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Wustermark Spargelland Hoppenrade passt sich an
Lokales Havelland Wustermark Spargelland Hoppenrade passt sich an
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00:25 08.05.2018
Spargel und Schnitzel muss Koch Lukasz am häufigsten für die Gäste im Hoppenrader Spargelbistro zubereiten. Quelle: Tanja M. Marotzke
Hoppenrade

Als Spargelbauer hat Armin Rathfelder derzeit alle Hände voll zu tun. „Jeden Tag gibt es neue Probleme, mal funktioniert die Sortieranlage nicht mehr, mal wird ein Erntehelfer krank, man weiß nie, was als nächstes kommt“, erzählt er. Auf seinem Hof in Hoppenrade baut Rathfelder auf einer Fläche von rund acht Hektar den bei den Deutschen beliebten weißen Spargel an.

Den Hoppenrader Spargel gibt es nur direkt auf dem Hof zu kaufen. Quelle: Tanja M. Marotzke

Ganz so einfach wie früher sei das Geschäft mit dem „königlichen Gemüse“ allerdings nicht mehr. „In den vergangenen Jahren haben wir unsere Flächen schrittweise reduziert und bewirtschaften heute nur noch ein Viertel der ursprünglichen Anbaufläche“, so Rathfelder. Die Entscheidung habe vor allem etwas mit dem hohen Konkurrenzdruck auf dem Spargelmarkt zu tun.

Kleine Höfe kommen gegen große Anbieter nicht an

„Sie können alles verkaufen, nur zu welchem Preis ist die Frage“, sagt er. Große Anbieter würden schon zu Beginn der Saison den Markt völlig mit Spargel überschwemmen, da viele Großbetriebe auf Verfrühung setzen. Durch Spezialfolien wächst der Spargel noch schneller, so dass schon Ende Mai große Mengen verfügbar sind. Kleinen Höfe, die das bekannte Gemüse auf herkömmliche Weise wachsen lassen, hätten da kaum eine Chance.

„Seit etwa zehn Jahren spüren wir einen Rückgang beim Verkauf in unserem Hofladen“, so Rathfelder. Für viele Kunden sei es schlicht bequemer, den Spargel im Supermarkt zu kaufen, als extra auf den Spargelhof zu fahren. Das nehme er den Kunden aber nicht übel. Dabei erinnert sich der Spargelbauer noch gut an die Zeit, als er in Hoppenrade anfing. Das war 1994, der Hof vor der Spargelhalle, wo Kunden heute ihre Autos parken können, war noch unbefestigt. „Damals sind die Damen noch im Regen in ihren hohen Schuhen über den Hof gestöckelt, um hier ihren Spargel zu kaufen“, so Rathfelder. Solche Strapazen würde heute kaum noch jemand in Kauf nehmen.

Kleine Betriebe müssen sich umstellen

„Der Spargel hatte seine Zeit und viele haben damit Geld verdient, jetzt müssen wir uns umstellen“, sagt Armin Rathfelder. In Hoppenrade wird daher immer mehr auf das Spargelbistro gesetzt. Hier gibt es Getränke, Speisen und einen großen Außenbereich, der vor allem bei sonnigen Wetter zum gemütlichen Beisammensein einlädt. Den Schritt habe Armin Rathfelder nie bereut, denn mit einer kleineren Fläche gebe es auch im Alltag weniger Schwierigkeiten, was schon bei der Anzahl der benötigten Erntehelfer beginnt. „Zunächst müssen sie die Helfer finden und ihnen vor Ort auch eine entsprechende Infrastruktur bieten“, so der Spargelbauer.

Helfer findet der Familienbetrieb genügend

Während einige seiner Kollegen in Brandenburg nur noch sehr schwer Arbeiter finden, kommt Armin Rathfelder mit seinem Familienbetrieb gut über die Runden. „Wir haben hauptsächlich Arbeiter aus Rumänien, einige kommen schon seit Jahren zu uns, es sind aber auch immer viele neue Gesichter darunter“, erzählt er.

Trotz aller Schwierigkeiten hat Armin Rathfelder seinen Humor nicht verloren. „Vieles hat sich in den Jahren verändert, das einzig Verlässliche ist dabei der Spargel, der wächst so wie immer“, sagt er.

Von Danilo Hafer

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