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Wustermark Von Eulenspiegel bis Rangierbahnhof
Lokales Havelland Wustermark Von Eulenspiegel bis Rangierbahnhof
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01:13 15.10.2018
Der Eulenspiegel gehört zu den markanten Figuren in Elstal. Nach ihm wurde die Siedlung in der Nähe des Olympischen Dorfes benannt. Quelle: privat
Elstal

100 Jahre sei keine lange Zeit, verglichen mit den Gründungsdaten der anderen Wustermarker Ortsteile. Doch diese 100 Jahre von 1918 bis 2018 hätten es in sich, sagt Eckhard Bärensprung vom Verein Historia Elstal.

Er beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Geschichte Elstals und weiß: „Für die Beschäftigten des im Jahre 1909 entstandenen Rangierbahnhofes Wustermark wurde auf dem Reißbrett ein neuer Ort geplant, die Kolonie Elstal. Sie bot nach damaligen Standards einen hohen Wohnkomfort für die Eisenbahner in unmittelbarer Nähe ihres Arbeitsplatzes.“

Nach der Wende ist Elstal auch flächenmäßig gewachsen

Das Wahrzeichen Elstals – der Wasserturm – stand bereits, als die ersten Wohnungen in der neuen Eisenbahnersiedlung bezogen wurden. Das Umfeld des Ortes hatte das Militär mit einem Flugplatz, militärischem Übungsgebiet und vielen Kasernen für sich in Anspruch genommen.

„Durch Geländezuordnungen vergrößerte sich Elstal nach 1990 um ein Vielfaches“, so Bärensprung. Gemeint sind das Olympische Dorf von 1936, das Areal der Adler- und Löwenkaserne und große Teile des ehemaligen militärischen Übungsgeländes – die Döberitzer Heide – gehören seither zur Gemeinde Wustermark und zur Gemarkung Elstal.

Moderner, aufstrebender Ort

Während sich früher fast alles im Ort um die Eisenbahn drehte, prägen heute das Designer Outlet Center Berlin, Karls Erlebnis-Dorf, das Bildungszentrum des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden sowie die Sielmann-Stiftung das Gesamtbild des Ortes. „Viele sanierte und neue Wohnsiedlungen, eine Schule, Kitas, ein Nahversorgungseinrichtungen, gute medizinische Versorgung zeugen von einem modernen aufstrebenden Ort“, schätzt Eckhard Bärensprung ein.

Dass viele der rund 4000 Einwohner sich für Geschichte des Ortes interessieren, war bei der 100-Jahr-Feier Ende September zu spüren. Der Verein „Historia Elstal“ informierte in einer Ausstellung über die Entwicklung und stellte die neue Chronik vor. Die erste Auflage von 400 Exemplaren war in kurzer Zeit vergriffen. „Aber es soll so schnell wie möglich eine zweite Auflage geben“, sagt Bärensprung.

Von Jens Wegener

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