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Wustermark Nicht genug Platz für Fahrräder
Lokales Havelland Wustermark Nicht genug Platz für Fahrräder
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19:26 11.01.2019
Auch in Elstal gibt es bei der Fahrradinfrastruktur noch einiges zu verbessern. Quelle: Tanja M. Marotzke
Wustermark

Die Gemeinde Wustermark soll fahrradfreundlicher werden. Vor allem geht es um mehr Abstellmöglichkeiten für Zweiräder an den drei Bahnhöfen Elstal, Priort und Wustermark. Ein entsprechender Antrag der Wustermarker Sozialdemokraten fand im Gemeindeparlament eine große Mehrheit.

Fraktionschef Manfred Rettke: „Ziel ist, dabei Mittel über die seit dem 1. Januar 2019 geltende ’Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten im kommunalen Umfeld des Bundesumweltministeriums’ zu bekommen.“

Außerdem fordert die SPD in ihrem Antrag die Gemeindeverwaltung auf, zu prüfen, ob ausreichend Fahrradwege in der Gemeinde existieren und ob eine Verbesserung der Radwegeinfrastruktur infrage kommt.

Linken-Antrag war abgelehnt worden

Ein ähnlicher Vorstoß der Wustermarker Linken im vergangenen August war noch mehrheitlich abgelehnt worden. Damals ging es um die Mitgliedschaft der Gemeinde in der Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Kommunen des Landes Brandenburg“. Die will das Land darin unterstützen, das Fahrrad als gleichberechtigtes Verkehrsmittel zu etablieren. In der Arbeitsgemeinschaft hätte man sich Konzepte abgucken können und wäre exklusiv auf Fördermittel für den Radwegebau aufmerksam gemacht worden, hatte Linke-Chef Tobias Bank argumentiert. Doch die Kommune Wustermark hätte einen Vertreter für die drei- bis viermal jährlich stattfindenden Treffen der Arbeitsgemeinschaft berufen und einen Mitgliedsbeitrag von etwa 500 Euro aufbringen müssen. Das wollte man nicht. Ebenso fiel der Antrag zur Schaffung einer Stellplatzsatzung für Fahrräder in der Gemeinde durch.

Neues Förderprogramm sollen helfen

Jetzt hat sich der SPD-Ortsverein dem Thema Fahrrad zugewandt. Es gebe in der Gemeinde eine gültiges Klimaschutzkonzept, in dem die Reduktion von Kohlendioxid eine vorrangige Aufgabe sei, so Manfred Rettke. Das könne über mehr Bahn- und Fahrradverkehr gewährleistet werden. Allerdings wachse wegen des stetigen Zuzugs in Wustermark der Druck, an den Bahnhöfen in Elstal, Priort und Wustermark ausreichend Abstellplätze für Räder zu schaffen.

Zur Finanzierung könnte aus Sicht der SPD das neue Förderprogramm des Bundes beitragen. „Ein Zuschuss in Höhe von 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben ist möglich“, so Manfred Rettke in seinem SPD-Antrag.

SPD ist für Erhalt alle Bahnanschlüsse in der Gemeinde

Flankierend hätten das Bundesumweltministerium und die Deutsche Bahn eine Bike & Ride-Offensive zur Stärkung des Bahn- und Radverkehrs gestartet. Ziel seien 100 000 neue Abstellplätze bis 2022. Die Bahn unterstütze den Prozess unter anderem dadurch, dass sie Mustergestattungsverträge für die Fälle anbiete, bei denen die benötigten Flächen nicht im Besitz der Kommunen sind.

Mit ihrem Vorstoß wolle die SPD Wustermark auch deutlich machen, dass sie sich wie auch die Kreis-SPD für den Erhalt aller Bahnanschlüsse in der Gemeinde Wustermark starkmache, so Rettke. „Wir werden weiterhin für einen Erhalt der Bahnverbindungen am Bahnhof Wustermark kämpfen und sind optimistisch, dass dies auch gelingen wird.“

Von Jens Wegener

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