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Havelland Zahl der Borreliose-Fälle ist stabil
Lokales Havelland Zahl der Borreliose-Fälle ist stabil
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17:00 14.08.2014
Quelle: Daniel Reinhardt
Havelland

„Es ist kein außergewöhnliches Jahr“, sagte der leitende Oberarzt der Notfallversorgung in Nauen, Rainer Gorgas.

Das Havelland behauptet sich damit offenbar gegen den Trend. Die Zecken seien nach dem milden Winter relativ früh aktiv geworden, hieß es aus dem Gesundheitsministerium in Potsdam. Die Zahl der Borreliose-Erkrankungen – einer Infektion, die durch die Parasiten übertragen wird – sei daher spürbar angestiegen.

Im Osthavelland ist davon nichts zu merken. Wie stets zwischen April und Oktober entfernen die Ärzte in der Nauener Notaufnahme im Schnitt täglich einem Menschen eine Zecke. Auch die Zahl der Borreliose-Patienten ist stabil. Seit Mai wurden in Nauen vier Leute davon kuriert. „Möglicherweise hat die Infokampagne mittlerweile gefruchtet und die Leute kommen rechtzeitig zu uns“, sagte Gorgas. Längst nicht jede Zecke habe Borrelien im Darm, sondern nur etwa jede dritte bis fünfte.

Bestätigt wird die Durchschnittssaison von Amtsarzt Erich Hedtke, der kreisweit bislang rund 50 Borreliose-Fälle registriert hat. „Das ist weniger als im vergangenen Jahr um diese Zeit“, sagte er. Insgesamt werden jährlich zwischen 80 und 150 Fälle gemeldet. In Oberhavel sind es jetzt schon 82 Fälle – nur in Märkisch-Oderland gab es mehr. In einem frühen Stadium kann man Borreliose noch mit Tabletten behandeln, danach ist eine intravenöse Antibiotika-Therapie nötig. Unbekämpft können die schraubenförmigen Bakterien dem Menschen unangenehm werden: Nach einer kreisrunden Hautrötung und Grippesymptomen wie Abgeschlagenheit und Kopfweh kann es zu Gelenkschmerzen und Seh- und Herzrhythmusstörungen kommen.

So entfernt man eine Zecke richtig

Greifen Sie die Zecke mit einer dünnen Pinzette so nah an Ihrer Hautoberfläche wie möglich und ziehen Sie sie langsam heraus. Haben Sie keine Pinzette zur Hand, können Sie auch die Fingernägel benutzen. Geben Sie nicht auf, wenn es nicht beim ersten Mal klappt.
Es ist nicht schlimm, wenn die Zecke zunächst nicht komplett entfernt werden kann und der Kopf oder der Stechapparat in der Haut steckenbleibt. In diesem Fall können Sie in aller Ruhe einen Arzt aufsuchen.
Eine Übertragung von Borrelien ist frühestens acht bis zwölf Stunden nach dem Stich möglich, weil die Viren erst aktiviert werden müssen. Eine Zecke, die innerhalb der ersten acht bis zwölf Stunden entfernt wurde, kann daher mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Borrelien übertragen.

Gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine ebenfalls durch Zecken übertragene Form der Hirnhautentzündung, gibt es einen Impfschutz. Die Brandenburger Zecken allerdings tragen den Virus nicht in sich; daher ist eine Impfung laut Oberarzt Gorgas nicht notwendig. In diesem Jahr trat landesweit nur ein einziger Fall von FSME auf, und zwar im äußersten Südzipfel Brandenburgs. Nach Beobachtungen von Amtsarzt Hedtke ist der Erreger in den vergangenen 20 Jahren von Süddeutschland aus aber stetig weiter Richtung Norden gewandert. Die letzte Erkrankung im Havelland liegt zehn Jahre zurück – und wurde aller Wahrscheinlichkeit nach „importiert“.

Von Klaus D. Grote und Jana Einecke

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