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Wustermark Wo Babtisten ihre Priester ausbilden
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18:54 11.07.2018
Ursula Nonnemacher im Gespräch mit Michael Kißkalt, Rektor der Theologischen Hochschule Elstal. Quelle: Foto: Danilo Hafer
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Elstal

 Der Wustermarker Ortsteil Elstal ist nicht nur der Ort, an dem Besucher Erdbeeren naschen und shoppen gehen können, hier befindet sich auch die einzige theologische Hochschule Brandenburgs. Rund 80 Studierende sind derzeit in einem der drei Studiengänge eingeschrieben.

Nonnemacher auf Sommertour in Wustermark

Die Grüne Landtagabgeordnete Ursula Nonnemacher besuchte die Schule am Mittwoch im Rahmen ihrer Sommertour durch Wustermark. „Mir war bis vor kurzem gar nicht bewusst, dass wir hier eine richtige Hochschule um die Ecke haben, daher ist es für mich umso interessanter heute hier zu sein“, sagte sie. Hochschulrektor und Professor für Interkulturelle Theologie, Michael Kißkalt führte durch die Hochschule und gab einen Einblick über die Entstehung der Einrichtung und des gesamten Areals entlang der Bahnhofstraße.

Die vom Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) getragene Hochschule bietet drei Studiengänge an: Evangelische Theologie im Bachelor- und Master-Studiengang sowie den Master-Studiengang Freikirchliche Diakonie. Etwa dreiviertel der Studieren leben auch auf dem Gelände. Diese kommen zum Großteil aus einer der 800 Baptistischen Gemeinden in Deutschland.

Hochschule bildet eigenen Nachwuchs aus

„In erster Linie wollen wir an dieser Hochschule den Nachwuchs für unsere eigenen Gemeinden ausbilden“, so Kißkalt. Wurde die Gemeindearbeit vor einigen Jahren noch hauptsächlich ehrenamtlich durchgeführt, sei der Bedarf an hauptamtlichen Mitarbitern immer weiter gestiegen.

Studieren kann in Elstal aber auch, wer nicht der Kirche angehört. Bewerber sollten sich nur einer Sache bewusst sein: „Wir studieren hier nicht nur, wir leben auch eng zusammen. Das ist das besondere hier und jeder Bewerber sollte sich in diese Gemeinschaft ein Stück einfügen“, sagte Kißkalt.

Viele Hürden bis zur Anerkennung

Der Weg zur voll anerkannten Hochschule war indes nicht gerade leicht. „Wir haben die Studiengangakkreditierung dreimal durchlaufen und mussten einige Auflagen erfüllen“, so Kißkalt. Dazu gehörte auch dass mehrere Lehrende nachgeschult werden mussten, darunter auch der Rektor selbst. „Ich musste noch meinen Doktor machen, ohne dem ging es nicht“, so Kißkalt. Am Ende wurde schließlich alles gut und die Schule erhielt 2015 die Anerkennung.

Standort entstand Ende der 1990er Jahre

Entstanden ist der Standort Ende der 1990er Jahre. Nach der Wende hatte der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden vier Standorte, verteilt über ganz Deutschland. „So hat man sich schließlich auf die Suche nach einem geeigneten Areal begeben, an dem die verschiedenen Bereiche zusammengeführt werden können“, sagte Volker Springer, Kaufmännischer Leiter beim BEFG. Die Entscheidung fiel letztlich auf das Gelände in Elstal, da dieses groß genug war, um neben einer Hochschule auch Gästehäuser und die gesamte Verwaltung des BEFG unterzubringen.

Direkt neben dem Gelände entsteht derzeit ein neues Pflegeheim mit 111 stationären Pflegeplätzen. Betreiben wird es von der baptistennahen Immanuel Diakonie.

Nonnemacher besuchte aus das BioBackhaus

Vor ihrem Besuch in der Theologischen Hochschule informierte sich Ursula Nonnemacher am Vormittag bereits über die weitere Entwicklung des Olympischen Dorfes in Elstal und besuchte das Bio Backhaus in Wustermark.

„Angesichts der 3000 Menschen, die im Olympischen Dorf einmal leben sollen, ist vor allem der Verkehr eines der Hauptprobleme aus meiner Sicht“, so Nonnemacher. Dass bei dieser Entwicklung der Wustermarker Bahnhof nun abgehängt wird, sei ein großes Problem.

Von Danilo Hafer

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