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Havelland Zahl der Großtrappen im Havelland steigt
Lokales Havelland Zahl der Großtrappen im Havelland steigt
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17:37 14.04.2016
Großtrappen entwickeln sich im Havelländischen Luch wieder gut. Quelle: dpa
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Buckow

Der Frühling ist da und weckt auch in der Natur Liebesgefühle. „Die Großtrappen sind mitten in der Balz“, erklärt Henrik Watzke, Geschäftsführer des Fördervereins Großtrappenschutz, ein imposantes Schauspiel, das Besucher in diesen Wochen bei Führungen in das Havelländische Luch wieder beobachten können.

Die Balz der Großtrappen ist im Westhavelland ein absoluter Hingucker: Der Hahn wandelt sich in kurzer Zeit in einen großen weißen Federball. Der geballte Hals verleiht ihn noch mehr Größe. Weithin leuchtend lockt er so paarungsbereite Hennen an. Die Chancen ein solches Naturschauspiel beobachten zu können, sind im April und Mai durchaus günstig.

Erstmals steigt die Zahl auf über 200

„Erstmals sind es wieder über 200“, freut sich Watzke zur Bestandsentwicklung der Großtrappen. Deutschlandweit haben die Großtrappen lediglich noch in Brandenburg drei verbliebende Einstandsgebieten.

232 Großtrappen insgesamt hat der Förderverein vor dem Beginn der Balz im Februar in den Einstandgebieten Havelländisches Luch (88 Vögel), Belziger Landschaftswiesen (72) und Fiener Bruch (72) gezählt. So viele waren es in den letzten Jahren bei weitem nicht.

Im Jahr 1995 wurden lediglich 55 Großtrappen gezählt, 2014 waren es insgesamt 165 und im letzten Jahr 197 Großtrappen. Der positive Trend zum Erhalt der in Deutschland vom Aussterben bedrohen großen Vogelart hat sich also weiter fortgesetzt. „Ohne Schutzmaßnahmen, Hilfen und Betreuung wird es aber auch weiterhin nicht gehen“, sagt Watzke.

Eine der bedrohten Großtrappen. Quelle: WILDLIFE

Der Förderverein wird deshalb seine erfolgreiches Engagement zum Schutz der imposanten Vogelart in enger Zusammenarbeit mit der Staatlichen Vogelschutzwarte Buckow, Landwirten und ehrenamtlichen Helfern weiter fortsetzen.

Mit 88 Großtrappen wurden im Havelländischen Luch Ende Februar elf Exemplare mehr gezählt als ein Jahr zuvor. Damit bleibt die Region um Buckow das stärkste Einstandsgebiet. 2015 wurden im Havelländischen Luch 24 junge Großtrappen flügge. 14 davon im Schutzzaun „Garlitz“, der wie in den Jahren zuvor von Peter Block betreut wurde.

Als freiwilliger Helfer beobachtete und überwachte er das Brutgeschehen in der Schutzanlage. Astrid Eisenberg konzentrierte ihre Arbeit auf das gesamte Schutzgebiet mit angrenzenden Flächen und auf das neue Schutzareal „Buckow“, wo neun Jungtrappen flügge wurden. Außerhalb des Schutzareals wurden von Astrid Eisenberg 24 Gelege gefunden, geht aus dem Vorstandsbericht des Fördervereins zur 2015 geleisteten Arbeit hervor.

Hochspannungsleitungen sind eine Gefahr

Als problematisch für den Schutz der großen Vögel sieht der Förderverein die Betreibung einer Beregnungsanlage bei Liepe. An Hochspannungsleitungen sind 2015 zwei Großtrappen zu Tode gekommen. Auch ein hoher Raubwildbestand im Schutzgebiet bereitet Sorgen und soll in Zusammenarbeit mit den Jägern besser reguliert werden.

Zu massiven Störungen im Schutzgebiet kommt es dem Förderverein zufolge auch immer wieder Schutzgebietes in den eigenen Karten durch Hubschrauberflüge in zu geringer Höhe. Auf Einladung des Fördervereins besuchten 13 Piloten der 3. Lufttransportstaffel der Flugbereitschaft Berlin die Staatliche Vogelschutzwarte Buckow und wurden umfassend zum Großtrappen-Schutzprogramm informiert. Eine bessere Kennzeichnung des Schutzgebietes in den Flugkarten wurde dem Förderverein seitens der Flugbereitschaft zugesagt.

Von Norbert Stein

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