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Wustermark Schulleiterin geht in Ruhestand
Lokales Havelland Wustermark Schulleiterin geht in Ruhestand
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13:14 06.07.2018
Christine Scharschmidt leitete 28 Jahre die Oberschule in Elstal. Jetzt beginnen ihren ganz langen Ferien. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Elstal

Ruhestand? Mit dem Wort kann Christine Scharschmidt (noch) nichts anfangen. Die 65-Jährige ist eine Powerfrau, eine Kämpferin, eine, die macht und was schaffen will – auch nach ihrem beruflichen Abschied. „Ich werde mit eine stundenweise Beschäftigung suchen, die mir Spaß macht, aber nicht stresst. Ich habe schon was im Auge, es ist aber noch nicht spruchreif“, sagt die Nauenerin.

28 Jahre hat Christine Scharschmidt die Geschicke der Elstaler Oberschule geleitet, insgesamt war sie 40 Jahre im Schuldienst – am 31. Juli ist Schluss.

Ein tolles Lehrerteam

Sie geht mit „einem ruhigen Gewissen“, weil „es ein tolles Lehrerteam gibt und eine tolle und moderne Schule entstanden ist im Laufe der letzten Jahre“, wie sie sagt. Immer wieder weist sie auf die Hilfe des Schulträgers, die Gemeinde Wustermark, hin, ohne die „es diese Schule wohl heute nicht mehr geben würde“.

Als die Schülerzahlen Anfang des neues Jahrtausends sanken, sogar unter 180, stand die Existenz der damaligen Gesamtschule Elstal auf der Kippe. „Ich hatte schon den blauen Brief vom Schulamt, dass ich versetzt werden sollte, weil Schulen unter 180 Schüler keinen Schulleiter haben durften. Dann hat der ehemalige Bürgermeister Bernd Drees einen Brief ans Schulamt geschrieben und es war Ruhe.“

Digitalisierung des Unterrichts auf gutem Weg

Die Freude von Christine Scharschmidt darüber, dass die Elstaler Heinz-Sielmann-Oberschule heute so gut darsteht, hat sie sich in großen Teilen selbst geschaffen. Unter ihrer Regie ist der moderne Anbau des Schulgebäudes erfolgt, das Wirtschaftsprofil der Schule zeigt Erfolge, die Digitalisierung des Unterrichts ist auf gutem Weg (neun digitale Tafeln fehlen noch), die Web-Seite der Schule wird von einem Lehrer professionell gestaltet, so dass die Schule mehr Bewerbungen von Lehrern bekommt, als sie brauchen kann.

„Die Mischung des Lehrerkollektivs stimmt, sowohl geschlechtlich also auch altersmäßig. Wir sind sehr gut aufgestellt“, sagt die Noch-Schulleiterin. Wie viele Schüler in den letzten 28 Jahren in Elstal die Schule absolviert haben, weiß sie nicht genau. 1500 bis 1600 müssen es gewesen sein. Fast jedem hat die Leiterin zum Abschluss die Hand gedrückt.

Auch dem heutigen Nauener Nico Rothämel. Der war Schüler, als sie vor 28 Jahren von der Wustermarker Grundschule nach Elstal wechselte. „Er hat mir zum meinem Abschied einen langen Brief geschrieben. Ich war wirklich gerührt.“

Dank an die Partner

Unverzichtbar und mitverantwortlich für den Erfolg des Schulkonzeptes ist aus Sicht von Christine Scharschmidt die enge Kooperation mit den Partnern. Sie zählt auf: die Sielmann-Stiftung als Namensgeber, die GWV Ketzin, die über Jahre Projekte wie die Anschaffung der digitalen Tafeln finanziell unterstützt, die IHK Potsdam, die am digitalen „schwarzen Brett“ in der Schule Praktikums- und Stelleangebote sowie Berufsberatungstermine für die großen Schüler veröffentlicht, der ESV Lok Elstal, auf dessen Plätzen ein Großteil des Sportunterrichtes der Schüler und die Fahrschulausbildung ab der 8. Klasse erfolgt, der Humanistische Freidenkerbund Havelland, der die Versorgung Schüler in der Cafeteria mit waren der Nauener Tafel abdeckt und die Ländliche Erwachsenenbildung Brandenburg, die die Berufseinstiegsbegleitung für Abgänger übernimmt und Schulsozialarbeit leistet.

Auch wenn die Nachfolge der Schulleiterin noch nicht geklärt ist, zunächst übernimmt ihre Stellvertreterin Karsta Höft, kann Christine Scharschmidt beruhigt ihren Hut nehmen. „Ich fahre erstmal mit einigen Enkeln zum Gardasee und zur Ostsee. Denn für eine Kur bin ich noch zu gesund. Das kommt später.“

Von Jens Wegener

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