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Havelland Zahl der Unfälle sinkt, aber es gibt mehr Verkehrstote
Lokales Havelland Zahl der Unfälle sinkt, aber es gibt mehr Verkehrstote
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18:24 25.02.2019
Die Unfallserie reißt auch 2019 nicht ab: Hier auf der Autobahn in der Nähe der Abfahrt Falkensee. Quelle: Julian Stähle
Havelland

Polizeidirektor Peter Meyritz könnte sich eigentlich freuen. Wieder ist die Zahl der Verkehrsunfälle zurückgegangen – und zwar sowohl im gesamten Bereich der Polizeidirektion West mit der Stadt Brandenburg und mehreren Landkreisen als auch im Landkreis Havelland.

Allerdings hat es im Jahr 2018 mehr Verkehrstote gegeben, als im Jahr zuvor. „Alle 20 Minuten passiert in unserer Region ein Verkehrsunfall“, so Meyritz. Alle zwei Stunden gebe es einen Verletzten im Straßenverkehr und jeden zehnten Tag sei im Bereich der Polizeidirektion ein Verkehrstoter zu beklagen.

100 Prozent mehr Verkehrstote als 2017

Ein Jahr zuvor lagen diese Werte alle noch etwas niedriger. Der Anteil der Unfälle im Landkreis Havelland an der Statistik der Direktion liegt bei knapp 17 Prozent. 4396 Unfälle von insgesamt 25.970 im Direktionsbereich ereigneten sich im Landkreis Havelland. Signifikant ist die Zahl der Verkehrstoten. 2017 waren es fünf, 2018 wurden zehn gezählt. „Das ist eine Steigerung um 100 Prozent“, so Meyritz.

Sehr dezidiert befasst sich die Polizei in der Statistik mit den Unfallursachen. Vier Verkehrstote des Jahres 2017 im Landkreis Havelland mussten ihr Leben lassen, weil der Verkehrsunfall auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen war. Zumeist rasen die Fahrzeuge in diesen Fällen gegen einen Straßenbaum. Getötet wurden Verkehrsteilnehmer außerdem bei Unfällen, zu denen der Fahrer zu viel Alkohol oder andere Betäubungsmttel im Blut hatte.

24 Vorfahrtsunfälle mehr als im Vorjahr

Wie die Zahl der Unfälle insgesamt, nimmt auch der Anteil der Ursachen ab. So sterben 2017 zwar vier Verkehrsteilnehmer, weil die Autos zu schnell unterwegs waren, insgesamt wurden aber weniger Unfälle mit der Ursache registriert. Anders ist das zum Beispiel bei der Unfallursache Vorfahrt/Vorrang. Hier konstatieren die Statistiker 24 Unfälle mehr, als 2017.

Auch wenn der Anstieg bei den Verkehrstoten keine gute Nachricht ist. Im Bereich der Polizeiinspektion wurde 2018 – wie auch 2017 – kein Fußgänger bei einem Unfall getötet. Insgesamt gab es mehr Unfälle mit Fußgängern, die zu einem bemerkenswerten Teil durch die Fußgänger selbst verursacht werden.

Hohe Unfallrate bei jungen und alten Fahrern

Junge und ältere Autofahrer sind allerdings nach wie vor gefährdet. Sowohl in der Altersklasse 65 Jahre und älter sowie bei den jungen Jahren zwischen 18 und 24 Jahre haben die Unfallzahlen zugenommen. Insbesondere bei den Senioren ist der Anteil derer, die einen Unfall verursachen relativ hoch (65 Prozent).

Verletzte gab es bei 572 Unfällen. Insgesamt wurden dabei 702 Verkehrsteilnehmer verletzt, 215 schwer. Auch hier vermerken die Statistiker eine Zunahme gegenüber dem Jahr 2017.

Polizeidirektor Peter Meyritz: Kontrolldruck weiter hochhalten

Was folgt aus alledem? Für Polizeidirektor Peter Meyritz ist es wichtig, den Kontrolldruck weiter hoch zu halten. Das bedeutet, dass neben den festen Geschwindigkeitsmessstationen auch die mobilen Geräte der Kommunen und der Polizei weiter intensiv eingesetzt werden müssen. Hilfreich sind auch große Mess-Initiativen, wie zum Beispiel der so genannte „Blitzer-Marathon“.

Von Bedeutung sind in der Region auch die Wildunfälle. 804 registrierte die Polizei im Jahr 2018. Ein Jahr zuvor waren es noch 978. Verletzt wurden hierbei acht Personen, Tote gab es nicht.

Von Joachim Wilisch

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