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Wustermark Weihnachtsmann in Aktion
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20:45 29.11.2018
Thomas Brettschneider in Arbeitskleidung. Quelle: Ralf Stork
Elstal

In seinen normalen Straßenklamotten sieht Thomas Brettschneider aus wie der Weihnachtsmann, der sich verkleidet hat, um unter den normalen Menschen nicht weiter aufzufallen.

Zieht er dann die rote Jacke mit dem weißen Saum an, setzt die Mütze auf, schiebt die Brille weit runter auf die Nase und zurrt den Gürtel über seinem stattlichen Bauch zurecht, sieht er nicht aus wie der Weihnachtsmann. Er ist es! Ohne jeden Zweifel!

Auflauf beim Fototermin

Die Wirkung, die er dann entfaltet, ist jedenfalls ziemlich beeindruckend: Bei dem kurzen Fototermin im Outletcenter Elstal verursacht er gleich mal einen kleinen Menschenauflauf. Zu den Leuten, die unbedingt ein Foto mit ihm machen wollen, gehörte auch eine Bloggerin aus China, die in ihrer Heimat eine Millionen Follower hat. Nur ein paar Minuten ohne seine Zivil-Verkleidung reichen Brettschneider, um auch in China bekannt zu werden. Halbwegs Ruhe ist erst, als er das signalrote Kostüm wieder gegen seine Zivilistenkleidung tauscht.

Erst kurz im Geschäft

Ob man es glaubt oder nicht, Brettschneider ist erst seit Kurzem im Weihnachtsgeschäft.

Aus der MAZ hatte er im Oktober erfahren, dass das Outlet-Center einen Weihnachtsmann für den verkaufsoffenen Sonntag (9. Dezember) sucht und sich für den Auftritt beworben. Als Referenz konnte er immerhin drei Auftritte in Kitas aus dem vergangenen Jahr aufführen. Das reichte – neben seinem Aussehen – um die Nase vorn zu haben. Jetzt hat er sich schon mal vor Ort umgesehen und einen ersten Eindruck davon bekommen, was ihn am Zweiten Advent erwartet.

Auftritt vor Publikum

Es wird sein erster großer Auftritt vor richtig viel Publikum sein. Genauso hat er sich das vor gut zwei Jahren vorgestellt: „Irgendwann im Jahr 2016 wusste ich, dass ich gerne der Weihnachtsmann sein würde“, sagt Brettschneider. Ein paar der wichtigsten Weihnachtsmann-Merkmale konnte er schon damals aufweisen: Die kleine Brille, eine gewisse Leibesfülle und ein fortgeschrittenes Alter. Brettschneider ist heute 63 Jahre alt. Auch einen Bart hat er schon lange, allerdings nur einen Millimeter kurzen.

Seine Haare sind schon seit 20 Jahre schlohweiß. Brettschneider schiebt das auf den stressigen Beruf, den er damals hatte. Als Unternehmer hat er damals fast rund um die Uhr gearbeitet. „Vor zwei Jahren habe ich mir ausgerechnet, dass es ungefähr 22 Monate dauern wird, bis der Bart wirklich die passende Weihnachtsmann-Länge hat“, sagt Brettschneider. Der Termin in Elstal ist also fast eine Punktlandung.

All zuviel Biografisches ist Brettschneider nicht zu entlocken. Andererseits: Wenn man der Weihnachtsmann ist, ist man der Weihnachtsmann und braucht keinen akribischen Lebenslauf. Nur so viel: Er möchte ein bisschen von dem Glück, dass er im Leben gehabt hat, weiter geben. Wie könnte das besser gehen als als Weihnachtsmann?!

Staunen der Kinder

„Ich mache das, weil es so toll ist, die glänzenden Kinderaugen zu sehen“, sagt Brettschneider. Wahrscheinlich bereitet es ihm auch eine diebische Freude, das Staunen der Kinder zu sehen, wenn sie merken, dass er wirklich echt ist.

Verschenkter Gutschein

Der verkaufsoffene Sonntag in Elstal soll für den Weihnachtsmann der Auftakt zu einer langen ehrenamtlichen Karriere sein. „Ich möchte gerne in Kindergärten, Kinderheimen oder Kinderstationen von Krankenhäusern auftreten“, sagt Brettschneider. Geld will er dafür nicht nehmen. Auch den Einkaufsgutschein in Höhe von 500 Euro, den er für seinen Auftritt in Elstal bekommt, will er verschenken.

Ein bisschen plaudert der Mann mit dem weißen Bart doch über sein früheres Leben. Er hat Unternehmen und Privatleute beraten. „Ich habe schon sehr vielen Menschen bei der Erfüllung ihrer Wünsche geholfen“, sagt er und blinzelt vergnügt. Wow. Ein echter Weihnachtmann-Satz, der die Grenzen der Realität mindestens für kurze Zeit durcheinander bringt. Also dann ist er es wirklich! Dann spielt er den Brettschneider nur, um nicht zuviel Unruhe zu verbreiten.

Von Ralf Stork

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