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Havelland Wustermarker protestieren gegen Verkehrsplan
Lokales Havelland Wustermarker protestieren gegen Verkehrsplan
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15:49 04.12.2017
Noch halten die Züge der Regionalbahnlinie 21 in Wustermark – für viele Pendler eine wichtige Verbindung nach Berlin und Potsdam. Quelle: Marotzke
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Wustermark

Innerhalb von nur sieben Tagen unterzeichneten 1 900 Wustermarker eine Unterschriftensammlung gegen den geplanten Entwurf des Landesnahverkehrsplan (LNVP) 2018. „Die sehr große Resonanz zeigt uns, wie wichtig das Thema für die Einwohner ist“, sagte Maria Zunke, die die Unterschriftensammlung gemeinsam mit anderen Wustermarkern ins Leben gerufen hatte. Mit einer solch hohen Beteiligung hätte die Pendlerin nicht gerechnet.

„Wir haben gehofft, dass sich vielleicht 300 Menschen beteiligen, hatten dann aber schon nach zwei Tagen über 500 Unterschriften, das war wirklich beeindruckend“, so Zunke. Die Unterschriften wurden am Sonntag bei E-Mail an das zuständige Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung in Potsdam geschickt. „Allerdings bekamen wir irgendwann die Meldung, dass das Postfach voll ist und so sind leider die letzten zwei Listen nicht angekommen. Wir hoffen jetzt, dass wir sie noch nachreichen können“, so Zunke weiter.

Bis zum 4. Dezember konnten Bürger ihre Bedenken zu dem vorgestellten Plan in einem Beteiligungsverfahren äußern. Der Landesnahverkehrsplan sieht vor, die Regionalbahnlinien 21 und 13 zusammenzulegen und so eine neue Verbindung zwischen Potsdam und Berlin zu schaffen. Die neue Linie soll dann allerdings nicht mehr in Wustermark halten, sondern von Priort direkt nach Elstal fahren und umgekehrt. Für den Ortsteil Wustermark würde damit nicht nur eine zusätzliche Verbindung in der Rush Hour, sondern auch die direkte Zugverbindung nach Potsdam entfallen.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Havelländer Kreistag hat sich ebenfalls mit dem Landesnahverkehrsplan beschäftigt. So begrüßt die Fraktion zunächst die Zusammenlegung der Regionallinien 21 und 13. „Allerdings lehnen wie es ab und halten es für kontraproduktiv, dass dabei der Bahnhof Wustermark nicht mehr angefahren werden soll“, so der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Seelbach in einer Pressemitteilung. Die Fraktion fordert, dass der Bahnhof in Wustermark auch weiterhin angefahren wird, da dies ein wichtiger Umsteigepunkt für viele Pendler ist. Zudem würde der Wegfall der direkten Verbindung nach Potsdam eine erhebliche Beeinträchtigung für die Bahnnutzer bedeuten.

Ob die Pläne für den Wustermarker Bahnhof noch einmal überdacht werden ist noch unklar. „Wir hoffe natürlich, dass sich dort noch einmal etwas bewegt, alles andere wäre eine Katastrophe“, so Maria Zunke.

Von Danilo Hafer

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