig erinnerte er an die noch ausstehenden Gespräche mit der Deutschen Wohnen bezüglich des Erhaltes der Gärten und der ehemaligen Ställe in der Siedlung. „Das muss gelöst werden. Ich denke, noch in diesem Jahr werden wir darüber beraten.“, so Schreiber.

Von Jens Wegener

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