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Wustermark Richtkranz über künftigem Seniorenzentrum
Lokales Havelland Wustermark Richtkranz über künftigem Seniorenzentrum
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15:20 28.09.2018
Der Rohbau des Seniorenzentrums ist fertig. Quelle: Tanja M. Marotzke
Elstal

„Es ist das größte und schönste Geschenk zum 100. Geburtstag von Elstal“, sagte Wustermarks Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) Freitagmittag beim Richtfest für das neue Seniorenzentrum der Immanuel Diakonie in Elstal. Nur sechs Monate nach dem ersten Spatenstich im März ist der Rohbau des Gebäudes fertiggestellt worden. „Wir sind schneller, als im Zeitplan vorgegeben“, würdigte denn auch der Direktor der Immanuel Diakonie GmbH Udo Schmidt die Leistung der Bauarbeiter. Im Sommer hätten bis zu 45 Grad in der Sonne auf der Baustelle geherrscht, umso höher sei der Einsatz aller Beteiligten einzuschätzen.

Gesamtkosten von 11 Millionen Euro

Für rund 11 Millionen Euro entsteht in der Eduard-Scheve-Allee, unmittelbar neben dem Bildungszentrum des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, ein Komplex, in dem ältere Menschen ihren letzten Lebensabschnitt verbringen können, wie es Udo Schmidt formulierte. 111 Plätze in der stationären Pflege, dazu 16 in der Tagespflege werden künftig in Elstal angeboten. Im Frühjahr 2019 soll das Haus eröffnet werden.

Damit erweitert die Immanuel Diakonie in der Gemeinde Wustermark ihre Engagement für ältere Menschen, denn gleich nebenan betreibt eine Tochtergesellschaft – die Immanuel-Miteinander Leben GmbH – seit Jahren 102 behindertenfreundliche und barrierefreie Wohnungen im Immanuel Servicewohnen Elstal.

Etwa 90 Arbeitsplätze entstehen

Im künftigen Seniorenzentrum können bis zu 155 Bewohner leben oder betreut werden. Es gibt 87 Einzel- und 24 Partnerzimmer. „Die Herausforderung bei diesem Vorhaben ist es nicht, genügend Bewohner zu finden, sondern ausreichend geeignetes Personal“, erklärte Herbert Blum, Geschäftsführer der Immanuel-Miteinander-Leben GmbH. Bisher seien 40 bis 50 Bewerbungen für die Stellen der Fachkräfte- und Betreuungsstellen eingegangen. Insgesamt würden etwa 90 Leute gebraucht, so Blum. Die Immanuel Diakonie werde jetzt in die aktive Werbephase für Personal eintreten. Bewerbungen sind jederzeit möglich unter elstal.arbeiten@immanuel.de.

In dem Neubau werden auch ein Kiosk und ein Friseursalon untergebracht. Die Speisenversorgung der Bewohner wird in Kooperation mit der benachbarten Mensa der Servicedienste Elstal GmbH durch einen unterirdischen und damit witterungsunabhängigen Gang erfolgen.

Eine Versorgungslücke wird geschlossen

Aus Sicht der Gemeinde Wustermark bedeute diese neue Einrichtung, dass eine Lücke in der Versorgung älterer Menschen geschlossen werden kann, die die Kommune allein nicht hätte schließen können“, sagte der Bürgermeister. Zudem sei es für junge Familien, die nach Wustermark ziehen wollen, wichtig, zu wissen, wo sie möglicherweise ihre zu pflegenden Angehörigen unterbringen können. „Und die Bewohner des bestehenden Servicewohnen in Elstal haben die Sicherheit, auf dem Gelände bleiben zu können, wenn sie pflegebedürftig sind“, so Holger Schreiber.

Von Jens Wegener

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