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Havelland Wustermarks Feuerwehr auf Rekordkurs
Lokales Havelland Wustermarks Feuerwehr auf Rekordkurs
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08:51 27.11.2015
Wustermaks Gemeindebrandmeister Jürgen Scholz (Mitte), sein Stellvertreter René Jahn (re.) und Wustermarks Ortswehrführer Oliver Plank (li.) am neuen Fahrzeug vor dem Depot. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Wustermark

Es ist einer der seltenen Festtage für die Wustermarker Feuerwehrleute, wenn sie am Freitagabend ein nagelneues Fahrzeug in ihren Fuhrpark einordnen können. Das Tragkraftspitzenfahrzeug TSF/W – das W steht für Wasser an Bord – hat etwa 150 000 Euro gekostet und wurde von der Gemeinde Wustermark ohne Fördermittel bezahlt. Gemeindebrandmeister Jürgen Scholz erklärt: „Wir haben zwar ein ähnliches Fahrzeug in der Ortswehr in Hoppenrade im Einsatz, aber das hat weit weniger Ausstattung an Rettungsgeräten“. Dazu gehören eine Schere und eine Spreize, die bei technischen Hilfeleistungen wie Verkehrsunfällen eingesetzt werden.

„Eine solche Investition dient auch zur Motivation der Feuerwehrleute, die sich 365 Tage im Jahr für die Sicherheit unserer Einwohner engagieren“, sagt Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos).

Bereits 120 mal mussten die Wustermarker Feuerwehrleute zwischen Januar und Ende September ausrücken. „Wir sind auf Rekordkurs“, sagt Jürgen Scholz und ergänzt: Zum Jahresende werden es wohl 150 Einsätze sein. Das gab es noch nie.“ Ein Teil dieser Einsätze leisten die Feuerwehren aus der Gemeinde Wustermark im Güterverkehrszentrum, im Outletcenter und in Karls Erlebnis-Dorf. Das seinen keine großen Brände, aber Unfälle, Ölspuren, umgefallene Bäume oder Äste müssen beseitigt werden, so der Gemeindebrandmeister. Mit dem geplanten Bahn-Campus Havelland am Rangierbahnhof Elstal komme ein weiteres großes Einsatzgebiet hinzu.

Das alles wird im neuen Gefahrenabwehrbedarfsplan 2016 bis 2020 verankert, der von den Wustermarker Gemeindevertretern beschlossen werden muss. Darin enthalten sein wird die Anschaffung eines Hilfelöschfahrzeuges für die Einheit Elstal. An Bord eines solchen Gefährts ist eine erweiterte technische Hilfeausrüstung, erklärt Scholz. Das werde etwa 250 000 Euro kosten.

Das neue Löschfahrzeug in Wustermark löst ein älteres ab. Das stammt aus dem Jahre 1998 und enthält ebenfalls Schere und Spreize. Allerdings: „Die älteren technischen Geräte sind zum Aufschneiden von Autos der heutigen Generation kaum noch zu verwenden, weil die Bleche mehrfach gefaltet sind und man damit nicht mehr durchkommt“, weiß Scholz. Bei alten Autos sei das aber kein Problem. Deshalb wurde das Wustermarker Löschgruppenfahrzeug nicht ganz ausgemustert, sondern an das Amt Nennhausen verkauft, wo es in der Kotzener Feuerwehr zum Einsatz kommen wird.

Von Jens Wegener

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