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Wustermark Rocars – das besondere Musikprojekt
Lokales Havelland Wustermark Rocars – das besondere Musikprojekt
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20:23 11.06.2018
Wustermarker Schüler mit ihren Rocars. Quelle: Tanja M. Marotzke
Wustermark

Mehrmals pro Woche sind Kinder der Wustermarker GrundschuleOtto Lilienthal“ während des Unterricht mit Plätten und Nageln beschäftigt. Dabei handelt es sich nicht etwa um eine Arbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft oder einen Kurs für kommende Handwerker. Es geht um ein ganz besonderes Musikprojekt namens „Rocar“.

„’Wir sind Rocar’ vereint die Idee des Recycelns mit der Idee, Rhythmus in der Gemeinschaft wieder erlebbar zu machen und dabei Freude zu teilen“, sagt Hans Alejandro Blau. Der Elstaler ist Musiker, Musiktherapeut und Initiator dieser außergewöhnlichen Aktion. Bezahlt wird er von der Schule, unterstützt vom Förderverein der Schule.

Zweites Leben für Kronkorken

Kern der Sache ist, aus Kronkorken und alten Besenstielen das Musikinstrument Rocar zu bauen. Hans Alejandro Blau weiß um die Wirkung von gemeinschaftlichem Musizieren, Rhythmus und Bewegung und freut sich daher, dass mehrere Kolleginnen der GrundschuleOtto Lilienthal“ mit ihm und natürlich den Kindern das Projekt realisieren.

Vor dem Scharfen Start des Projektes wurden die Kinder; Eltern, Großeltern und sonstige Bekannte der Schüler zum Sammeln von alten Kronkorken und gebrauchten Besenstielen aufgefordert. Normalerweise landen die Deckel der Brause-, Limo- oder Bierflaschen im Müll. Nun erhalten sie dank „Wir sind Rocar“ ein zweites „Leben“ und erfüllen einen guten Zweck.

Alles ist im Rhythmus

„Nicht nur, weil meine eigenen Kinder Teil der Grundschulgemeinschaft sind, sondern vor allem die Idee motiviert, mit dem Projekt präventiv zu sein, hat mich motiviert“, so Blau. Rhythmus sei Teil des Lebens. „Ob Tag und Nacht, die Jahreszeiten, der Herzschlag oder auch der tägliche Schulbesuch – alles ist im Rhythmus“, sagt er. Gleichzeitig sei bekannt, dass miteinander musizieren Barrieren abbaut und das Miteinander fördere.

Zunächst war Hans Alejandro Blau nicht klar, wie das Projekt bei den Schülern und Eltern der Grundschule ankommt. Doch diese Sorge hatte sich schnell erledigt. Denn „als die ersten Kronkorken in den Sammelbehältern in der Schule landeten, gab es kein Halten mehr“, weiß der Musiktherapeut. Zunächst sollten nur die 4. bis 6. Klassen teilnehmen. Dafür benötigte man etwa 25 000 Kronkorken. Dann wollte auch die 3. Jahrgangsstufe dabei sein, so dass 30 000 Kronkorken nötig waren. Eltern, Schüler und Lehrkräfte sammelten fleißig weiter, bis schließlich 150 000 Kronkorken zusammengekommen waren.

300 Schüler spielen zusammen

Es folgte die Bauphase. Hans Alejandro Blau bewährte sich als Bauleiter, die Kinder zeigten, was sie handwerklich drauf haben. Nach und nach wurden immer mehr Rocars fertig. „Jetzt sind wir in der Übungsphase“, sagt Blau. Jeder Schüler beschäftig sich mit seinem Instrument, dann gemeinsam in der Gruppe. Alle lernen, die Samba-Rhythmen zu spielen. „Von mal zu mal werden Jahrgänge zusammengefasst, aus 100 Schülern wurden 180, dann 300, die gemeinsam rocken, nein rocarn“, so Hans Alejandro Blau.

Kurz vor Endes des Schuljahres, beim Sommerfest der Grundschule am 30. Juni, wollen mehr als 300 Mädchen und Jungen dann zu Samba musizieren und ihr Instrument in Schwingung halten.

Aber mit dem Auftritt des Kinder-Rocar-Orchesters ist die Aktion noch nicht beendet, wenn es nach Hans Alejandro Blau geht. Er will weitere Schulen einladen, bei „Wir sind Rocar“ mitzumachen und zum nächsten Weltkindertag im Juni 2019 in der Kulturbrauerei in Berlin 1000 Kinder zu Sambaklängen spielen lassen. Wer Interesse hat, kontaktiert Hans Alejandro Blau unter kontakt@wir-sind-rocar.de

Von Jens Wegener

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