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Zauberhafte Klänge in ländlicher Idylle

Friesack Zauberhafte Klänge in ländlicher Idylle

Camilla Pinder hat das ehemalige Gut im Friesacker Ortsteil Zootzen-Damm zu einem Harfenland gemacht und führt dort die Familientradition fort. Schon in sehr vielen deutschen Städten und Dörfern ist sie zu den verschiedensten Anlässen aufgetreten und hat in Damm zusammen mit Märchenerzählerin Tina Sonnenherz eine eigene Veranstaltungsreihe.

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Das nächste Mal wird Camilla Pinder am 4. Dezember gemeinsam mit der Märchenerzählerin Tina Sonnenherz in Damm zu erleben sein.
 

Quelle: Norbert Stein

Zootzen-Damm.  Wo die Wände mit alten Notenblättern tapeziert sind, hat die Musik ein Zuhause. Im Harfenland von Camilla Pinder (32) in Damm ist das Proben- und Arbeitszimmer mit Noten beschriebenen Blättern verziert.

 Camilla Pinder ist Harfenistin und Sängerin, voller Hingabe und Herzblut. Die Eltern, Achim und Carola Pinder, haben ihr die Leidenschaft Harfe praktisch schon in die Wiege gelegt. Auch sie spielen das Instrument. Im Alter von zwölf Jahren bekam Camilla Pinder den ersten Gesangsunterricht – in Ruppächttoroth, einer Kleinstadt östlich von Bonn in Nordrhein Westfalen, wo ihre Familie zu Hause ist.

Vor 15 Jahren kauften die Eltern dann das ehemalige Gut in Damm bei Friesack. „Möchtest du dort hinziehen, arbeiten und Musik machen?“, fragten die Eltern ihre Tochter Camilla. Sie wollte, auch der Nähe zu Berlin und damit einer künstlerischen Vielfalt wegen. Sie kann sich noch genau an den Tag erinnern, als sie das erste Mal die weite Landschaft vor Damm erblickte und in ihr Herz schloss. „Ich bin angekommen“,beschreibt sie ihr erstes Gefühl von damals. Seither sind mehr als zehn Jahre vergangen und sie hat ihre Entscheidung keinen Tag bereut.

„Die Harfe bietet wunderbare Möglichkeiten Musik zu machen“, erklärt sie, warum sie gerade diesem Instrument verfallen ist. Eine wichtige Rolle spielt daneben aber auch die Familientradition. Auf der Harfe könne man von Klassik bis Pop alles spielen – nachdenkliche Lieder, aber auch frische und dynamische Melodien, meint die Frau, die Musiker auch gern bei der Auswahl eines Instruments berät. Sie selbst hat keine besondere Vorliebe für eine Musikrichtung. Am liebsten spielt sie, wozu sie gerade Lust hat und in Stimmung ist. Ihre Lieder ordnet sie jedoch oft Themen zu wie Süßigkeiten oder Glück.

Harfe gespielt hat Camilla Pinder schon in sehr vielen deutschen Städten und Dörfern, zu den verschiedensten Anlässen. Sie spielt in Konzerthäusern und Klubs, aber auch gerne im Dorfkirchen oder bei Familienfeiern. Auslandsauftritte hatte sie bisher in der Türkei, in den Niederlanden und in Italien. Harfe gespielt hat sie aber auch bei den diesjährigen Schwedentagen in Rathenow, wo sie an der dortigen Kreismusikschule Havelland dieses Instrument unterrichtet. Auf die Frage, wo sie gerne einmal Harfe spielen möchte, antwortete die Musikerin, die sehr viel Lebensfreude ausstrahlt: „Auf einer Klippe am Meer“.

„Wer Raum hat, hat auch Platz für Kreativität“, sagt die Harfenistin. Platz hat sie auf dem 50 000 Quadratmeter großen Grundstück in Damm, ihrem eigenen Harfenland. Der große Kultursaal mit Parkett bietet bei Konzerten und anderen Veranstaltungen 250 Besuchern Platz. Genutzt wird für Veranstaltungen darüber hinaus auch eine Werkstatt, in die bis zu 100 Besucher passen.

Camilla Pinder und ihre Freundin, die Märchenerzählerin Tina Sonnenherz aus dem Nachbardorf Wutzetz, haben eine eigene Veranstaltungsreihe. Ihr „Damm-Programm“ findet Anklang bei Besuchern aus dem Havelland und darüber hinaus. Am 4. Dezember geben die Harfenistin und die Märchenerzählerin nun bereits ihr 15. „Damm-Programm“ und diesmal unter dem schönen Thema „Drachenschlund und Sternenzelt“.

Tina Sonnenherz wird mit Leidenschaft ein Märchen aus der Ukraine erzählen. Die Harfenistin und Sängerin Camilla Pinder umrahmt die Märchen mit schöner Musik, die sie eigens für diese Geschichte erschaffen hat. Tina Sonnenherz und Camilla Pinder treten seit vielen Jahren gemeinsam auf und stecken auch schon in den gemeinschaftlichen Vorbereitungen für ein Kinder-Kreativcamp im Sommer 2017.

Camilla Pinder fühlt sich wohl in Damm, einen kleinen Ort , umgeben von üppiger Natur. Sie hat Freunde im Dorf, das man auf der Bezirksstraße mit dem Auto in einer Minute durchquert hat. Freunde und Bekannte, die sich gegenseitig helfen und ihre Freude für Kultur und Musik teilen. So auch wieder im Dezember, bei einem gemeinsamen vorweihnachtlichen Singen und Musizieren.

Von Norbert Stein

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