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Zalando-Mitarbeiter streiken für bessere Bezahlung

Brieselang Zalando-Mitarbeiter streiken für bessere Bezahlung

Die Dienstleistungsgesellschaft Verdi fordert höhere Gehälter für die 1300 Mitarbeiter bei Zalando in Brieselang (Havelland). Weil die Tarifverhandlungen bisher ergebnislos verliefen, haben am Mittwoch rund 200 Mitarbeiter gestreikt. Das Unternehmen sieht keine Auswirkungen für die Kunden.

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Einige Zalando-Lieferungen werden etwas länger brauchen.

Quelle: dpa

Brieselang. Rund 200 Mitarbeiter von Zalando in Brieselang (Havelland) haben am Mittwoch mit einem Warnstreik ihren Forderungen in den laufenden Tarifverhandlungen Nachdruck verliehen. Zalando sei ein erfolgreiches Versandhandelsunternehmen, betonte Verdi-Verhandlungsführerin Erika Ritter. Allerdings erhielten die Beschäftigten im Vergleich zum Branchenvertrag deutlich geringere Löhne, zwei Tage weniger Urlaub, nur ein Drittel der Urlaubs- und Weihnachtszuwendung sowie geringere Zuschläge unter anderem für Nacht- und Feiertagsarbeit. Zalando verkaufe seine Ware an die Endkunden und sei damit ein Online-Versandhändler, sagte Ritter.

Die Gewerkschaft fordert eine Bezahlung nach dem Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels. Statt 10,12 Euro pro Stunde als Eingangslohn für einfache Lagerarbeiten müssten dann 11,71 Euro gezahlt werden.

Verdi gefährde mit dem Beharren auf diesen Forderungen die Zukunft des Standortes Brieselang, sagte eine Unternehmenssprecherin. Der Tarifvertrag für den Einzelhandel passe aus Sicht des Unternehmens nicht. Ein vorgelegter Zukunftstarifvertrag von Zalando sichere hingegen den Standort bis mindestens Ende 2019. Er sei aber von der Gewerkschaft abgelehnt worden. Für die Kunden habe der Warnstreik keine aktuellen Auswirkungen, hieß es.

Nicht nur Schuhe

Gegründet wurde Zalando 2008 in Berlin als reiner Schuh-Versand. Später kamen Kleidung und Accessoires dazu. Vertrieben werden Marken wie Mango, Vero Moda, Nike und eine eigene Modemarke. Der Jahresumsatz beträgt rund 3,6 Milliarden Euro. Zalando hatte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr rund 20 Millionen Kunden, was einem Plus von 11 Prozent innerhalb eines Jahres entspricht. Der Online-Modehändler will auch 2017 kräftig wachsen und unter anderem mehr als 2000 neue Arbeitsplätze schaffen.

In Deutschland gibt es drei Standorte: Brieselang, Erfurt und Mönchengladbach. International ist das Unternehmen in 15 anderen Ländern vertreten, unter anderem in Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Schweden oder Dänemark.

Brieselang ist der erste Zalando-Standort mit Betriebsrat. Zudem gehörte die Niederlassung in den letzten Jahren zu den 100 umsatzstärksten deutschen Online-Shops.

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Von MAZonline

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